Velovorzugsroute: Schriftliche Anfrage wurde eingereicht

Die Gemeinderäte Martine Zürcher-Böni (FDP), Wolfgang Kweitel (Die Mitte) und Selina Frey-Vos (GLP) stellen dem Stadtrat zur geplanten Velovorzugsroute Höngg–Wipkingen mehrere Fragen.

Martine Zürcher-Böni (FDP), Wolfgang Kweitel (Die Mitte) und Selina Frey-Vos (GLP). (Foto: zvg)

Die Linienführung der Velovorzugsroute Höngg–Wipkingen stösst in Höngg auf Skepsis. Die Gemeinderäte Martine Zürcher-Böni (FDP), Wolfgang Kweitel (Die Mitte) und Selina Frey-Vos (GLP) haben dazu am 30. September eine schriftliche Anfrage eingereicht.

Die Anfrage betrifft zunächst den Vogtsrain und die Nötzlistrasse. Letztere ist eine Tempo-30-Sackgasse und wird laut Anfrage faktisch als Begegnungszone genutzt. Bei schönem Wetter spielten dort Kinder; zusammen mit dem schmalen Vogtsrain sei die Strasse zudem Teil des Schulwegs zum Schulhaus Vogtsrain.

Starkes Gefälle

Besondere Fragen wirft das starke Gefälle von bis zu 16 Prozent auf. Dieses stelle hohe Anforderungen an das Zusammenspiel von Velofahrenden und zu Fuss gehenden Kindern – insbesondere bei Nässe, Schnee und Eis. Der Stadtrat soll darlegen, wie die Schulwegsicherheit untersucht wurde, welche Auswirkungen durch bergauf und bergab fahrende Velos erwartet werden und ob ein Verkehrssicherheitsaudit durchgeführt wurde oder vorgesehen ist.

Auch der geplante Abbau von Parkplätzen in der Nötzlistrasse wird thematisiert. Die Anfrage will wissen, wie künftig genügend Möglichkeiten für das kurzzeitige Halten und Parkieren sichergestellt werden sollen – etwa für die Spitex, Handwerksbetriebe, Lieferdienste oder mobilitätseingeschränkte Personen. Zudem wird gefragt, ob für die Nötzlistrasse eine Begegnungszone geprüft wurde.

Verworfene Einwendungen

Gemäss dem Einwendungsbericht vom September 2026 wurden von 19 Einwendungen zehn nicht, sechs teilweise und drei vollständig berücksichtigt. Vogtsrain und Nötzlistrasse bleiben Teil der vorgesehenen Route. Die Anfrage verlangt nun eine Erklärung, wie alternative Linienführungen geprüft und gegeneinander abgewogen wurden und welche Einwendungen zu Anpassungen des Projekts führten.

Weiter geht es um die Netzlogik der Route. Aus dem Quartier werde eine direkte Anbindung an die ETH Hönggerberg vermisst. Als mögliche Alternative wird unter anderem die bereits gut erschlossene Emil-Klöti-Strasse genannt. Zudem soll der Stadtrat aufzeigen, wie die Weiterführung Richtung Bucheggplatz und Zürich-Nord sowie die Querung der Rosengartenachse vorgesehen sind.

Kritisch hinterfragt wird auch das Teilstück Giacomettistrasse–Appenzellerweg–Appenzellerstrasse, für das ein strassenähnlicher Veloweg über bisheriges Kulturland entstehen soll. Schliesslich soll die Stadt darlegen, mit welchem heutigen und künftigen Veloverkehr sie auf der Route rechnet und wie sie deren Attraktivität bezüglich Steigung, Direktheit, Reisezeit und Sicherheit beurteilt.

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