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Kirchen

Pfarreireise Heilig Geist nach Rheinland-Pfalz

17. Mai 2017 von

Foto: zvg

Auf dem Moselschiff.

Foto: zvg

Beim Lutherdenkmal in Worms.

Foto: zvg

Kloster Eberbach.

Von

Online seit
17. Mai 2017

Printausgabe vom
18. Mai 2017
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Führungen in drei Kaiserstädten, eine Burg wie aus dem Bilderbuch, ein Kloster als Filmkulisse und eine Moselfahrt. All das genossen 43 Pfarreiangehörige von Heilig Geist, Höngg, vom 28. April bis 1. Mai.

Worms, eine der ältesten Städte Deutschlands, lockte zur Stadtbesichtigung mit dem Kaiserdom St. Peter, einer romanischen Basilika aus dem elften und zwölften Jahrhundert, dem jüdischen Friedhof und dem Lutherdenkmal. Der jüdische Friedhof «Heiliger Sand» mit 2000 erhaltenen Grabinschriften wurde im elften Jahrhundert angelegt. Dessen ältester Grabstein datiert aus dem Jahre 1058/59. Viel jüngeren Datums, nämlich aus dem Jahr 1868, ist das Lutherdenkmal, das nebst dem internationalen Reformationsdenkmal in Genf das weltweit grösste seiner Art ist. Hoch auf dem Podest steht Martin Luther im Kreise weiterer Reformatoren – Zwingli und Calvin fehlten allerdings! Mit einem Rheinländer Sekt stiess die Gruppe auf die kommenden Tage an.

Die Ritterburg und eine Mosel-Schifffahrt

Die Burg Eltz wird von vielen als die schönste von ganz Deutschland gerühmt. In ihrer 850 Jahre alten Geschichte wurde sie nie erobert oder zerstört und war stets im Besitze der gleichnamigen Familie. Der derzeitige Eigentümer ist Dr. Karl Graf von und zu Eltz-Kempenich, genannt Faust von Stromberg. Die Burg wird jährlich von rund einer Viertelmillion Besuchern aufgesucht. Die Burgräume präsentierten sich grösstenteils noch in Originalausstattung. Auf der abwechslungsreichen Fahrt der Mosel entlang zum Einschiffungsort Traben-Trarbach reihte sich Weinberg an Weinberg. Pfarrer Marcel von Holzen schilderte die bewegte Lebensgeschichte von Nikolaus von Kues, genannt Cusanus (1401 bis 1464), der schon zu Lebzeiten ein berühmter, universal gebildeter deutscher Philosoph, Theologe und Mathematiker war und im nahen Bernkastel-Kues geboren wurde. Vom Deck des reservierten Extraschiffs aus konnte auf der zweistündigen Fahrt in aller Ruhe mitverfolgt werden, wie die Mosel sich in vielen Windungen und einer grossen Schlaufe flussabwärts schlängelt. Besonders interessant war das Passieren der Schleuse Zeltingen. Hinter dem Schiff schlossen sich zwei mächtige Flügeltore. Das in die Schleusenkammer einfliessende Wasser hob das Schiff 7.5 m in die Höhe, ehe sich das vordere Tor absenkte und die Weiterfahrt freigab. Die Rückfahrt zum Hotel führte über den «Hunsrück», einer eher ärmeren Gegend und so gross wie der Kanton Zürich mit lediglich rund 100’000 Einwohnern. Nicht gerade eine Zier der Landschaft waren die vielen Windkraftanlagen.

Drehort Kloster Eberbach und eine Stadtführung in Mainz

Das fast 900-jährige säkularisierte Kloster Eberbach zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe. Zwei bestens beschlagene Führerinnen schilderten das beschwerliche Leben der Mönche in der grossen romanisch-gotischen Anlage. Eindrücklich waren das Dormitorium mit 73 Metern Länge und die Akustik in der Basilika. Der lange Nachhall beeindruckte die eine Gruppe beim Gesang zweier Kirchenlieder. In die Filmgeschichte eingegangen ist das Kloster als Drehort für den Film «Der Name der Rose». Eine der Besonderheiten des Doms St. Martin in Mainz ist die Westausrichtung des Chors. Auch Mainz hat Chagallfenster, was eine Gruppe den Umweg zur Kirche St. Stephan nehmen liess. Auffallend waren die Strassenschilder in Rot oder Blau. Die blaufarbigen gehörten zu den Strassen, die parallel zum Rhein verliefen, während die roten die Querstrassen markierten.

Der Speyrer Dom

Die Krypta ist der älteste Teil des Doms. Sie wurde 1041 geweiht und blieb seither nahezu unverändert. Auf Grund ihrer Grösse, ihrer klaren geometrischen Gliederung und des Farbspiels der Gurtbögen gilt sie als eine der schönsten Unterkirchen der Welt. Im Mittelschiff liegen die Sarkophage von vier Kaisern und vier Königen des Mittelalters. Der ganze Bau verschlingt täglich 6000 Euro an Unterhaltskosten. Die 90 Treppenstufen zum Kaisersaal mit den monumentalen Fresken schafften alle, hingegen nahmen nur wenige die 214 Stufen zur Turmplattform unter die Füsse. Treffpunkt zum Mittagessen war der «Domhof» mit angegliederter Brauerei.

Eingesandt von Peter Gruber

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