Zwischennutzung für den Burrischopf gesucht

Der Burrischopf an der Wasserwerkstrasse in Zürich-Wipkingen kann ab Frühling 2024 für voraussichtlich drei Jahre zwischengenutzt werden. Der Quartierverein Wipkingen lanciert eine Ideensammlung.

Der Burrischopf wird voraussichtlich für drei Jahre zwischengenutzt. (Foto: Quartierverein Wipkingen)

Der 700 Quadratmeter grosse Burrischopf auf dem Letten-Areal, Wasserwerkstrasse 105, wird ab voraussichtlich 2027 zu einer Energiezentrale umgebaut. Bis zum Baustart soll er nun für eine Zwischennutzung vorbereitet werden, wie einer Medienmitteilung der Stadt Zürich zu entnehmen ist. Die dafür notwendigen baulichen Massnahmen beschränken sich auf kleinere Anpassungen zum Ausgleich der Traglast, auf die Sicherung von Brüstungen und auf die Verschiebung des Zufahrtstors.

Die Zwischennutzung des Burrischopfs wird in einem partizipativen Verfahren mit dem Quartier festgelegt. Der Quartierverein Wipkingen sammelt über seine Webseite wipkingen.net ab sofort und bis Ende Januar 2024 entsprechende Ideen. Der Zuschlag soll bis Ende Februar 2024 erfolgen.

In Anlehnung an das vom Gemeinderat überwiesene Postulat GR Nr. 2022/544 zum benachbarten Kesselhaus stehen selbstorganisierte kulturelle und politische Veranstaltungen sowie Selbsthilfewerkstätten im Fokus. Die Infrastruktur ist minimal, wie auf der Website des Quartiervereins Wipkingen nachzulesen ist. Der grosse Raum ist ungeheizt, das Dach ist nicht isoliert. Im Sommer könnte es darum für eine Nutzung zu heiss werden. Es sind keine WC-Anlagen vorhanden. Ziel ist, einen Verein zu gründen, der als Plattform zur Deckung möglichst vieler Nutzungsbedürfnisse aus dem Quartier dient. Der Quartierverein Wipkingen amtet dabei als “Geburtshelfer” mit seinem Know-how und seiner Vernetzung.

Laut Medienmitteilung eignet sich das unmittelbar an den Burrischopf anschliessende Kesselhaus aufgrund seines schlechteren Zustands nicht für eine Zwischennutzung. Die baulichen Massnahmen, die für einen sicheren Betrieb mit Publikum erforderlich sind, wären zu umfangreich. Die Eingriffstiefe wiederum würde auf Kosten der Nutzungsdauer gehen. Das Kesselhaus wird dem ewz deshalb weiterhin als einfacher Lagerraum überlassen.

Quellen: Medienmitteilung Stadt Zürich, Quartierverein Wipkingen

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