Stefan Büsser war für die «Sternenwochen» in Höngg

Die UNICEF-Sammelaktion für Kinder in Not erhält Unterstützung von vielen Prominenten. In Höngg dabei war Stefan Büsser, der verriet, dass er sich hier fast wie zuhause fühlt.

Die UNICEF-Sammelaktion «Sternenwochen» fand Ende November auch in Höngg statt. Neva, Aiko, Gioia und Magali erhielten prominente Unterstützung: Der Moderator und Comedian Stefan Büsser leistete den Mädchen Gesellschaft. (Foto: Daniel Diriwächter)

Das Wetter meinte es nicht gut, als sich die vier Höngger Mädchen Neva, Aiko, Gioia und Magali am vergangenen Donnerstag bereit machten, um selbstgemachte Guetzli, Cupcakes und Armbänder an der Regensdorferstrasse zu verkaufen. Schnee und Regen waren angesagt. Aber egal, schliesslich sammelten sie für Kinder und ihre Familien in Bangladesch, deren Leben zunehmend durch den Klimawandel gefährdet ist. Ausserdem erhielt das Quartett prominente Unterstützung: Der Moderator und Comedian Stefan Büsser reiste an, um den Mädchen Gesellschaft zu leisten.

Die hiesige Sammelaktion stand unter dem Motto «Kinder helfen Kindern» und ist Teil der «Sternenwochen» von UNICEF und der «Schweizer Familie». Seit 20 Jahren finden diese statt, heuer wurde das Jubiläum gleich mitgefeiert. Für die Aktion sind kreative Ideen gefragt: Vom Kuchenstand auf dem Dorfplatz bis hin zum Spendenlauf oder einer Musikaufführung. Oder eben mit Guetzli und Promis im Schneeregen.

«Fast wie Heimkommen»

«Das ist keine Schönwetter-Aktion», sagte Stefan Büsser gegenüber der «Höngger Zeitung», es gehe um eine ernste Sache. «Wir haben das Privileg, in einem der wohlhabendsten Länder der Erde zu wohnen, dieses Glück haben nicht alle Menschen», so Büsser. Deshalb sei es wichtig, gemeinsam mit den Kindern ein Zeichen zu setzen und zu sammeln. Er ist in bester Gesellschaft: Auch Tina Weirather, Rob Spence, Kunz, Arina Lusia oder Sandra Studer sind an anderen Orten dabei.

Dass Büsser für die Sammelaktion in Höngg zugeteilt wurde, war ein Zufall, wie er sagte. Er kenne das Quartier bereits: «Ich habe einmal hier gewohnt, oben am Kettberg, und es ist ein bisschen wie ein Heimkommen», sagt er. Voll des Lobes ist er über die vier Mädchen, die er begleiten darf. «Ich bin beeindruckt, wie freundlich sie auf die Leute zugehen, wie fleissig und gutgelaunt sie das machen», so der Comedian. 

Neva, Aiko, Gioia und Magali sind bereits geübt, es ist schon das dritte Mal, dass sie bei den «Sternenwochen» mitmachen. «Wir haben damals im Spick von der Aktion erfahren», erinnert sich Neva. Also habe sie sich darüber informiert und freue sich nun, auch in diesem Jahr dabei zu sein. Seit Oktober haben die Mädchen immer wieder in Höngg gesammelt. «Begonnen haben wir mit Guetzli-Säcklein, bis wir herausgefunden haben, dass die Leute lieber selbst einzelne Cookies kaufen oder sich selber ein Säcklein zusammenstellen», erklärt Neva. 

Sternenwochen 2023

Die Situation in Bangladesch ist laut UNICEF ernst: Der steigende Meeresspiegel und überschwemmte Flüsse rauben den Menschen die Lebensgrundlage. Viele suchen Zuflucht in Slums, doch gerade dort gibt es kaum Zugang zu sauberem Wasser oder einem funktionierenden Abwassersystem, was zur Ausbreitung gefährlicher Krankheiten führen kann. Mit der Hilfe der «Sternenwochen» soll der Zugang zu sauberem Trinkwasser durch eine klimaresistente Wasserversorgung gewährleistet werden. Ausserdem werden stabile sanitäre Anlagen und ein Klärsystem für Abwasser gebaut.

Die «Sternenwochen» haben mittlerweile viel bewirken können: Seit 2004 haben über 130’000 Kinder rund 8,3 Millionen Franken gesammelt und damit eindrücklich ihre Solidarität für notleidende Kinder demonstriert. Die kreativsten Sammelideen werden jedes Jahr im Frühjahr mit dem «Sternenwochen Award» bei der Preisverleihung im Zürcher Schauspielhaus ausgezeichnet. Die Aktion dauert noch bis Weihnachten.

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