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Ratgeber

Klasse statt Masse beim Verkauf von Immobilien

28. Juni 2017 von

Foto: zvg

Engel & Völkers Immobilienratgeber Axel und Kerstin Kühn

Von

Online seit
28. Juni 2017

Printausgabe vom
29. Juni 2017
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Wer seine Immobilie verkaufen möchte, findet mit ein bisschen Glück den Käufer in seinem privaten Umfeld oder in der Nachbarschaft. Sonst bleibt der Weg, die Liegenschaft auf Online-Immobilienportalen aufzuschalten.

Die erste Hürde, die es zu nehmen gilt, ist die korrekte Ermittlung des Verkaufspreises. Ist dieser zu tief, hat der Verkäufer das Nachsehen. Ist er hingegen zu hoch, läuft die Immobilie Gefahr, zum Ladenhüter zu werden. Vorsicht ist bei Preissenkungen geboten: Diese werden von Interessenten genauestens beobachtet und führen häufig zu einem taktischen Abwarten – Interessenten zögern, ein Gebot einzureichen. Vor diesem Hintergrund empfiehlt es sich, mindestens zwei Bewertungen anzufragen. Empfehlenswert sind ein Bankinstitut und ein vertrauenswürdiger Immobilienvermarkter. Wurde der Verkaufspreis marktgerecht eingeschätzt, dürfte man eine Vielzahl von Anfragen erhalten. Hier gilt es nun, die Spreu vom Weizen zu trennen: Vor einer Besichtigung sollten verschiedene Aspekte geklärt werden, um zielgerichtet vorzugehen: Passt die Immobilie zu der persönlichen Familiensituation des Interessenten? Haben diese ihren finanziellen Rahmen geprüft und sind sie in der Lage, das Objekt zu finanzieren? Stimmt der eigene gewünschte Auszugstermin mit den Vorstellungen der Interessenten überein und erfüllt die Immobilie deren Erwartungen und Wunschkriterien?

Ein Immobilienvermarkter kann helfen

Erst wenn diese Fragen positiv beantwortet werden können, sollte eine Besichtigung durchgeführt werden. Nur allzu oft werden solche Fragen von Verkäufer und Käufer als intim empfunden. Daher lohnt es sich, das Hinzuziehen eines professionellen Immobilienvermarkters zu prüfen. Dieser kann neutral die richtigen Fragen stellen, um Qualität vor Quantität in den Verkaufsprozess zu bringen. Und selbstverständlich kann dieser aus seinem Erfahrungsschatz schöpfen: Wie reagiert man, wenn die finanzierende Bank des möglichen Käufers den Verkaufspreis tiefer einschätzt? Was tun, wenn mit Verkaufspreisen anderer Objekte verglichen wird? Wie vorgehen, wenn Änderungen und Ergänzungen beim Kaufvertrag gewünscht werden? Und wenn man einfach an jemanden aus dem persönlichen Umfeld verkauft? Nun, was erwartet der Freund? Einen Freundschaftspreis, oder andere Zugeständnisse? Auch hier kann ein Immobilienvermarkter emotionsfrei die Angebote aus dem Kreis aller möglichen Käufer einholen und neutral bewerten. Die Entscheidung und das letzte Wort verbleiben in jedem Fall beim Verkäufer. 

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