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Reduktion der blauen Zone an der Segantinistrasse

10. Mai 2019 von

Zum Ärger vieler Anwohner*innen sollen rund die Hälfte der Parkplätze in der blauen Zone verschwinden.
Foto: Lina Gisler

Zum Ärger vieler Anwohner*innen sollen rund die Hälfte der Parkplätze in der blauen Zone verschwinden.

Hier sollen Parkplätze entfernt werden, zusätzlich soll auf der linken Seite das Trottoir verbreitert werden und rechts wird ein Baum gepflanzt.

Foto: Lina Gisler

Der Fuss- und Veloweg soll verbreitert werden.

Von

Online seit
10. Mai 2019

Printausgabe vom
16. Mai 2019
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An der Segantinistrasse sollen knapp die Hälfte der Parkplätze in der blauen Zone entfernt werden. In einem Mitwirkungsverfahren gemäss Paragraph 13 des Strassengesetzes können Einwohner*innen nun bis Ende Mai Einwendungen vorbringen.

Das Tiefbauamt der Stadt Zürich plant, 87 der 181 bestehenden Parkplätze ersatzlos aufzuheben. Hinzu kommen eine Verbreiterung des Trottoirs und eine teilweise Versetzung und Erneuerung öffentlicher Beleuchtung sowie eine Erneuerung des Strassenbelags und der Werkleitungen. Zwischen den Nummern 15 und 36 soll ein neuer Fuss- und Radweg entstehen. Zusätzlich sollen an der Strasse zwölf neue Bäume gepflanzt werden.
Wie schon im Fall der blauen Zonen am Kettberg (Höngger vom 2. Mai) hat sich eine Interessengemeinschaft (IG) aus Anwohner*innen gebildet, die sich gegen diese Eingriffe, insbesondere gegen eine Reduktion der öffentlichen Parkplätze, wehrt. In einem Schreiben an die Anwohnerschaft der Segantinistrasse informierte die IG über die geplanten Veränderungen und fasste ihre Argumente gegen solche Pläne zusammen. Angesichts der vielen Anwohnerparteien – laut Interessengemeinschaft sind es rund 2’800 Anwohner*innen – sei die jetzige Anzahl Parkplätze angemessen. Hinzu kommt die zukünftig erwartete Wohnraumverdichtung, die weitere Anwohner*innen mit sich bringen wird. Besonders für ältere Personen seien diese Parkplätze, gerade durch die Hanglage, nötig. Zahlreiche alte Liegenschaften verfügen über keinerlei Besucherparkplätze, Besuche würden also durch eine reduzierte Anzahl Parkplätze erschwert. Zusätzlich ist mit der Linie 38 als ÖV-Anschluss das gleiche Problem vorhanden wie am Kettberg: Der Bus fährt nur im Halbstundentakt und bis 20 Uhr. Gleichzeitig finden nur Zu- und Wegfahrten statt, da die Strasse an zwei Orten in eine Sackgasse führt, eine Verkehrsberuhigung ist laut IG nicht nötig. Auch der HGH und GVZ wehren sich gegen die ersatzlose Auflösung der blauen Parkplätze. Ihrer Meinung nach werde es für das Gewerbe immer schwieriger, den Kunden zu bedienen.

Noch bis zum 27. Mai können sich Anwohner*innen am Mitwirkungsverfahren beteiligen.
Die Planauflage dauert von Freitag, 26. April bis und mit Montag, 27. Mai 2019. Die Auflagedokumente unter www.stadt-zuerich.ch/planauflagen

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