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Kinder & Jugend

Zank um Zaubertrank

11. August 2015 von

Foto: Leo Mathis, v/o Feivel

Die Tipis, in denen alle Wolfsstüfler geschlafen haben.

Foto: Leo Mathis, v/o Feivel

Pause im Schatten und «Fresspäckliverteilung».

Foto: Leo Mathis, v/o Feivel

Die Tipis, in denen alle Wolfsstüfler geschlafen haben.

Foto: Leo Mathis, v/o Feivel

Die Küche der Pfadi St. Mauritius-Nansen.

Foto: Leo Mathis, v/o Feivel

Die Wolfsstufe übt für das SpezEx-Abzeichen, eine Pfadiprüfung.

Foto: Leo Mathis, v/o Feivel

Die Wolfsstufe übt für das SpezEx-Abzeichen, eine Pfadiprüfung.

Von

Online seit
11. August 2015

Printausgabe vom
13. August 2015
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Die ersten beiden Sommerferienwochen verbrachten die Höngger Pfadis oberhalb Tamins im Kanton Graubünden – im Land der Magie.

KoLa, das ist kein Erfrischungsgetränk, nein. Ein KoLa, also ein Korpslager, ist etwas viel besseres, nämlich ein Sommerlager der besonderen Art. Sieben Abteilungen des Korps Limmat und eine Gastabteilung stellten auf einer grossen Wiese ihre Zelte, Türme und Küchen auf. Sogar ein Holzschiff stand auf dem Platz, dazu eine Bühne, ein Hexenkessel, ausgeklügelte Duschen und massenhaft ToiToi-Toiletten. Massenhaft deshalb, weil sie von über vierhundert Pfadis benutzt werden mussten. Die Pfadi St. Mauritius-Nansen war die zweitgrösste und gleichzeitig erstbeste Abteilung im Lager.

Gute gegen schlechte Magie

Wichtiger als die ToiToi‘s war der grosse Hexenkessel. Er stand neben der Bühne, vor welcher regelmässig Volksversammlungen stattfanden, und es köchelte ein Zaubertrank darin. So weit, so gut, aber wie es im Leben nun mal läuft, geht ab und zu etwas schief. In diesem Falle war es der Hexenkessel, aus dem dunkler Rauch quoll, wo er doch hätte weiss sein müssen. Etwas stimmte mit dem Trank nicht, das ganze Land der Magie geriet aus den Fugen, und ein böser Zauberer gewann Überhand über den Guten.
Schnell stellte sich heraus, dass dem Trank Zutaten fehlten, welche die Völker besorgen mussten. Und so tauchte jede Abteilung in ihre eigene Geschichte ein. Bei der Pfadi St. Mauritius-Nansen waren es Jake und Finn aus Adventure Time, die ihnen Zutaten versprachen, wofür die Pfadis ihnen im Gegenzug halfen, Prinzessin Bubblegum zu retten.

Vorbereitungen und Ressorts

Die Kinder waren aber nicht die einzigen Helfer in diesem Lager. Viele Helferinnen und Helfer waren im KoLa dabei und sahen zu, dass alles klappte. Es gab unter anderem ein Ressort Sanität, das man 24 Stunden am Tag erreichen konnte, ein Ressort Sicherheit, eins für die Logistik, eins fürs Programm, eines für Food und Recycling, eines, das den Staff koordinierte, und es gab das Ressort Medien. Letzteres produzierte den «Hexenkessel», eine tolle Lagerzeitung, die jeden Tag freudig erwartet und gelesen wurde. Dank ihr erfuhren auch Eltern und sonstige «Stubenhocker» per Abo, was im KoLa gerade passierte.
Ein solches Lager plant sich nicht von selbst. Eineinhalb Jahre zuvor hatten die Ressorts zu organisieren begonnen. Das Ressort Programm etwa plante Aktivitäten für alle Pfadi-Abteilungen zusammen, die Logistik kümmerte sich unter anderem darum, dass an den Waschstrassen immer Wasser floss.

Kochen im Bunker

Die ganze Zeit über brannte die Sonne vom Himmel, das Wetter war so wunderbar, wie man es sich für ein Pfadilager nur wünschen konnte. Es war sogar so schön und warm, dass nach wenigen Tagen ein absolutes Feuerverbot ausgesprochen wurde. Nicht einmal ein «Zundhölzli» durfte mehr angezündet werden, geschweige denn ein Feuer zum Kochen. In der Folge mussten einige Programmpunkte umgestellt werden, ebenso der Essensplan. Das Ressort Food und Recycling koordinierte die Kochteams der Abteilungen, die von nun an abwechslungsweise im Bunker in Domat/Ems für alle kochten. Das Essen wurde in Speiseträgern auf den Lagerplatz gefahren, wo die Pfadis im Gras sassen und gemeinsam assen.
So wurden alle Probleme gemeistert; am Ende des Lagers stieg auch wieder heller Rauch aus dem Hexenkessel: Im Land der Magie war wieder alles in Ordnung.

Eingesandt von Anne-Christine Schindler, v/o Foxy, Pfadi St. Mauritius-Nansen

Fotos, Berichte und den KoLa-Song findet man unter www.korpslager.ch

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