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Kinder & Jugend

Vier Tage mit Huhn und Co.

24. Oktober 2018 von

Foto: Dagmar Schräder

Pferdinand entsteht.

Foto: Dagmar Schräder

Maja erklärt den Kindern, wie man ein Pony sattelt.

Von

Online seit
24. Oktober 2018

Printausgabe vom
25. Oktober 2018
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Gemeinsam mit dem QuarTierhof führte das GZ Höngg in den Herbstferien ein viertägiges Ferienangebot für Primarschüler*innen durch. 22 Kinder durften das Leben der Ponys und Hühner auf dem QuarTierhof näher kennenlernen.

Die Begrüssung der aufgeregten Kinder, die sich am Montagmorgen früh um 9 Uhr in Begleitung ihrer Eltern auf dem Quartierhof einfanden, übernahm «Pippi»: Geduldig sass das zahme Hühnerküken, das von seiner Mutter verstossen worden und deshalb in Menschenobhut aufgewachsen war, auf der Schulter seiner Ziehmutter Jamila und liess sich bereitwillig von allen Ankömmlingen bestaunen und streicheln. Damit war das Eis schnell gebrochen und die bunt zusammengewürfelte Gruppe aus 22 Kindern von der zweiten bis zur sechsten Klasse konnte damit beginnen, sich und den QuarTierhof besser kennenzulernen.

Vom Apfelsaftpressen bis zur Seifenproduktion

Der Montagvormittag diente zunächst der Apfelsaftproduktion. Mit der grossen, mechanischen Mostpresse des QuarTierhofs konnten die Kinder unter Anleitung von Peter Bitter, einem Mitglied der Obstgruppe, ihren eigenen, leckeren Saft produzieren, den sie in den kommenden Tagen genüsslich konsumierten. Nach einer Hofführung und einigen Informationen zu Hühnern und Ponys teilten sich anschliessend die Teilnehmer*innen auf vier Gruppen à fünf oder sechs Kinder auf, die, betreut von einer jugendlichen Gruppenleiterin, in den folgenden Tagen abwechselnd verschiedene Werkstätten und Posten absolvierten. Natürlich mussten die Hühner gefüttert und vor allem ausgiebig liebkost werden, die Eintagsküken bestaunt, der Ponystall ausgemistet sowie die Ponys gestriegelt und geritten werden. Daneben wurden aber auch selbstgemachte Seifen produziert, Freundschaftsbänder geknüpft und kleine Kunstwerke aus Haselnussholz geschnitzt. Ein überaus bedeutender, sozusagen lebenswichtiger Posten war zudem das Kochen des Mittagessens am Feuer, das die Gruppen gemeinsam mit Dorothea Rios-Hofmann vom GZ zubereiteten. Abwechslungsreiche und allseits beliebte Menus wurden hier gezaubert – von der Couscous-Pfanne über die obligaten Spaghetti bis hin zum Rührei aus den eigenen Eiern. Und weil das Wetter in diesem Jahr alle Freiluftaktivitäten grosszügig unterstützt, konnte die Gruppe ihr Mittagessen stets gemütlich unter dem grossen Nussbaum des QuarTierhofs zu sich nehmen.

Ein vergängliches Kunstwerk

Doch damit war noch nicht genug: Gemeinsam mit Daniela Columberg, einer Künstlerin aus Höngg, machten sich die Kinder ausserdem daran, aus Lehm ein Pony in Lebensgrösse zu erstellen. Tagelang wurden Lehmklümpchen geknetet und aus Gründen der besseren Stabilität mit Stroh vermengt, auf das vorher angefertigte Holzgerüst aufgetragen und sorgfältig verschmiert, damit ja keine Risse im Ponykörper entstehen. Tatsächlich entstand bis zum Mittwoch ein Stück vergänglicher Kunst, das sich sehen lassen kann und nun noch – zumindest bis zum nächsten intensiveren Regenfall – im QuarTierhof zu bewundern ist.

Ein Hoch auf «Pferdinand»

Im Nu waren drei Tage vergangen und das Ferienangebot neigte sich bereits dem Ende zu. Selbstverständlich wurden auch am letzten Tag die Tiere versorgt, doch zusätzlich vergnügten sich die Kinder gemeinsam mit ihren Gruppenleiterinnen Shirin, Pascale, Maria Chiara und Jamila mit allerhand unterhaltsamen Gruppenspielen. Ausserdem konnten die Teams in einem kniffligen Postenlauf durch das ganze Quartier beweisen, was sie in den vergangenen Tagen über Hühner, Ponys und das Hofleben gelernt hatten. Und zu guter Letzt musste natürlich noch das Lehmpferd getauft werden: Nach einem intensiv geführten, aber stets fairen Abstimmungskampf setzte sich schliesslich «Pferdinand» als Name gegen alle Gegenvorschläge durch. Mit einem abschliessenden Schoggifondue wurden der Name und die erfolgreichen vier Tage ordentlich gefeiert. Danach hiess es Abschied nehmen von Pippi und Co. – doch nicht für immer: Wer mag, kann «Pferdinand» und all seine lebendigen Kumpanen natürlich auch weiterhin auf dem QuarTierhof besuchen.

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