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Rettungsschwimmer des Jahres 2020

7. Mai 2021 von

Für seinen Einsatz zur Erhöhung der Sicherheit am Höngger Wehr wurde Martin Kömeter von der SLRG ausgezeichnet.
Foto: zvg

Für seinen Einsatz zur Erhöhung der Sicherheit am Höngger Wehr wurde Martin Kömeter von der SLRG ausgezeichnet.

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Online seit
7. Mai 2021

Printausgabe vom
20. Mai 2021
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Jedes Jahr zeichnet die Schweizerische Lebensrettungs-Gesellschaft (SLRG) eine*n Rettungsschwimmer*in für ihren besonderen Einsatz aus. Im Jahr 2020 ging die Ehre an Martin Kömeter aus Höngg.

Rettungsschwimmen ist sein Hobby und seine Leidenschaft: bereits seit fast vierzig Jahren ist Martin Kömeter in der Wasserrettung aktiv und engagiert sich freiwillig bei der Schweizerischen Lebensrettungsgesellschaft. Bereits seine Eltern hatten sich über das Rettungsschwimmen kennengelernt, so dass er und seine drei Geschwister schon von Kindsbeinen an mit der Sportart vertraut waren. Sein Vater war es auch, der 1984 die SLRG Sektion Höngg gründete, in der Kömeter viele Jahre Präsident war und nun als Vizepräsident amtiert.

«Hotspot» Höngger Wehr

Eines seiner aktuellsten Anliegen in seiner Funktion als Rettungsschwimmer ist es, die Situation am «Hotspot» Höngger Wehr zu verbessern. Es sind nicht nur die vielen Badegäste, die in den warmen Monaten im Fokus der Rettungsschwimmer*innen stehen, sondern auch die zunehmende Zahl an Gummibootfahrer*innen, die sich bei schönem Wetter die Limmat heruntertreiben lassen. Immer wieder kam es in der Vergangenheit zu Unfällen und brenzligen Situationen rund um das Höngger Wehr.

«Gummibötler» in Gefahr

Insbesondere im vergangenen Jahr hat sich aufgrund der Pandemie und dem Lockdown die Lage hier deutlich verschärft. Viele der Bootsausflügler*innen lassen ihr Bötchen mittlerweile bereits in Wipkingen zu Wasser, fahren bis zum Höngger Wehr, steigen hier kurz aus und nehmen ihre Fahrt dann unterhalb des Wehrs wieder auf. Ein nicht ganz ungefährliches Unterfangen, da gerade ungeübte Bootsfahrer*innen oftmals gefährlich nahe an die Wasserwalzen des Wehrs geraten. Wer in dieses «Weisswasser» gerät, kann sich meist aus eigener Kraft nicht mehr befreien, denn in diesen Wasserstrudeln trägt das Wasser nicht, sondern zieht die Betroffenen in die Tiefe. Gemeinsam mit der Wasserschutzpolizei der Stadt Zürich versuchten die engagierten Rettungsschwimmer der SLRG daher im letzten Sommer, die Bevölkerung für die Gefahren zu sensibilisieren.

Rettungsschwimmer mit «rettenden» Ideen

Eine Gruppe, bestehend aus Stadtpolizei, Wasserschutzpolizei, ewz und anderen Institutionen, prüft nun laufend die Situation am Wehr und erarbeitet Präventivmassnahmen, welche schnellstmöglich umgesetzt werden.
Auf Initiative Kömeters hin wurden infolgedessen Eisenketten an die Wände des Wehrs montiert, an denen sich die Ausflügler*innen mit ihren Gummibooten im Notfall festhalten können, wenn sie den rechtzeitigen Ausstieg verpasst haben. Für diesen Sommer plant die Gruppe des Weiteren die Installation einer Reihe von Bojen, die den Weg zum letztmöglichen Ausstieg noch besser signalisieren sollen. Auch eine zusätzliche Ausstiegsstelle wäre seines Erachtens sehr sinnvoll, da die einzige momentan vorhandene Stelle viel zu nahe am gefährlichen Wehr ist. Bei starkem Andrang herrscht hier grosses Chaos und die Gummiboote stauen sich. (Zu den Massnahmen der Stadtpolizei zur Sicherung des Wehrs berichtete der «Höngger» am 24.2.)

Auszeichnung für Engagement

Aufgrund seines grossen Einsatzes und seiner Verdienste um die Erhöhung der Wassersicherheit, wurde Kömeter im vergangenen Jahr für die Wahl zum Rettungsschwimmer des Jahres vorgeschlagen. An der Delegiertenversammlung, die nach mehrmaligem Verschieben erst im diesjährigen Frühling stattfinden konnte, wurde ihm der Titel nun verliehen.  

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