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Dossier Werdinsel

Werdinsel: Badestreckenverlängerung ausgeschrieben

26. Februar 2019 von

Badestrecke auf dem Werdhölzli wird verlängert.
Foto: Grün Stadt Zürich

Badestrecke auf der Werdinsel wird verlängert.

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Online seit
26. Februar 2019

Printausgabe vom
28. Februar 2019
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In den Bauausschreibungen der vergangenen Woche war auch die im vergangenen Jahr angekündigte Verlängerung der Badestrecke – Teil des Nutzungskonzeptes – auf dem Werdinseli publiziert.

Man hat es im vergangenen Sommer einmal mehr gesehen: Die Limmat steht sowohl am, wie auch auf dem Wasser, unter massivem Nutzungsdruck. Auch auf dem beliebten Werdinseli – oder Badi Au Höngg, wie sie offiziell heisst – wird es immer schwieriger, einen Platz für sein Badetuch zu finden. Die Stadt hat aus diesem Grund bereits 2016 mit der Erarbeitung eines Nutzungskonzeptes begonnen und dazu auch einen Informations- und Beteiligungsprozess durchgeführt, der 2017 begann, der «Höngger» berichtete ausführlich darüber, siehe Infobox. Unter der Federführung von Grün Stadt Zürich wurden damals zusammen mit rund hundert Interessensvertreter*innen die folgenden Massnahmen ausgearbeitet, welche nach und nach umgesetzt werden sollen:

Mensch und Tiere

Während der Badesaison von April bis September gilt auf der ganzen Werdinsel Leinenpflicht für Hunde. In der restlichen Zeit können die Hunde auf der Insel freilaufen. Ausnahme ist die Badeanstalt. Dort sind Hunde während des ganzen Jahres nicht zugelassen. Am Fischerweg wird der Naturschutzbereich aufgewertet und besser vor dem Zutritt von Mensch und Hund geschützt. Auf dem Weg entlang des Naturschutzbereichs gilt Leinenpflicht. An der Böschung und im Wasser können Hunde freigelassen werden.

Badi Au-Höngg

Die Ein- und Ausstiege der Badestrecke im Kanal werden verbreitert, die Badestrecke verlängert. Für die Umsetzung und die Sicherheit dieser verlängerten Schwimmstrecke müssen bis zu 50 kleine und grössere Bäume gefällt werden. Als Ersatz werden einheimische Gehölze nachgepflanzt.

Inselspitz

Als Massnahme gegen störende sexuelle Handlungen wird der Unterwuchs des «Wäldchens» ausgelichtet. Plakate und gemeinsam mit Homosexuellenoganisationen durchgeführte Flyeraktionen informieren über die geltenden Regeln. Der etablierte Nacktbadebereich wird in zwei Zonen aufgeteilt: In eine FKK-Zone und einen Bereich, in dem man sich sowohl mit als auch ohne Badebekleidung sonnen kann.

Infrastruktur

Durch eine Verkleinerung des Gartenareals wird auf der Ostseite Platz frei für Badende. Während der Hochsaison werden zusätzliche Veloständer aufgestellt. Übersichtstafeln bei den Inselzugängen zeigen auf, was wo gilt. Es sollen so wenige Tafeln auf der Insel stehen wie möglich.

Verkehr

Die Halter*innen von falsch parkierten Autos und Motorrädern werden weiterhin gebüsst. Zusätzlich soll die Signalisation der offiziellen, kostenpflichtigen Parkplätze bei der Wasserversorgung verbessert werden. Zudem wird die Regelung der Zufahrten und Parkierung auf der Insel überprüft.

Verdoppelung der Badestrecke

In einem ersten Schritt hat die Stadt im vergangenen Jahr die Büsche im «Wäldchen» am Inselspitz gelichtet. Die vorgesehene Flyeraktion wurde in der Folge obsolet, da bereits die Lichtung zum gewünschten Effekt führte. Zusätzlich wurden die Abfallbehälter besser gekennzeichnet. Die Ausschreibung der Verlängerung der Badestrecke initiiert nun den zweiten Schritt der Umsetzung des Werdinsel-Konzepts. Die Badestrecke soll von heute 90 auf 200 Meter verlängert sowie an Ein- und Ausstiegsbereichen verbreitert werden. Zwischen dem neuen Ausstieg am Ende der Badestrecke und dem Badi-Kiosk entsteht eine neue Liegefläche für die Badegäste. Entlang der Schwimmstrecke werden zusätzliche Duschen und Sitzmöglichkeiten erstellt.
Weil die Bademeister*innen freie Sicht und einen schnellen Zugang zum Wasser benötigen, muss der dichte Bewuchs mit Büschen und Bäumen entlang der geplanten neuen Schwimmstrecke entfernt werden. Die Bäume entlang der bestehenden Schwimmstrecke bleiben erhalten. Die Naturwerte der Werdinsel sollen trotz Verlängerung der Badestrecke erhalten bleiben. Als Ersatz für die Entfernung der Bäume sind Nachpflanzungen mit einheimischen Gehölzen wie Silberweiden und Windhecken sowie Ansaaten von ausgedehnten Wildblumenwiesen auf der Werdinsel und entlang des Oberwasserkanals vorgesehen. Wann und wie im Detail diese Kompensation geschehen wird, ist Bestandteil eines nachgelagerten Projekts, das zurzeit noch in Planung ist, jedoch gleichzeitig mit dem Bauprojekt umgesetzt werden soll.  Voraussichtlich werden die Arbeiten für die Badestreckenverlängerung im Oktober 2019 beginnen und Ende April 2020 abgeschlossen werden.

Aufwertung Fischerweg

Derzeit laufen ausserdem die Aufwertungsarbeiten im Schutzgebiet Auenwald Werdhölzli. Das Schutzgebiet wird ökologisch aufgewertet und mit natürlichen Hindernissen vor übermässiger Nutzung durch Menschen und Hunde geschützt. Dafür werden einzelne standortfremde Gehölze gefällt und als Totholz liegen gelassen. Damit wird der Lichteinfall zu Gunsten der kargen Strauchschicht verbessert. Darüber hinaus werden Beschilderungen angepasst und standortgerechte Wildsträucher angepflanzt. Diese Massnahmen sind ein Teil des Handlungsfelds Mensch und Tiere des Nutzungskonzepts Werdinsel.

Alles zum Thema Werdinsel unter
https://hoengger.ch/kateg-dossiers/dossier-werdinsel/

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26. Februar 2019

Printausgabe vom
28. Februar 2019
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