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Politik / Im Blickfeld

Ein deutliches Ja zum Tanzhaus

11. April 2017 von

Foto: zvg

Onorina Bodmer, Gemeinderätin, FDP Kreis 10

Von

Online seit
11. April 2017

Printausgabe vom
13. April 2017
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Am 21. Mai bestimmen die Zürcherinnen und Zürcher über die Zukunft des Zürcher Tanzhauses. Die FDP empfiehlt ein JA zu dieser einzigartigen Institution in der ganzen Deutschschweiz und in unserem Stadtkreis.

Das Tanzhaus ist seit 20 Jahren eines der wichtigsten Zentren für zeitgenössisches Tanzschaffen in der Schweiz, das wichtigste überhaupt in der Deutschschweiz. Die Stadt Zürich unterstützt die Institution mit einem jährlichen Betriebsbeitrag. Dies soll auch nach Bezug des Neubaus mit einem erhöhten Beitrag so sein.

Ersatzneubau als Folge eines Brands

Das Tanzhaus an der Wasserwerkstrasse in Wipkingen wurde 2012 durch einen Brand vollständig zerstört. Seither finden die Trainings und Aufführungen an zwei verschiedenen Standorten in provisorischen Räumlichkeiten statt. Im März 2016 hat der Gemeinderat die Mittel für den Ersatzneubau an der Wasserwerkstrasse bewilligt. Die Bauarbeiten sind in Gang, und das neue Tanzhaus soll im Herbst 2018 eröffnet werden. Das neue Haus soll auch für die Quartierbevölkerung zugänglicher werden. Wer von Höngg über Wipkingen den Limmatuferweg begeht, wird künftig im Café einkehren und Einblick in die Arbeit von Tanzschaffenden gewinnen können. Auch die Dachterrasse wird öffentlich zugänglich sein. Der Neubau bedingt aber auch höhere Kosten. Der Gemeinderat hat im Juli 2016 der notwendigen Erhöhung des Betriebsbeitrags zugestimmt. Nun hat auch noch das Stimmvolk die Gelegenheit, darüber zu befinden. Der Betriebsbeitrag soll um 318‘000 Franken auf 877‘166 Franken erhöht und die Miete von höchstens 950’000 Franken erlassen werden.

Ein Tanzhaus für die Schweiz, die Stadt und das Quartier

Der Betrag mag angesichts der Finanzlage der Stadt hoch erscheinen. Die FDP unterstützt ein breites Kulturangebot in Zürich und achtet darauf, welche Eigenleistung eine Institution mit einbringt. Das Tanzhaus hat in den vergangenen Jahren sehr viel Eigeninitiative entwickelt, um finanziell an den Neubau beizutragen und zudem einen Förderverein gegründet. Auch mit den künftigen Betriebsbeiträgen müssen die Tanzhaus Leitung, das Personal und die Tanzschaffenden sehr viel Eigenleistung und Improvisationstalent beitragen, um den Betrieb zu gewährleisten. Das Tanzhaus ist seit Beginn in erster Linie eine Weiterbildungsstätte und somit ein Sprungbrett für viele inzwischen international bekannte Tänzerinnen und Tänzer sowie Truppen. Diese Institution kann daher nicht über Ticketeinnahmen Einkünfte generieren wie ein Theater.
Deshalb ein klares JA zum Tanzhaus in Zürich Wipkingen.

Onorina Bodmer, Gemeinderätin FDP 10

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