Tramlinie 17 soll weiterhin verkehren

Der Stadtrat setzt sich dafür ein, dass die Linie 17 auch nach der Inbetriebnahme der Tramverbindung Hardbrücke ganztägig verkehrt und dass der ZVV die daraus entstehenden Kosten von 3,5 bis 4 Millionen Franken pro Jahr übernimmt.

Die Linie 17, hier bei der Haltestelle Hardturm, soll weiterhin bis zum HB verkehren - sofern der ZVV mit zieht.

Im Juli 2014 hat die IG Hardturm dem Stadtrat eine Petition für die Beibehaltung der Tramlinie 17 vom Werdhölzli zum Hauptbahnhof übergeben. Die Linie verschafft der Bevölkerung in den Quartieren Hardturm und Grünau eine direkte Verbindung zu Limmatplatz und Hauptbahnhof.
Im Rahmen ihrer Studie zur Netzentwicklung 2030 haben die VBZ die künftige Tramlinienführung im Raum Zürich-West vertieft analysiert. Dabei hat sich gezeigt, dass die Verkehrszunahme zumindest im Raum Limmatstrasse in den Hauptverkehrszeiten neben den Linien 4 und 8 eine dritte Linie erfordert. Da in Zukunft aber mit einer weiteren Steigerung der Nachfrage zu rechnen ist, fassen die VBZ einen ganztägigen Betrieb der Linie 17 ins Auge. Diesen wollen sie auch nach der Inbetriebnahme der Tramverbindung Hardbrücke im Dezember 2017 aufrechterhalten. Zu den Morgen- und Abendspitzen soll die Linie 17 als Verstärkung der Linie 13 weiterhin bis zum Albisgütli verkehren. Mit diesem zusätzlichen Angebot können die VBZ die künftige ÖV-Nachfrage in Zürich-West decken, und die Anliegen der Petition sind erfüllt.

Stadtrat will sich einsetzen

Der Stadtrat wird sich beim ZVV für die ganztägige Führung der Linie 17 einsetzen. Die daraus entstehenden Mehrkosten von 3,5 bis 4 Millionen Franken pro Jahr hält er für vertretbar, da das Zusatzangebot dem Gebiet Zürich-West auch einen grossen Nutzen bringt.
Gleichzeitig mit der Antwort an die Petitionärinnen und Petitionäre hat der Stadtrat in einem Schreiben an Regierungsrat Stocker seine Forderung für die Zukunft der Linie 17 bekräftigt. Den abschliessenden Entscheid wird nämlich der ZVV beziehungsweise der Verkehrsrat des Kantons fällen. «Die IGAWB freut sich über diesen Entscheid des Stadtrates sehr und hofft nun, dass auch der ZVV dieser Forderung nachkommt», sagt IGAWB-Präsident Martin Zahnd gegenüber dem «Höngger» auf Anfrage.

Weitere Informationen
Der «Höngger» berichtete in der Ausgabe vom 14. August 2014 über die Petitionsübergabe. Im Archiv unter www.hoengger.ch ist der Artikel nachzulesen.

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