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Leitartikel

Was für ein Beruf soll es denn sein?

23. März 2016 von

Foto: Malini Gloor

Lehrling Vincent Gasser baute im Werkraum eine kleine Sichtbacksteinmauer.

Foto: Malini Gloor

Dieser Teenager freut sich, an der Berufsmesse viel über mögliche Berufe zu erfahren.

Foto: Malini Gloor

Berufsberaterin Katja Studer (links) im Gespräch mit Schülerinnen an der Berufsmesse des Schulhauses Lachenzelg.

Foto: Malini Gloor

Diese Mädchen informieren sich bei den Lehrlingen des Altersheims Riedhof.

Von

Online seit
23. März 2016

Printausgabe vom
24. März 2016
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Zum siebten Mal konnten sich Oberstufenschülerinnen und Oberstufenschüler an der Berufsmesse im Schulhaus Lachenzelg über verschiedene Berufe informieren. Lehrlinge und Vertreter von Firmen, vor allem aus Höngg, gaben Einblick in ihren Berufsalltag.

Vorletzten Dienstag war ein spezieller Nachmittag für über 150 Schülerinnen und Schüler der Sekundarschulen Lachenzelg, Waidhalde und der Freien Oberstufenschule Zürich: In Gruppen streiften sie durch die Aula und die Werkräume und fragten ausgebildete Berufsleute und Lehrlinge aus verschiedenen Branchen nach ihrer Ausbildung, ihrer Motivation oder ihrem Lohn.

Auch Berufe kennenlernen, die nicht die erste Wahl sind

Organisiert wird die Messe vom Elternrat der Schule Lachenzelg. Die Vorbereitung der Schüler, alle im Alter von 13 bis 15 Jahren, liegt bei den Lehrern der verschiedenen Schulen. Mirjam Hänny, Lehrerin an der Schule Lachenzelg, erklärte, dass alle Schüler zuvor einen Fragebogen ausfüllen mussten: Vier Berufe sollten genauer unter die Lupe genommen werden, dazu tüftelten die Teenager je vier Fragen aus. «Vorgabe war, dass einer der Berufe sie nicht einmal besonders interessiert, dass sie aber trotzdem mehr über ihn erfahren sollten – und so allfällige Vorurteile abgebaut werden können.» Ein wichtiger Punkt, den die jungen Menschen in der Schule übten, war zudem, wie man mit jemand Fremdem ins Gespräch kommt – das braucht je nachdem Mut, gerade, wenn es um eine Lehrstelle geht. Insgesamt ungefähr vier Lektionen wurden zur Vorbereitung auf die Messe eingesetzt.

Leider kein Tierarzt dabei

Lena Ezeilo, 15, und Maria-Chiara Groppo, 14, haben sich zwar Fragen zu den ausgewählten Berufen notiert, aber ihr Wunschberuf ist nicht dabei: «Leider hat es keinen Tierarzt an der Berufsmesse. Wir möchten beide mit Tieren arbeiten, entweder als Tiermedizinische Praxisassistentin oder als Tierpflegerin», so die beiden Mädchen. «Wir waren aber gerade am Stand des Altersheims Riedhof, wo der Beruf Fachfrau Gesundheit beziehungsweise Fachmann Gesundheit vorgestellt wurde. Die Lehrlinge am Stand haben uns sehr viele Infos gegeben und aus ihrem Alltag erzählt – das war wirklich spannend!» Obwohl sie die Messe für eine gute Dienstleistung für die Schüler halten, wünschten sie sich eine grössere Auswahl: «Es wäre schön, wenn noch mehr Firmen mit verschiedenen Berufen mitmachen würden, so bekämen wir noch mehr Infos – und vielleicht wäre auch unser Traumberuf darunter», wünschen sich die beiden jungen Hönggerinnen. Der Elternrat sagt dazu, dass nur Berufe vorgestellt werden, die man mit einer Lehre absolvieren kann – Tierarzt also zum Beispiel nicht. Bei den Angeboten der ETH Zürich hätte man den Beruf des Tierpflegers gefunden – doch ob man im Bereich von Tierversuchen arbeiten will, ist dann wieder eine andere Frage, welche die beiden jungen Frauen klar mit Nein beantworteten.

Vor Ort Sichtbacksteinmauer gebaut

Von der anderen Seite sieht es Vincent Gasser, 19, Maurerlehrling: Er baute im Werkraum eine Sichtbacksteinmauer, damit sich die Buben und Mädchen gleich selbst betätigen konnten – wenn sie wollten. Die meisten waren aber zu scheu und schauten ihm lieber fasziniert zu. «Mir gefällt mein Beruf, und ich werde nach der Lehre auch dabei bleiben», so der junge Berufsmann. Die Erfahrung, dass die Schüler teils etwas scheu waren, machten auch andere Aussteller. War das Eis jedoch einmal gebrochen, so entstanden informative und auch herzliche Gespräche, wie die lachenden Gesichter verrieten.
Im Anschluss an den Nachmittag erhielten die teilnehmenden Firmen, welche alle ehrenamtlich mitmachen, einen Fragebogen, in welchem sie den Anlass und das Verhalten der Schüler beurteilen möchten: «Für konstruktive Kritik sind wir immer offen, denn der Anlass soll für alle Beteiligten positiv sein – und natürlich sind wir sehr froh, wenn die Firmen auch nächstes Jahr wieder dabei sind», so Judith Eschmann vom Elternrat der Schule Lachenzelg.

Ausstellende Firmen:
Apotheke im Brühl
Centrum Drogerie
Dr. med. dent. Christoph Schweizer
Entsorgung & Recycling Stadt Zürich (ERZ)
ETH Zürich
Elektro Stiefel
Gasser Hoch- und Tiefbau
Grisoni Klima Lüftung
Grün Stadt Zürich
He-Optik
Jaisli-Xamax
Kneubühler
Knörr Architekten
Kropf Holz
Login
Reformierte Kirche Höngg
Riedhof Leben und Wohnen im Alter
Steiner Flughafebeck
UBS Höngg
Unispital Zürich
Velo Lukas
Walter Caseri Sanitäre Anlagen
Wohn- und Tageszentrum Heizenholz

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