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Leitartikel

Gastgeber sein und den Kopf einziehen – beides im «Sonnegg»

23. Juni 2015 von

Foto: Malini Gloor

Die Baustellen-Besichtigung, hier die neue Unterkellerung, fand grossen Anklang und weckte die Vorfreude auf das neue «Sonnegg».

Foto: Malini Gloor

Die Baustellen-Besichtigung, hier die neue Unterkellerung, fand grossen Anklang und weckte die Vorfreude auf das neue «Sonnegg».

Foto: Malini Gloor

Aufpassen auf Kopf, Füsse, Kleidung und überhaupt auf alles – dies war das Motto der Baustellen-Begehung.

Foto: Malini Gloor

Hier entsteht das neue «kafi & zyt».

Foto: Malini Gloor

Im Anschluss an den Infoanlass konnte man sich gleich zum Helfen bei «kafi & zyt» eintragen – notabene auf dem Taufstein.

Foto: Malini Gloor

Beim Apéro wurde tüchtig zugegriffen, der Anlass machte hungrig.

Von

Online seit
23. Juni 2015

Printausgabe vom
25. Juni 2015
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Am Mittwoch, 17. Juni, fand der Informationsabend «kafi & zyt» in der reformierten Kirche statt. Themen waren das neue, bald fertig umgebaute Familien- und Generationenhaus Sonnegg, welches besichtigt wurde, und das neue Generationencafé «kafi & zyt», für welches Freiwillige gesucht werden.

Nach langen Verhandlungen und Änderungen war es am 1. September 2014 endlich soweit: Der Spatenstich zum neuen Familien- und Generationenhaus Sonnegg konnte in Angriff genommen werden. Neun Monate sind seither vergangen, viel Baulärm, Staub und Schweiss kosteten Nerven, doch der Rohbau ist gelungen. Vor der Baustellenführung gab Peter Kraft die Verhaltensregeln durch: «Ziehen Sie den Kopf ein, gehen Sie langsam und vorsichtig und lehnen Sie sich nirgends an – eventuell ist frisch gestrichen, und sie haben dann Farbschlieren auf dem T-Shirt. Vergessen Sie nicht: wir sind auf einer Baustelle!» Die Interessierten erfuhren alles über das «neue» Haus, welches komplett umgebaut wurde.

Verhaltensregeln auf Baustelle einhalten

Die unfertigen, staubigen Treppenstufen, unzählige herabhängende Kabel, unverputzte Wände und offenliegende Leitungen faszinierten die vornehmlich älteren Infoanlassteilnehmenden, welche vorsichtig die «Hindernisse» in Angriff nahmen. «Die grösste Neuerung ist, dass das Sonnegg nun komplett unterkellert ist. Diese rund 100 Quadratmeter schaffen Lagerraum, einen grossen Jugendraum und zusätzliche, für verschiedene Tätigkeiten nutzbare Räumlichkeiten. Auch Technikräume und die Heizungsanlage sind hier untergebracht», so Peter Kraft, Liegenschaftenverwalter der reformierten Kirchenpflege Höngg.

Ein Pfarrgarten-Teil gehört neu zum «Sonnegg»

Die dicke Mauer rund ums «Sonnegg» sei übrigens keine «Abgrenzungsmauer», sondern zum Draufsitzen und als Stauraum gedacht: In ihrem Innern können Gartenmöbel und Spielsachen witterungssicher untergebracht werden. Der Schopf, wie das «Sonnegg» auch unter Denkmalschutz stehend, wird neu zum «Chinderhuus» und ist hinter den renovierten Holzbalken verglast, damit es nicht durch die Ritzen zieht, und ist neu beheizbar. Vom «Chinderhuus» aus kann man unterirdisch durch den neuen Keller direkt ins Haus Sonnegg gelangen. «Beide Gebäude sind für alle Generationen da, zudem gehört neu ein Drittel des Pfarrhausgartens dazu», so Peter Kraft. Spielzeug, welches den Kindern zur Verfügung gestellt werde, solle auch selbstständig wieder versorgt werden: «Wir möchten eine selbstordnende Ordnung».
Das Familien- und Generationenhaus Sonnegg selbst präsentierte sich leer und hell. Bis zur Eröffnung sollen farbige Plattenbeläge, viel Parkett und eine moderne Einrichtung für Ambiente sorgen. Im zukünftigen «kafi & zyt», wo früher schon das Café war, wird eine Schallschluckdecke zusammen mit vielen, einzelnen Leuchten für eine angenehme Atmosphäre sorgen. Ein grosses Fenster gibt den Blick zum Kinderhaus frei, so dass die Eltern beim «Käfele» den Nachwuchs im Blick haben können.

Vier Räume, drei Büros und grosszügige Einteilung

Im ersten Stock, wo ganz früher der Albatros-Jugendtreff war, sind neu ein grosser Mehrzweckraum, in dem auch Konzerte stattfinden können, sowie ein Büro für sozialdiakonische Mitarbeitende. Im obersten, zweiten Stock präsentiert sich ein neuer Raum: Früher war dies der Dachboden, in welchem zwei Palette voller Dachziegel gelagert wurden. «Der Raum hat noch keinen Namen, bis jetzt ist er die «Dachlounge», wo Gesprächsgruppen sich treffen sollen, und wo man gemütlich ein Glas Wein auf dem Sofa trinken kann», so Kirchenpflegepräsident Jean Bollier, der zusammen mit Pfarrer Markus Fässler ebenfalls vor Ort war. Total gibt es im neuen, 4,8 Millionen Franken teuren «Sonnegg» vier grosse Räume, drei Büros, einen Lift und einen grossen Eingangsbereich, in dem es eine grosse Garderobe hat, um die Kleider der zukünftigen Besucherschar aufzunehmen.

Im «kafi & zyt» mithelfen

Die rund 60 Besucherinnen und Besucher waren zudem gekommen, weil sie sich für die ehrenamtliche Mithilfe im neuen Café interessieren. «Wir brauchen rund 30 Leute, die von einmal monatlich bis hin zu einmal wöchentlich mithelfen und Gastgebende sein möchten. So wollen wir an die «Sonnegg-Frauen» anknüpfen und ein einladendes Selbstbedienungs-Café schaffen, in dem Frauen und Männer und Kinder jeglichen Alters verweilen können. Das Haus Sonnegg ist ein niederschwelliges Angebot, das alle einlädt, selbst aktiv zu sein und teilzunehmen», so Markus Fässler.

Eröffnung Familien- und Generationenhaus Sonnegg
Am 24. und 25. Oktober wird die Eröffnung mit offiziellem Charakter gefeiert. Festgottesdienst, Rundgänge und die Übergabe an die Kirchgemeinde stehen dann auf dem Programm. Am Wümmetfäscht vom 25. bis 27. September wird das Haus Sonnegg zu Gunsten des «Wüfäs» vorgezogen genutzt. Der Monat danach wird für die Fertigstellung der Einrichtung und den Probebetrieb genutzt. Öffnungszeiten «kafi & zyt»: Montag bis Freitag, 14 bis 17.30 Uhr. Wer Interesse hat, mitzuhelfen, kann sich bei Markus Fässler unter Telefon 043 311 40 52 oder per E-Mail markus.faessler@zh.ref.ch melden.

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