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Dorfleben

«Unser Überkonsum von Kleidern sollte überdacht werden»

24. November 2021 von

Podiumsteilnehmerin Marianne Tschanz stellt fair produzierte Kleidungsstücke aus dem Sortiment von Canto Verde vor.
Foto: zvg

Podiumsteilnehmerin Marianne Tschanz stellt fair produzierte Kleidungsstücke aus dem Sortiment von Canto Verde vor.

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Online seit
24. November 2021

Printausgabe vom
25. November 2021
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Die Lokalgruppe Höngg von Strike for Future und das GZ Höngg luden am vergangenen Samstag gemeinsam mit dem Pop-Up Kino Höngg und der Pfarrei Heilig Geist zu einem Slow Fashion Tag ein.

Um 16 Uhr öffneten die Türen zum Slow Fashion Tag mit dem Motto «We strike for future fashion». Neben einem gut besuchten Kleidertausch konnten ältere Kleidungsstücke in verschiedenen Workshops gefärbt, mit Stickereien geflickt oder mit Applikationen aufgewertet werden. Auch für das kulinarische Wohl war gesorgt. Kaffee und Kuchen luden während des Kleidertauschs zu einer Pause oder einem Gespräch ein und ab 18 Uhr gab es eine wärmende Gemüsesuppe, die vom Bioladen canto verde gesponsert wurde.

Die wahren Kosten von Fast Fashion

Ab 19 Uhr zeigte das Pop-Up Kino Höngg den Film «The true cost». Dieser zeigt eindrücklich auf, wer und was alles hinter der heutigen Kleiderindustrie steht, welche Kleidungsstücke oft unter sehr schlechten Arbeitsbedingungen billig produziert und durchschnittlich gerade mal viermal getragen werden. Anschliessend gab es eine spannende Podiumsdiskussion mit vier geladenen Gästen: Marianne Tschanz, Verantwortliche für das nachhaltige Textilsortiment im canto verde, stellte zwei Outfits vor. Paula Fröhlich beschrieb, wie sie als junge Klimastreikende ihre Freude an Mode mit ihrem Engagement für eine auch in Zukunft lebenswerte Welt verbinden lässt, indem sie auf schöne Einzelstücke – meist von Flohmärkten oder Freunden – statt auf Massenware setzt. Mark Starmanns, Gründer des Fair Fashion Networks, und Martina Unternährer, Gründerin von Storyfabrics, zeigten die Herausforderungen der Industrie, aber auch die Möglichkeiten von Konsument*innen auf: Kleider bewusst und verantwortungsvoll kaufen und am Ende des Gebrauchs tauschen, verkaufen und/oder upcyclen. Der Überkonsum von Mode müsse unbedingt überdacht werden, da waren sich alle Podiumsteilnehmer*innen einig.

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