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Dorfleben

Wo Höngg sich trifft

27. September 2016 von

Foto: Patricia Senn

Zarina und Daniel Wegmann richteten ein schönes Fest aus.

Raclette geht immer.

David Basler ist Mieter auf dem Hof und hilft gerne mit.

Dirndl müsste man tragen!

Das Glück der Erde liegt auf dem Rücken... des weissen Ponys.

Früh übt sich.

Der Kindermagnet: Das Trampolin.

Foto: Patricia Senn

Nicht nur für Kinder: Der Tischtennis Tisch hinter dem Hof.

Foto: Patricia Senn

Mitglieder des Vereins Handel und Gewerbe Höngg (HGH) mit ihrem Vizepräsidenten Urs Kropf.

Foto: Patricia Senn

Mitglieder der Gewerbebeiz des Vereins Gewerbe und Handel Höngg.

Foto: Patricia Senn

Verbreitete Tiefenentspanntheit: Die Alpenbläser.

Von

Online seit
27. September 2016

Printausgabe vom
29. September 2016
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Einen schöneren Tag hätte man sich nicht wünschen können für das zweite Wägis Wyfäscht im Frankental: In der warmen Herbstsonne traf man alte Bekannte und kredenzte Wurst am Lauf-Zentimeter und Raclette.

Vor zwei Jahren, nach dem ersten Wägis Wyfäscht, das die Familie Wegmann ausgerichtet hatte, war noch gar nicht sicher, dass sich das Ereignis wiederholen würde. Dann kam die Anfrage der Zunft, ein Brisolée zu organisieren und ob man es nicht mit einem Wyfäscht verbinden wolle, erzählt Daniel Wegmann in einer ruhigen Minute zwischen Wurstbräteln und Weindegustation. «Da war klar: Ok, wir machen es noch einmal». Mitten in der Apfelernte stemmte man also am vergangenen Wochenende ein zweitägiges Fest für die Höngger Bevölkerung und alle, die kommen wollten.

Raclette und Alphorn

Wenn man so neben dem Grillstand steht, wird einem ziemlich schnell ziemlich heiss. Dahinter ist auf einem Tisch der Käselaib eingespannt, «doch, doch, das Raclette läuft gut», gibt der Meister bekannt. Käse geht bei den Schweizern wohl zu jeder Jahreszeit. Am Grill wendet derweil David Basler die Cervelats und Bratwürste. Er ist einer der vier Mieter auf dem Hof und hilft ab und zu an Anlässen aus. «Wir haben ein sehr gutes Verhältnis hier auf dem Hof, man hilft sich gegenseitig aus, wenn es nötig ist», erzählt er. Inzwischen haben die zwei Alphornbläser ihre Instrumente wieder aufgestellt und die tiefen, ruhigen Klänge verbreiten eine melancholisch-entspannte Atmosphäre.

Am Weinfest sind auch Kinder willkommen

An einem Stand verkaufen zwei fesche Frauen im Dirndl Luftballons. Unter allen zurückgesandten Postkarten verlost die Familie im Dezember Wettbewerbspreise. Auf der Hinterseite des Hauses liegt ein kleines Kinderparadies: Neben einem Tischtennis-Tisch, einem kleinen Basketball-Korb und einem Sandkasten findet man hier auch das beliebte Trampolin, offensichtlich ein Kindermagnet. Natürlich darf auch das Ponyreiten nicht fehlen: Ruth Hinni hat das Shetlandpony Jenny und seine beiden Freunde Jessy und Murphy mitgebracht. Einmal bildet sich sogar eine Schlange: Alle wollen auf dem weissen Prinzessinnen-Pferd Jessy einen kleinen Ausritt machen.

Einen Begegnungsort schaffen

Das «Wümmetfäscht» war seit jeher eine Institution, wo man sicher sein konnte, dass man jemanden antraf, den man kannte, ohne sich verabreden zu müssen. Ehemalige Höngger, die weggezogen waren, kamen einmal im Jahr zurück zu ihren Wurzeln und feierten fröhliches Wiedersehen. Um diesen Brauch weiterleben zu lassen, nachdem das «Wümmetfäscht» nur noch alle zwei Jahre stattfindet, entschieden sich die Wegmanns, selber ein «Wyfäscht» einzuführen. «Es ist doch so: Man hat sich daran gewöhnt, dass man einmal im Jahr hier zusammenkommen kann. Angenommen man hat das Fest gerade verpasst, dann muss man zwei Jahre warten bis zur nächsten Möglichkeit ─ und hat das Datum bis dahin vielleicht schon vergessen. Am Ende kommt niemand mehr nach Höngg», erklärt der Gastgeber. Und seine Frau Zarina Wegmann, die für die Feinplanung und das gesamte Catering zuständig ist, fügt hinzu: «Solche Begegnungsorte sind heute wichtig. Vieles spielt sich nur noch über E-Mail und SMS ab, für persönliche Gespräche und gemeinsame erlebte Momente bleibt immer weniger Zeit. Mit diesem Fest möchten wir den Zusammenhalt wieder mehr fördern». Und trifft damit offenbar den Nerv der Zeit: Die Gäste sind zahlreich erschienen und die Bänke am Sonntag auch kurz vor dem offiziellen Festende um 17 Uhr noch gut besetzt.

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