Höngger.ch

21°C18°C am 22. Juli 2018
Kinder & Jugend

Einmal Prinzessin sein

14. März 2018 von

Foto: Lara Hafner

Noelia Finocchiaro hat es geschafft: Sie darf im Hallenstadion in der Rolle der «kleinen Anna» den Eröffnungssong des Musicals «Die Eiskönigin» singen.

Von

Online seit
14. März 2018

Printausgabe vom
15. März 2018
Beitrag bewerten

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading...

Am 27. Januar fand in der Manor Filiale Zürich an der Bahnhofstrasse ein Gesangscasting statt. Auch die Höngger Fünftklässlerin Noelia Finocchiaro, die die Schule Vogtsrain besucht, befand sich unter den Teilnehmerinnen.

Rund 100 Mädchen zwischen sechs und zwölf Jahren versammelten sich am 27. Januar in der Spielwarenabteilung der Manor Filiale. Alle hatten denselben Traum: Sie wollten es auf die grosse Bühne des Zürcher Hallenstadions schaffen. Es wurde ein Mädchen gesucht, das gut singen kann, schauspielerisches Talent besitzt, natürlich wirkt und idealerweise schon Bühnenerfahrung mitbrachte. Wer alle diese Kriterien erfüllte und die Jury von sich überzeugen konnte, erhielt die grosse Chance, den Eröffnungssong des Animationsfilmes «Disney in Concert – Die Eiskönigin» live vor einem grossen Publikum zu performen. Das Mädchen wird die Rolle der «kleinen Anna» im Musical übernehmen und die erste Strophe «Willst du einen Schneemann bauen?» singen. Das Besondere an dieser Filmaufführung, welche am 23. März im Zürcher Hallenstadion stattfinden wird, ist die Livesynchronisation des Max Steiner Orchesters, welches zum Geschehen auf der Grossleinwand die Musik zur Aufführung bringt. Gemeinsam mit Chor und Gesangssolisten wird auch die Gewinnerin des Gesangscastings ein Teil dieser Show sein.

Der grosse Moment

Mit der Startnummer 44 wartete die zehnjährige Noelia Finocchiaro an besagtem Tage ungeduldig in der Spielwarenabteilung der Manor Filiale. Angemeldet hatte sie sich mit ihrer jüngeren Schwester Alexia, zur Unterstützung waren die beiden Grossmütter und die Mama mitgekommen. Als dann endlich ihre Nummer aufgerufen wurde, ging alles ganz schnell. Drei Mädchen durften hoch in den fünften Stock, wo die Jury die jungen Sängerinnen genauer unter die Lupe nahmen. Noelia brachte im Gegensatz zu anderen Teilnehmerinnen schon einiges an Bühnenerfahrung mit, im jungen Alter von drei Jahren war sie bereits auf der Bühne der Hochzeitsmesse für eine Frisurenshow mitgelaufen, mit vier bekam sie die Möglichkeit, als Statistin bei der Oper «Die Meistersinger von Nürnberg» im Opernhaus Zürich dabei zu sein. Auf der Bühne stehen macht ihr Spass, sie ist damit aufgewachsen. Neben dem Schulchor im Vogtsrain, in dem sie seit drei Jahren mitsingt, geht sie nun seit drei Jahren mit den «Schwiizergoofen» auf Tournee, wo sie mit den anderen Kindern singt, tanzt und schauspielert. Ein sehr aufwändiges Hobby, denn die Tourneen finden einige Male im Jahr statt. Doch Noelia gefällt es, dass ihr die Leute zusehen, wenn sie auf der Bühne steht, und das ist bei diesen Aufführungen natürlich garantiert.

Die Entscheidung

Auch die fachkundige Jury hat am 27. Januar genau hingesehen, um das passende Mädchen für die Rolle zu finden. Zwei Tage später erhielt die Familie Finocchiaro einen Anruf. Die Eltern von Noelia waren zu dieser Zeit nicht zu Hause, daher nahm die Grossmutter aus Italien den Anruf entgegen. Sie verstand nichts und reichte den Hörer ihrer Enkelin weiter. Noelia sagt, sie sei «voll ausgeflippt» und herumgesprungen als sie hörte, dass sie das Casting gewonnen habe. Die Eltern freuten sich ebenfalls sehr, wie auch Noelias kleine Schwester Alexia. Eifersüchtig sei sie nicht. Sie wird am 23. März im Publikum sitzen und ihre Schwester anfeuern. «Bei grossen Hauptrollen und besonders vor einem so grossen Publikum wie im Zürcher Hallenstadion, bin ich schon ziemlich nervös», sagt Noelia. Obwohl sie bei den «Schwiizergoofen» schon einige grössere Rollen gemeistert hat, standen dort noch viele andere Kinder mit ihr auf der Bühne, die ihr Sicherheit gaben und im Falle eines Blackouts das Lied für sie weitersingen konnten. Jetzt heisst es üben, üben, üben. In diesem Bereich hat die Zehnjährige reichlich Unterstützung von allen Seiten, am meisten natürlich von ihrer Familie. Man darf gespannt sein, was in Zukunft noch von Noelia Finocchiaro zu sehen und vor allem zu hören sein wird.

Von Lara Hafner

Kommentare

Hinterlassen Sie einen Kommentar.


500