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Unter Strom: Zu Besuch im «Hönggi»

5. November 2019 von

Rolf Studer, der Gesamtprojektleiter der Erneuerung vom ewz Unterwerk Hönggerberg, führte durch den Rundgang.
Foto: Daniel Diriwächter

Rolf Studer, der Gesamtprojektleiter der Erneuerung vom ewz Unterwerk Hönggerberg, führte durch den Rundgang.

Foto: Daniel Diriwächter

Der Transformator verwandelt die Energie von der 150 Kilovolt-Hochspannungsebene auf die Mittelspannungsebene von 22 Kilovolt.

Foto: Daniel Diriwächter

Vom sogenannten Kabelkeller aus, der einige Meter unter der Erde liegt, fliesst der Strom zum Verbraucher.

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Online seit
5. November 2019

Printausgabe vom
07. November 2019
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Die Stadt Zürich lud Interessierte zu einem Rundgang in das erneuerte ewz-Unterwerk Hönggerberg ein. Dieses versorgt Höngg sowie Teile von Affoltern mit Elektrizität.

Das Departement der Industriellen Betriebe der Stadt Zürich will der Bevölkerung die Innovationen und Entwicklungen in deren Umgebung aufzeigen. Unter der Leitung von Stadtrat Michael Baumer kann man bei Führungen erleben, wie die Versorgung mit Energie und Trinkwasser funktioniert und wie der öffentliche Verkehr organisiert wird. Der jüngste Rundgang führte Interessierte in das erneuerte ewz-Unterwerk Hönggerberg.
Rund 20 Personen fanden sich Ende Oktober ein, um zu erfahren, von wo der Strom in ihre Steckdosen gelangt. Baumer begrüsste die Anwesenden und erklärte, dass das Höngger Unterwerk, seit 1966 in Betrieb, das letzte der Stadt sei, das für die 1972 vom Stadtrat beschlossene Spannungserhöhung umgebaut wurde. «Es ist ein Meilenstein in der städtischen Energie-Geschichte», sagte er. Nach 50 Jahren musste zwingend die elektromechanische Ausrüstung erneuert werden, gleichzeitig wurde auch die Mittelspannung von elf auf 22 Kilovolt erhöht. Vor rund zwei Jahren fand der Spatenstich zur Erneuerung des Werks statt. Im August 2020 sollen alle Arbeiten beendet sein. Das Unterwerk Hönggerberg, das eines von 15 Unterwerken der Stadt ist, werde an Bedeutung gewinnen, denn die Quartiere Höngg und Affoltern wachsen, sagte Baumer. Dann übergab er das Wort an Rolf Studer, dem Gesamtprojektleiter der Erneuerung. Er hiess die Teilnehmenden willkommen im «Hönggi» – so wird das Unterwerk intern genannt.

Was, wenn ein Blitz einschlägt?

Staunend stand man zunächst noch im Freien vor einem der drei neuen Transformatoren, die die Energie von der 150 Kilovolt-Hochspannungsebene auf die Mittelspannungsebene von neu 22 Kilovolt umwandeln. Erstaunlich war, dass man nur ein leises Surren hörte. Viele der Anwesenden stellten interessiert ihre Fragen an Studer. Was würde passieren, wenn alle Höngger auf einmal kochen – das wäre kein Problem für das Unterwerk – oder was geschieht, wenn ein Blitz das Werk beschädigen würde – dann würde ein anderes Zürcher Unterwerk einspringen.
«Fassen Sie bitte nichts an und bleiben Sie zusammen», sagte Studer daraufhin lächelnd. Mit einem orangen Helm ausgerüstet, ging es hinein in den neuen monolithischen Bau. Der Projektleiter führte die Teilnehmenden durch einige Räumlichkeiten unter der Erde. Einblick bekam man beispielsweise in den sogenannten Kabelkeller, einem langen neugebauten Raum, in welchem sich dicke Kabel winden. «Von hier geht der Strom schliesslich zum Verbraucher», erklärte er. Kabel mit einer Länge von rund 70 Kilometern bringen die Elektrizität nach Höngg und Affoltern zu 64 Trafostationen, wo sie auf die Spannung für die heimischen Steckdosen umgewandelt wird. Der Verbrauch und die Produktion vom Strom müssen zudem immer gleich sein, was alle Viertelstunde kontrolliert werde. Eine Kontrolle, die jeder Energieversorger machen muss. Nach rund einer Stunde hatten alle Anwesenden einen guten Einblick in die Funktionen eines Unterwerks, dessen Kosten für die Erneuerung sich auf 23,5 Millionen Franken belaufen. Abgerundet wurde der Rundgang mit einem Applaus für Studer und seine anwesenden Mitarbeiter sowie einem feinen Apéro.

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