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Sichere Schulwege, Chinesisch-Kurse und eine neue Schulleiterin

7. Juli 2015 von

Foto: zvg

Sprach- und Kulturvermittlerin Bienvenida Komotar in der Mitte, neben ihr die beiden zurücktretenden Schulpflegemitglieder Ursula Zatti und Franco Pavone.

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Ernst Hüsler, langjähriger Schulleiter der Schule Waidhalde, freut sich auf die Zusammenarbeit mit seiner neuen Kollegin Rahel Häsler.

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7. Juli 2015

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Die Themen an der letzten Sitzung der Kreisschulpflege Waidberg vor der Sommerpause waren vielfältig: Nebst einem Rückblick auf das vergangene Schuljahr und einem Ausblick in die Zukunft standen auch Verabschiedungen und die Begrüssung einer neuen Schulleitung auf der Traktandenliste.

Am Dienstag, 30. Juni, waren abends alle Plätze im Mehrzwecksaal der Schule Scherr besetzt. Zu Beginn der Versammlung wurden die Aufgaben der Verkehrskommission vorgestellt. In Zusammenarbeit mit der Dienstabteilung Verkehr und dem Tiefbauamt wird nach baulichen Lösungen gesucht, wenn sich ein Schulweg als zu wenig sicher erweist. Dazu werden bei Bedarf auch Begehungen vor Ort gemacht. So konnten im Laufe des letzten Jahres elf schwierige Situationen entschärft werden. Den Kommissionsmitgliedern wird die Arbeit vorläufig aber nicht ausgehen, auf ihrer Pendenzenliste kommen immer wieder neue Fälle hinzu.

Fühlen sich die Kinder wohl?

Die Kommission zur Integration fremdsprachiger Kinder hat einen ganz anderen Aufgabenbereich. Zu ihren Pflichten gehören die Schulbesuche in den Kursen für heimatliche Sprache und Kultur. So erzählte deren Präsident, wie es den Schulpflegemitgliedern ergeht, wenn sie eine Lektion in Chinesisch beurteilen müssen, obwohl sie kein Wort verstehen. Aber auch da ist es möglich, zu erkennen, ob sich die Kinder wohlfühlen und sich aktiv am Unterricht beteiligen. Unterstützt werden Schule und Behörde dabei von den Sprach- und Kulturvermittlern. Diese werden auch dann beigezogen, wenn es darum geht, bei Elterngesprächen zu übersetzen und das Zürcher Schulsystem zu erklären. Zu den erfahrensten Übersetzerinnen gehört Bienvenida Komotar. Im Laufe der letzten zwanzig Jahre hat sie nicht nur unzählige Male übersetzt, sondern den spanisch sprechenden Eltern auch die hiesige Kultur nähergebracht. Da sie das Pensionsalter erreicht hat, muss sie ihre Arbeit im Dienst der Schule beenden. Ihre Verdienste wurden vom Schulpräsidenten Urs Berger mit einem Blumenstrauss und einem Präsent verdankt.

Verabschiedungen und Begrüssung

Zwei Behördenmitglieder musste der Schulpräsident verabschieden: Ursula Zatti und Franco Pavone verlassen nach einem Jahr die Kreisschulpflege wieder. Beide hatten sich gut in ihr Amt eingelebt, müssen dieses jetzt aber aus beruflichen Gründen wieder abgeben. Der letzte Blumenstrauss war für eine Begrüssung vorgesehen: Rahel Häsler wird auf Anfang August ihre Stelle als Co-Schulleiterin der Schule Waidhalde antreten. Die 35-jährige Primarlehrerin und zweifache Mutter wird nebst ihrer Leitungstätigkeit auf der Mittelstufe unterrichten. Rahel Häsler freut sich, ihren Horizont vom Klassenzimmer auf die ganze Schule zu erweitern und ist aber froh, das Unterrichten trotzdem nicht ganz aufgeben zu müssen. Gemeinsam mit dem langjährigen Schulleiter Ernst Hüsler wird sie die Geschicke der grossen Schule in Wipkingen an die Hand nehmen.
Zum Schluss würdigte Urs Berger die Arbeit der Behördenmitglieder. In einem Schulkreis, in dem gegen 1‘000 Personen in allen Bereichen der Schule arbeiten, jährlich etwa 600 Kinder in den Kindergarten eintreten und insgesamt 4‘500 Kinder unterrichtet werden, braucht es auch seitens der Schulpflege ein grosses Engagement, um alle Aufgaben zu meistern. Dass dies gelingt, zeigt sich nicht zuletzt an der guten Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Schulen und ihren Behördenmitgliedern. So gehen sie auch gemeinsam den künftigen Herausforderungen, wie zum Beispiel der Umsetzung des Lehrplans 21, an.

Eingesandt von Ruth Stössel, Aktuarin Kreisschulpflege Waidberg

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