Quartierleben
Sächsilüüte 2026: Der Sommer wird schön
Das jüngste Frühlingsfest der Stadt Zürich ist Geschichte. Für Zunftmeister Walter Zweifel war es das letzte Sächsilüüte in dieser Funktion bei der Zunft Höngg. Im Herbst gibt er den Kelch weiter. Mit Bildergalerie.
21. April 2026 — Daniel Diriwächter
Wie in den Jahren zuvor herrschte vor dem Dupont am Beatenplatz eine fröhliche Stimmung. Das Restaurant dient der Zunft Höngg am Sächsilüüte als Zunftstube. Kurz nach 14.30 Uhr traten die Zunftmitglieder und ihre Gäste hinaus, um sich gemeinsam mit der «Hönggermusik» für den Umzug bereit zu machen.
Wie man hörte, war das Essen vorzüglich; unter anderem wurden Capuns serviert – schliesslich war Graubünden der diesjährige Gastkanton des Zürcher Frühlingsfests. Dieses begann schon am Freitag, 17. April, auf dem Lindenhof, bot Bälle am Samstag und den Kinderumzug am Sonntag. Der Umzug mit der Verbrennung des Bööggs aber gilt als Höhepunkt.
Die Ehrengäste der Zunft Höngg
Besonderes Augenmerk galt den Ehrengästen der Zunft Höngg: Monika Ribar, Verwaltungsratspräsidentin der Schweizerischen Bundesbahnen, Vincent Ducrot, CEO der SBB, Nationalrat Martin Candinas sowie Dario Cadonau, Bündner Hotelier und Spitzenkoch, mischten sich gut gelaunt unter die Hönggerinnen und Höngger.
Viel Aufmerksamkeit erhielt aber auch Zunftmeister Walter Zweifel: Er wird sein Amt im Herbst abgeben. Seit 2018 führt er die Zunft Höngg; sein Vorgänger ist Daniel Fontolliet. Über Abschied und Nachfolge wird der «Höngger» bald berichten.
Blumenkönigin und Roboter
Dieser «letzte» Umzug für Zweifel als Zunftmeister fand bei perfektem Wetter statt. Die Zunft Höngg begab sich an fünfter Stelle auf die Route und traf dabei auf zahlreiche Schaulustige. Auch bei anderen Zünften liefen bekannte Gesichter mit: SRF-Moderator Nik Hartmann bei der Zunft Wiedikon, die Schauspielerin Tonia Maria Zindel bei der Zunft Hottingen, Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider bei der Zunft zum Weggen, der ehemalige Mister Schweiz Renzo Blumenthal bei der Zunft zu Oberstrass sowie Bischof Joseph Maria Bonnemain bei der Zunft Wollishofen.
Der «Tages-Anzeiger» schreibt zudem, dass Schlagersängerin Beatrice Egli der beliebteste Ehrengast gewesen sei. Sie wurde von der Zunft zum Widder eingeladen und erhielt, so die Tageszeitung, unzählige Blumensträusse. Einzig der Roboter «Henrietta» des Gastkantons Graubünden dürfte noch mehr Aufmerksamkeit auf sich gezogen haben – eine Werbung für den Davos Tech Summit.
12 Minuten und 48 Sekunden
Doch über all den Namen und Figuren thronte ohnehin nur einer: der Böögg. Seine Zeit im Scheinwerferlicht war in diesem Jahr allerdings kurz. Das Feuer griff schnell um sich, und nach 12 Minuten und 48 Sekunden explodierte der Böller im Kopf des Schneemanns. Das bedeutet, dass sich Zürich auf einen schönen Sommer freuen darf.





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