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Dossier Haus "Sonnegg"

Über dem «Sonnegg» geht doch noch die Sonne auf

7. November 2013 von

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7. November 2013

Printausgabe vom
07. November 2013
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Am Mittwoch, 30. Oktober, hat die Zentralkirchenpflege der Stadt Zürich (ZKP), das Organ der im Stadtverband zusammengeschlossenen 34 Kirchgemeinden, dem Um- und Erweiterungsbau des «Sonneggs» zu einem neuen Familien- und Generationenhaus doch noch zugestimmt.

In einem ersten Anlauf Anfang 2013 wies die ZKP das Projekt noch zurück und verlangte bauliche und betriebliche Redimensionen sowie eine andere Finanzierung. Dies nachdem die Kirchgemeinde Höngg an ihrer ausserordentlichen und gut besuchten Versammlung vom 9. Januar 2013 dem von Kirchenpflege und Gemeindekonvent ausgearbeiteten Projekt nahezu einstimmig zugestimmt hatte. Eine Arbeitsgruppe der Kirchenpflege mit Peter Kraft, Liegenschaftenverwalter, Andreas Uetz, Aktuariat und Recht, Martin Zahnd, Diakonie, sowie Pfarrer Markus Fässler und Sozialdiakonin Claire-Lise Kraft aus dem Gemeindekonvent hat in den letzten Monaten zusammen mit den Verantwortlichen des Stadtverbandes eine Überprüfung des Vorhabens durchgeführt und nach Möglichkeiten von Einsparungen im Baulichen, Betrieblichen und Finanziellen gesucht.

Baulicher Teil kann ohne Abstriche durchgeführt werden

Die jetzige Beschlussfassung der Zentralkirchenpflege beinhaltet denn auch folgende Ergebnisse dieser Nacharbeiten: Der bauliche Teil des Projektes, der Umbau des «Sonneggs» mit den Erweiterungsbauten – der Unterkellerung des Hofes, dem Verbindungsgang zum Schopf, dessen Unterkellerung sowie einem Erweiterungsbau zu einem Kinderhaus – kann ohne Abstriche durchgeführt werden. Dafür sind die ursprünglichen Kosten von 4,837 Millionen Franken bewilligt. Eine bauliche Beschränkung, zum Beispiel der Verzicht auf die Unterkellerung des Hofes, hätte bei wenigen Einsparungen eine markante Reduktion des Raumangebotes ergeben und so den Betriebszweck eines Familien- und Generationenhauses stark eingeschränkt.
Zur Finanzierung des Baues ist die Liegenschaft Regensdorferstrasse 46, das jetzige alte Sigristenhaus auf einer Parzelle von 1300 m2, mittels Baurecht für einen neuen Wohnungsbau zu aktivieren beziehungsweise ertragsorientiert zu überbauen. Dies soll die Kirchgemeinde Höngg oder der Stadtverband durchführen. Das «Einwerfen» der Liegenschaft Regensbergerstrasse als Gegengeschäft war schon im Antrag der Kirchgemeindeversammlung Bestandteil des ganzen Vorhabens.

Betriebskredit für die ersten drei Jahre

Der Betriebskredit, insbesondere für die Erweiterung der personellen Situation – Stellenschaffung von je 50 Prozent für Sozialdiakonie und Haus- und Abwartsdienste –, wird nur für die ersten drei Jahre bewilligt. Danach muss die Kirchgemeinde dafür entweder neue zusätzliche Finanzmittel finden oder durch einen Gesamtumbau ihres kirchlichen Wirkens, sprich Redimension ihrer bisherigen Angebote, den weiteren Betrieb dieses Familien- und Generationenhauses sicherstellen.
In diese Gesamtüberprüfung des kirchlichen Auftrages ist auch in einem späteren Prozess das bisherige Kirchgemeindehaus an der Ackersteinstrasse einzubeziehen, indem entweder durch neue und zusätzliche Vermietungen neue Erträge zu generieren sind oder nicht mehr benötigte Räume, zum Beispiel der Schultrakt, an einen Dauermieter abzugeben oder zu verkaufen sind.
Die Kirchenpflege und der Gemeindekonvent der Mitarbeitenden sind gewillt, auch mit diesen Auflagen das Projekt Familien- und Generationenhaus Sonnegg nun zu realisieren und nach erfolgtem Bau den Betrieb aufzunehmen. Das sistierte Baugesuch und die Unterstellung des «Sonneggs» und des Schopfes unter den Denkmalschutz werden nun sofort aktiviert, so dass mit einem Baubeginn im Frühling 2014 gerechnet werden darf. Auf den Schuljahresbeginn September 2015 könnte dann die Eröffnung des Betriebes stattfinden. Kirchenpflege und Mitarbeitende freuen sich ausserordentlich über diesen guten Entscheid.

Eingesandt von Jean E. Bollier, Präsident der Kirchenpflege

 

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