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Architektur

Wer baut was wo wie und warum?

21. September 2021 von

1964 wurde bis an die Stadtgrenze gebaut. Grosse Siedlungen sollten Wohnraum für die stark wachsende Bevölkerung bieten. Im Vergleich zu heute wirkt das Gebiet noch immer sehr locker bebaut.
Foto: ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv / Fotograf: Krebs, Hans / Com_FC24-8000-0009 / CC BY-SA 4.0

1964 wurde bis an die Stadtgrenze gebaut. Grosse Siedlungen sollten Wohnraum für die stark wachsende Bevölkerung bieten. Im Vergleich zu heute wirkt das Gebiet noch immer sehr locker bebaut.

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Online seit
21. September 2021

Printausgabe vom
23. September 2021
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Auf zahlreichen Spaziergängen entdeckten die Redaktorinnen, wie vielfältig die Architektur im Quartier ist. Weil sich niemand diesem Thema entziehen kann, lanciert der «Höngger» eine neue Serie dazu.

Der Architektur kann sich niemand entziehen. Ob draussen auf der Strasse oder in den eigenen Wohnräumen: Sie umgibt jeden Menschen permanent. Es ist so gut wie unmöglich, ihr völlig indifferent zu begegnen. Dabei geht es nicht nur um ästhetische Beurteilungen, also darum, ob etwas als schön oder hässlich empfunden wird. Sondern auch darum, ob es praktisch und so konzipiert ist, dass es die Aufgabe, die es hat, auch erfüllen kann. Denn wenn an den Bedürfnissen der Nutzer*innen «vorbeigebaut» wurde, macht sich das sofort bemerkbar. Wie ärgerlich, wenn die Abteilungen in der Ausziehschublade der Küche gerade knapp zu wenig hoch sind, um eine normalgrosse Flasche darin aufrecht zu lagern. Oder wenn das «Brünneli» im Badezimmer zwar sehr elegant aussieht, die raue Oberfläche sich aber nur schlecht reinigen lässt. Solche Beispiele lassen sich auch im öffentlichen Raum finden.

Nutzen und Geschichte
Jedes Gebäude erzählt ausserdem eine Geschichte über die Zeit, in der es entstand und über die Menschen, die sich darin aufhalten sollten. Gerade in Höngg finden sich zahlreiche Zeugen ganz verschiedener Baustile. Der «Höngger» wird in den kommenden Monaten verschiedene Gebäude im Quartier vorstellen, sich dem Sinn und der Aufgabe der Architektur philosophisch nähern, mit Architekt*innen über ihre Lieblingsstücke sprechen, hoffentlich Einblick in das eine oder andere Gebäude erhalten und mit etwas Glück im kommenden Frühjahr einige Führungen organisieren. Um es gleich vorwegzunehmen: Als Quartierzeitung wäre es anmassend, für sich in Anspruch zu nehmen, architektonische Fachartikel zu verfassen. Dafür gibt es renommierte und spezialisierte Zeitschriften wie das Hochparterre. Der «Höngger» nähert sich dem Thema, das omnipräsent ist, aus Laiensicht und aus purer Neugierde. Denn die Architektur in Höngg ist reich: Max Bill baute hier mit 24 Jahren sein erstes Haus. Es gibt zahlreiche Exemplare des Brutalismus, die nach Art von Le Corbusier gebaut wurden. Dann sind da aber auch weniger auffällige Gebäude, über deren Geschichte und Nutzung sich jedoch viel sagen lässt und andere, die für ihre innovative Bauweise ausgezeichnet wurden.

Gerne nimmt die Redaktion unter redaktion@hoengger.ch Wünsche oder Anregungen aus der Leserschaft entgegen, und macht sich, sofern möglich, auf die Suche nach der Geschichte bestimmter Häuser.

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21. September 2021

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