Höngger.ch

11°C7°C am 3. April 2020
Vereine

Vereine im Austausch

10. Februar 2020 von

Im Sitzungssaal im Tertianum Residenz Im Brühl ist an diesem Dienstagabend jeder Stuhl besetzt. Tiziana Werlen, Vizepräsidentin des Quartiervereins Höngg, der diesen Anlass organisiert, ist zufrieden. «Wir hatten im Vorfeld nur etwa halb so viele Anmeldungen», meint sie. «Schön, dass doch noch einige Vetreter*innen der Höngger Vereine den Weg hierher gefunden haben». Einmal im Jahr lädt der QV Höngg die Höngger Vereine zu «Koordinations- und Austauschsitzung» ein, wobei die Koordination im digitalen Zeitalter über die Homepage des QVs abgewickelt wird, auf der die Veranstalter*innen ihre Anlässe selbständig eintragen können. Der Fokus liegt also eher auf dem Austausch, und da das Vereinsleben in Höngg einen hohen Stellenwert geniesst und von vielen gepflegt wird, kommen an so einem Abend je nach dem einige Leute zusammen. Da erfährt man zu Beispiel, dass der SVH schon über die Hälfte des Crowdfundings für ihr «Containerdörfli» zusammen hat, oder dass die Blasmusik in der Stadt einen Umzug plant und es noch Slots für interessierte Vereinsvertreter*innen gibt. Ausserdem informiert Alexander Jäger, Präsident des Quartiervereins, dass mit Wolfgang Minas ein neuer Anwärter auf den Vorstand anwesend sei. Dieses Jahr werde er, mit Unterstützung seiner Vorgängerin Jrène-Beatrix Rösli, den Räbeliechtliumzug organisieren. Zweite Lärmschutzmassnahme geplant Seit einigen Jahren wird das Treffen mit einem kurzen Referat eröffnet. Dieses Jahr ist Roland Spitzbarth, Präsident der Schiessplatzgenossenschaft Höngg, geladen und bringt Neuigkeiten vom Hönggerberg. Der Schiesssport polarisiert auch in Höngg. Doch an diesem Abend solle es nicht darum gehen, wer welche Meinung zum Schiessplatz habe, sondern um eine Information darüber, welche Veränderung in nächster Zukunft beim Schiessplatz zu erwarten sind, meinte Werlen. Spitzbarth berichtete über die geplanten Lärmschutzmassnahmen, die die Schiessgenossenschaft beschlossen habe. Lärmmessungen zwischen 2010 und 2012 hatten ergeben, dass es bei 21 Gebäuden in der Umgebung zu Lärmüberschreitungen kommt. In der Folge verfügte die Baudirektion des Kanton Zürichs den Einbau von Lärmschutzwänden zwischen den Lägern, sogenannten «Lägerblenden» aufzurichten, um den Mündungsknall auf 300, 50 und 25 Metern zu dämpfen. Diese Arbeiten sollen bis zum nächsten Winter abgeschlossen sein. Erst eine Umzonung nötig Die zweite Massnahme liegt weiter in der Zukunft. Als beim SV Höngg die Errichtung eines neuen Fussballfeldes Thema wurde, setzte man sich bei den Schützen dafür ein, dass dieses auf dem Maisfeld zwischen Werkhof und bestehendem Fussballfeld zu liegen käme. Denn dann könne dort ein zweiter Schallschutzwall errichtet werden, der den viel lauteren Überschallknall dämpfen würde. «Der Überschallknall ist der laute, giftige Knall, der dann auch in den Schrebergärten und bei Nordwind vor allem im Gebiet Riedhof und Heizenholz hörbar ist», erklärt Spitzbarth. Es besteht eine alte Forderung, diesen Lärm endlich zu dämmen, doch dafür muss erst eine Umzonung des betroffenen Gebietes vorgenommen werden. Diese wurde nun im Zusammenhang mit der Errichtung eines neuen Fussballfeldes für den SV Höngg zwar in die Wege geleitet. Allerdings kann eine Umsetzung erfahrungsgemäss zwei bis vier Jahre dauern. Abgesehen vom Lärmschutz dient der Wall auch der Sicherheit der Fussballspieler nebenan: Der neue Fussballplatz befindet sich nämlich teilweise in der Gefahrenzone. Jetzt kommen die Fundamente, im kommenden Jahr werden die Wände errichtet, aus finanziellen Gründen ist es nicht möglich, alles auf einmal zu realisieren. Im Anschluss an das Input Referat waren die Gäste zum Apéro entlassen, wo der Austausch weiterging. Die nächste Koordinations- und Austauschsitzung findet am Dienstag, 2. Februar 2021 im Tertianum Residenz Im Brühl statt.
Foto: Patricia Senn

Roland Spitzbarth, Präsident der Schiessplatzgenossenschaft, informiert über Lärmschutzmassnahmen auf dem Hönggerberg.

Foto: Patricia Senn

Der Austausch ging nach dem Referat beim Apéro weiter.

Von

Online seit
10. Februar 2020

Printausgabe vom
05. Februar 2020
Beitrag bewerten

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading...

