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Frischer Wind in der Wartau

17. Mai 2017 von

Foto: Patricia Senn

Mit «Hönggerli»-Würstli und Prosecco wurde die Neueröffnung der Bravo Metzgerei gefeiert.

Daniela Helbling Binkert in ihrer neuen Metzg

Von

Online seit
17. Mai 2017

Printausgabe vom
18. Mai 2017
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Nach einem Monat Umbau erstrahlt die Bravo Metzgerei im Glanz ihrer neuen Fliesen. Und das Team hinter der Theke strahlt mit ihnen um die Wette.

Vor den neu beschrifteten Ladenfenstern wehen schwarze und weisse Ballone im Wind, der Duft von gegrillten «Hönggerli»-Würstchen empfängt einem schon an der Tramhaltestelle Wartau. Während die Gäste draussen auf die Neueröffnung anstossen, herrscht drinnen bereits der ganz gewöhnliche Samstagseinkaufsrummel. Der Raum wirkt grösser und heller als früher, die roten Fliesen wurden durch weisse ersetzt, der Steamer hinter der Theke entfernt. «Jetzt haben wir viel mehr Platz, man kommt einfach aneinander vorbei, so lässt es sich gut arbeiten», schwärmt René Leuenberger, der den neuen Chefs Daniela und Samuel Binkert als Mitarbeiter erhalten bleibt. «Dank dieser zeitgemässen Einrichtung kann der Laden noch viele Jahre als Metzgerei geführt werden, das ist schön zu sehen», sagt er und seine Augen strahlen. Samuel Binkert, der vor kurzem ein Metzger Praktikum absolviert hat, wägt Fleischstücke ab, schneidet Schinken auf, packt Würste ein und wirkt dabei, als habe er nie etwas anderes gemacht. Mit einem Blick auf Metzger Leuenberger, der gerade routiniert identisch breite Plätzchen von einem Nierenstück abschneidet, meint er «das sieht so einfach aus, dabei steckt jahrelange Erfahrung dahinter». Aber wer mit so viel Elan dabei ist, wie das Bravo-Ravioli-Paar, lernt sicher schnell. Und zur Not steht ihnen Leuenberger mit Rat und Tat zur Seite.

Voll Zuversicht in die Zukunft

«Einen Monat dauerte der Umbau; es war spannend mitzuerleben, wie alles Form annimmt», erzählt Daniela Helbling Binkert, die viel Zeit im neuen Laden verbringt, «und wie wir in kurzer Zeit bereits zusammengewachsen sind». Es war ein gutes Gefühl mit den Handwerkern aus Höngg zusammenzuarbeiten, weil man sich einfach kennt und vertraut. «Auch nach der Eröffnung sind die Tage noch lang, es gibt so viel zu tun, aber wir haben Freude daran». Gerade bestellt ein junger Mann einen Hamburger zum Zmittag, «hol dir doch schnell ein Brötchen vom Bäcker nebenan, dann schneiden wir es dir auf und geben noch ein bisschen Senf drauf», rät Leuenberger. «Wir schauen schon zueinander», meint Daniela. Die Fischtheke wurde erweitert, beim Anblick der glänzenden Forellen- und Lachsfilets läuft einem das Wasser im Mund zusammen. Das Fleisch stammt vorwiegend aus der Region, natürlich gibt es auch Ausnahmen, zum Beispiel beim Lamm, das aus Irland kommt – die Schweizer Produzenten könnten den Bedarf nie selber abdecken. Man kann aber auch ausgefallene Stücke bestellen, und immer öfter kommen junge Leute in die Metzgerei, die sich nach alten Gerichten wie Siedfleisch oder «Babettli» – ein kleines, besonders zartes und schmackhaftes Stück aus dem Stotzen des Rindes – erkundigen. Schön, wenn neben den Stammgästen auch eine neue Generation von Kunden wieder beim Spezialitätenhändler einkauft. Es fühlt sich gut an, die Kombination Leuenberger und Helbling Binkert, das einladend helle Ambiente, die schönen Auslagen. Der Anfang ist gelungen, jetzt geht es mit Vollgas und Zuversicht in die Zukunft.

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