Zarte Farben treffen auf figurative Malerei

Ihre Werke sind unterschiedlich, dennoch treten sie gemeinsam auf: Die Kunstschaffenden RitaMaya Kaufmann und Dieter Hall begegnen sich im Frankental.

Bereit für Begegnungen: RitaMaya Kaufmann und Dieter Hall. (Foto: dad)

Es sind zwei verschiedene Stile, die ab Donnerstag im Atelier der Höngger Künstlerin RitaMaya Kaufmann zu sehen sind. Zwei unterschiedliche Sichtweisen, ebenso zwei Techniken, und doch sind sie miteinander verbunden, zumindest für vier Tage: Zum dritten Mal öffnet Kaufmann ihr Atelier beim Frankental unter dem Motto «Kunst braucht Zeit und Raum» für die Öffentlichkeit.

Nach Beatrice Vogler (2022) und Cécile Trentini (2023) ist es dieses Jahr der Künstler Dieter Hall, der in der Ausstellung zusammen mit Kaufmann Werke zeigt. «Ich kannte Dieter bereits als Künstler und wir haben eine gemeinsame Bekannte, die Kunsthistorikerin Yvonne Türler», sagt Kaufmann. So kam es, dass sie Hall einlud, denn das Zusammenspiel beider Werke, die beide Stimmungsbilder nennen, versprach spannend zu werden.

Bei Kaufmann sind es zarte Farben und ruhige Kompositionen, die zu sehen sind. «Ich habe einen eher schlichten Stil, es geht mir darum, Stimmungen zu übertragen», sagt sie. Die Farbe Blau ist dabei tonangebend. Das kommt nicht von ungefähr. «Ich habe fast immer am Wasser gewohnt, es ist jenes Element, dass mich zeit meines Lebens begleitet.» Es verwundert daher nicht, dass Kaufmann auch den Hochseeschein im Segeln besitzt.

Von New York zurück in die Schweiz

Dem gegenüber stehen die Bilder von Dieter Hall. Er versteht es, mit aussergewöhnlichen Motiven Geschichten zu erzählen und Alltäglichkeiten in einem neuen Licht erscheinen zu lassen. Auch ihm gefiel die Vorstellung von der Begegnung beider Werke. «Ich freue mich immer über eine Einladung zur Ausstellung und RitaMaya ist sehr sympathisch, da habe ich ohne zu zögern zugesagt», sagt er.

Seine Pastell- und Ölbilder sind der figurativen Malerei verpflichtet. «Das ist für mich das ganze Spektrum, sei es ein Porträt oder eine Landschaft», erklärt er. Zwei der Bilder zeigen sein früheres Badezimmer in New York, wo der Zürcher einst 30 Jahre lang lebte. Auf einem weiteren Bild ist ein Mann zu sehen, der sich abtrocknet. Da kommt ein verbindendes Element zu den Werken von Kaufmann ins Spiel – das Wasser.

Im Gespräch

Die vier Tage der Ausstellung leben auch vom Austausch: Kaufmann wie Hall werden stets anwesend sein und freuen sich auf schöne Begegnungen. Am vierten Tag der Ausstellung, dem Sonntag, werden sich beide dem «Artist Talk» stellen: Im Gespräch mit der Kunsthistorikerin Yvonne Türler verraten beide Kunstschaffenden mehr zu ihrer Person und ihrem künstlerischen Schaffen.

Kunst braucht Zeit und Raum

Eine Begegnung mit RitaMaya Kaufmann und Dieter Hall
Eröffnung: Donnerstag,
21. März, 16–19 Uhr
Ausstellung, 22. März–24. März (16–19 Uhr)
Artist Talk: Sonntag, 24. März,
um 15 Uhr, anschliessend Apéro
Atelier RitaMaya Kaufmann, Limmattalstrasse 386.

 

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