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Dossier Quartierverein Höngg

Alexander Jäger neuer Quartiervereins-Präsident

5. Juni 2014 von

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5. Juni 2014

Printausgabe vom
05. Juni 2014
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Am Montagabend fand die 77. Generalversammlung des Quartierverein Höngg, kurz QVH, im Restaurant Am Brühlbach statt. Nach sieben Jahren gab Präsident Ueli Stahel sein Amt ab. Einstimmig als neuer Präsident gewählt wurde Alexander Jäger.    

Gleich nach der Begrüssung der 96 Stimmberechtigten und der 15 Gäste durch Ueli Stahel präsentierten Ladina Koeppel Mouzinho und Bettina Tschander von Grün Stadt Zürich Neuheiten zum LEK Limmatraum, dem Landschaftsentwicklungskonzept des Limmatraums der Stadt Zürich, welches seit 2006 umgesetzt wird. 127 Massnahmen wurden ergriffen, davon sind 30 offen oder unklar.

Inserate im «Höngger» informieren Anwohner

Für Höngg interessant ist vor allem das Nutzungskonzept Werdinsel. Ladina Koeppel Mouzinho zeigte ein Erholungsmonitoring aus dem Jahr 2012, welches verdeutlicht, dass sich an einem sonnigen Samstag im Juli 2253 Personen auf der Werdinsel aufhielten – inklusive Fischerweg und Bombachhalde sogar 2328. 40 Prozent hielten sich im Badebereich auf. Dieses Jahr soll auf der Werdinsel eine Umfrage unter den Nutzern gestartet werden, vor Ort und im Internet.
Die Aufrufe dazu werden Anfang Juli mittels Inseraten im «Höngger» sowie per Flyer verbreitet, informierte Ladina Koeppel Mouzinho. Auf die Frage einer der 111 Anwesenden, wie es denn nun mit der Leinenpflicht für Hunde ausschaue, antwortete Kommunikationsleiter Marc Werlen von Grün Stadt Zürich, dazu könne noch nichts bekannt gegeben werden, da ein stadtweites Konzept in Arbeit sei.

Vom Hardeggsteg bis zur Europabrücke wird die Limmat aufgewertet

Ein neues Projekt ist das Aufwertungsprojekt Hardeggsteg–Europa­brücke auf Höngger Seite. Bettina Tschander erklärte, dass dies der ökologisch wertvollste Abschnitt innerhalb der städtischen Limmat sei. Es sollen flussufertypische Lebensräume für Tier- und Pflanzenarten geschaffen werden, dies durch die Einbringung von Raubäumen, also gefällten Bäumen und deren Teilen, Wurzelstöcken, Belebungssteinblöcken und Steinschüttungen am Ufer, sowie durch die Verbreiterung von Land-/Wasser-Übergängen. Die Steinschüttungen werden unterhalb der Wasserlinie ausgebracht und somit nur bei ganz tiefem Wasserpegel sichtbar sein. Eine 15 Meter breite Fahrstrecke für den Bootsverkehr bleibt gewährleistet, Einschränkungen für die verschiedenen Nutzenden gibt es nicht: «Die Tier- und Pflanzenwelt muss mit dem Nutzungsdruck klarkommen», so Bettina Tschander. Dieses Projekt, welches rund 200  000 Franken kostet, wird vom Naturemade Starfonds des EWZ bezahlt und muss vom Kanton Zürich noch genehmigt werden. Die Bewohner werden mittels Anliegerschreiben Ende Juli informiert, realisiert werden soll die Aufwertung im Frühjahr 2015.

Änderungen im Vorstand

Nach diesen wissenswerten Informationen war das Wort wieder beim Quartierverein Höngg. Nebst Ueli Stahels Rücktritt gab Robert Ogniewicz seinen Rücktritt aus dem Vorstand bekannt, da er ab Juli im Kanton Bern leben wird. Im März verstarb Vorstandsmitglied Esther Ponti-Weder, ihre Arbeit wurde ebenfalls verdankt. Zur Wahl in den Vorstand stellten sich neu Olivia Mathis als Kassierin und Christina Gnägi, welche früher bereits einmal im QVH-Vorstand tätig war. Beide wurden gewählt. Ueli Stahel sagte, auch er habe den Mitgliederschwund nicht aufhalten können. Gefragt seien vor allem jüngere Menschen und Familien. Punkte, die den QVH interessieren, seien die Verkehrsführung im Kreis 10, besonders beim Meierhofplatz. Zurückhaltend sei man aber bei der Unterstützung von Motionen, welche Höngg betreffen: «Wir hätten sonst falsche Signale gesetzt. Wir warten nun, was mit den Anträgen aus dem Runden Tisch «Verkehr Kreis 10» passiert.» Alexander Jäger erläuterte die Jahresrechnung und ging auf die einzelnen Posten ein, so etwa, dass unter dem Punkt «Beiträge und Spenden» der Rehbock für den Wildpark nicht vorbudgetiert gewesen sei. Ein grösserer Posten ist auch die Neugestaltung der Website des Vereins, welche unter der Leitung von Vorstandsmitglied Andres Homs vorgenommen wird.

Vom «Ringling» bis zum «Forum Höngg»

Unter dem letzten Traktandum «Verschiedenes» wurde aus dem Publikum das Wort zum geplanten Bau des «Ringling» ergriffen, und Maurizia Simioni, Vizepräsidentin des «Forums Höngg», erklärte, dieses sei zurück und habe für das aktuelle Jahr bis jetzt drei Veranstaltungen geplant. Zur Übergabe des Präsidentenamtes reichte Ueli Stahel «die zwei wichtigsten Dinge» an seinen Nachfolger Alexander Jäger weiter: den Postfachschlüssel und den Lagerschlüssel. Gleich dazu gab es auch einen grossen Geschenkkorb, was dem neuen Präsidenten fast etwas unwohl war: «Schon vor der Leistung Geschenke zu erhalten, ist ja eher ungewöhnlich», meinte er mit einem Augenzwinkern. Der Termin für die nächste Generalversammlung steht bereits fest, es ist der 1. Juni 2015.

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