Die jährliche Koordinations- und Austauschsitzung der Höngger Vereine bringt Engagierte zusammen. Roland Spitzbarth, Präsident der Schiessportgenossenschaft, informierte ausserdem über die Lärmschutzsanierung für den Schiessplatz auf dem Hönggerberg.

Im Sitzungssaal im Tertianum Residenz Im Brühl ist an diesem Dienstagabend jeder Stuhl besetzt. Tiziana Werlen, Vizepräsidentin des Quartiervereins Höngg, der diesen Anlass organisiert, ist zufrieden. «Wir hatten im Vorfeld nur etwa halb so viele Anmeldungen», meint sie. «Schön, dass doch noch einige Vetreter*innen der Höngger Vereine den Weg hierher gefunden haben». Einmal im Jahr lädt der QV Höngg die Höngger Vereine zu «Koordinations- und Austauschsitzung» ein, wobei die Koordination im digitalen Zeitalter über die Homepage des QVs abgewickelt wird, auf der die Veranstalter*innen ihre Anlässe selbständig eintragen können. Der Fokus liegt also eher auf dem Austausch, und da das Vereinsleben in Höngg einen hohen Stellenwert geniesst und von vielen gepflegt wird, kommen an so einem Abend je nach dem einige Leute zusammen. Da erfährt man zu Beispiel, dass der SVH schon über die Hälfte des Crowdfundings für ihr «Containerdörfli» zusammen hat, oder dass die Blasmusik in der Stadt einen Umzug plant und es noch Slots für interessierte Vereinsvertreter*innen gibt. Ausserdem informiert Alexander Jäger, Präsident des Quartiervereins, dass mit Wolfgang Minas ein neuer Anwärter auf den Vorstand anwesend sei. Dieses Jahr werde er, mit Unterstützung seiner Vorgängerin Jrène-Beatrix Rösli, den Räbeliechtliumzug organisieren.

Zweite Lärmschutzmassnahme geplant

Seit einigen Jahren wird das Treffen mit einem kurzen Referat eröffnet. Dieses Jahr ist Roland Spitzbarth, Präsident der Schiessplatzgenossenschaft Höngg, geladen und bringt Neuigkeiten vom Hönggerberg. Der Schiesssport polarisiert auch in Höngg. Doch an diesem Abend solle es nicht darum gehen, wer welche Meinung zum Schiessplatz habe, sondern um eine Information darüber, welche Veränderung in nächster Zukunft beim Schiessplatz zu erwarten sind, meinte Werlen. Spitzbarth berichtete über die geplanten Lärmschutzmassnahmen, die die Schiessgenossenschaft beschlossen habe. Lärmmessungen zwischen 2010 und 2012 hatten ergeben, dass es bei 21 Gebäuden in der Umgebung zu Lärmüberschreitungen kommt. In der Folge verfügte die Baudirektion des Kanton Zürichs den Einbau von Lärmschutzwänden zwischen den Lägern, sogenannten «Lägerblenden» aufzurichten, um den Mündungsknall auf 300, 50 und 25 Metern zu dämpfen. Diese Arbeiten sollen bis zum nächsten Winter abgeschlossen sein.

Erst eine Umzonung nötig

Die zweite Massnahme liegt weiter in der Zukunft. Als beim SV Höngg die Errichtung eines neuen Fussballfeldes Thema wurde, setzte man sich bei den Schützen dafür ein, dass dieses auf dem Maisfeld zwischen Werkhof und bestehendem Fussballfeld zu liegen käme. Denn dann könne dort ein zweiter Schallschutzwall errichtet werden, der den viel lauteren Überschallknall dämpfen würde. «Der Überschallknall ist der laute, giftige Knall, der dann auch in den Schrebergärten und bei Nordwind vor allem im Gebiet Riedhof und Heizenholz hörbar ist», erklärt Spitzbarth. Es besteht eine alte Forderung, diesen Lärm endlich zu dämmen, doch dafür muss erst eine Umzonung des betroffenen Gebietes vorgenommen werden. Diese wurde nun im Zusammenhang mit der Errichtung eines neuen Fussballfeldes für den SV Höngg zwar in die Wege geleitet. Allerdings kann eine Umsetzung erfahrungsgemäss zwei bis vier Jahre dauern. Abgesehen vom Lärmschutz dient der Wall auch der Sicherheit der Fussballspieler nebenan: Der neue Fussballplatz befindet sich nämlich teilweise in der Gefahrenzone. Jetzt kommen die Fundamente, im kommenden Jahr werden die Wände errichtet, aus finanziellen Gründen ist es nicht möglich, alles auf einmal zu realisieren.
Im Anschluss an das Input Referat waren die Gäste zum Apéro entlassen, wo der Austausch weiterging.

Die nächste Koordinations- und Austauschsitzung findet am Dienstag, 2. Februar 2021 im Tertianum Residenz Im Brühl statt.

Von

Online seit
10. Februar 2020

Printausgabe vom
05. Februar 2020
Beitrag bewerten

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading...

Kommentare

Hinterlassen Sie einen Kommentar.


500