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Kultur

Pop-up-Kino in Höngg

25. März 2020 von

Der Film "The Clean Bin Project" lockte einige Interessierte an.
Foto: Dagmar Schräder

Der Film "The Clean Bin Project" lockte einige Interessierte an.

Foto: Dagmar Schräder

Organisatorin und Besucherinnen im Gespräch.

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Online seit
25. März 2020

Printausgabe vom
26. März 2020
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An verschiedenen Orten in Höngg organisiert eine Gruppe freiwillig engagierter Höngger*innen in den kommenden Monaten Kinoabende zu nachhaltigen Themen. Den Anfang machte der Film «The Clean Bin Project» am 7. März im CaBaRe.

Der Begriff «Nachhaltigkeit» ist mittlerweile in aller Munde. Doch was heisst das eigentlich und wie lässt sich Nachhaltigkeit für den Einzelnen überhaupt konkret umsetzen? Welche Projekte lassen sich im Kleinen, im Quartier realisieren? Gibt es hier in Höngg etwa bereits vorhandene Projekte oder gute Ideen, die noch Unterstützung brauchen? Diesen und ähnlichen Fragen gingen im vergangenen Jahr drei Workshops nach, die der Verein «Transition Zürich» gemeinsam mit dem GZ Höngg durchführte und zu dem alle am Thema Interessierten eingeladen waren.

Filme schauen, diskutieren, etwas bewegen

Eines der konkreten Projekte, das aus der Fülle an Ideen aus diesen Treffen resultierte, ist das «Pop-up-Kino Höngg». Jenny Bolliger, Patricia Tovar und Dirk Hosenfeld sind die drei Organisator*innen, die die Höngger*innen in diesem Jahr an vier Daten zu einem Kinoabend einladen. Ihr Ziel ist es nicht nur, gemeinsam über ökologische und soziale Themen zu informieren, sondern auch eine Vernetzung zu schaffen und zum Handeln anzuregen. Filmmaterial und Unterstützung für die Auswahl erhalten die drei vom Verein «Filme für die Erde», alles andere organisieren sie in Eigenregie. Jeder Abend soll ein spezifisches Thema behandeln, zu dem jeweils ein passendes Rahmenprogramm stattfinden wird – von Referaten über gemeinsames Kochen bis zu Upcycling-Events.

Die Kunst, keinen Abfall zu produzieren

Die Premiere des Pop-up-Kinos fand am 7. März im Café CaBaRe im Rütihof statt. Gezeigt wurde «The Clean Bin Project», ein kurzweiliger Dokumentarfilm, in dem ein Paar das Experiment startet, während eines ganzen Jahres möglichst gar keinen Abfall mehr zu produzieren. Direkt anschliessend an den Film erklärte Tara Welschinger, Geschäftsführerin vom «Foifi», einem der Zerowaste-Läden in Zürich, den rund 20 interessierten Gästen, wie sie persönlich es schafft, pro Jahr lediglich einen 17-Liter-Zürisack mit Abfall zu füllen. Die Quintessenz des spannenden Abends: Es geht alles, wenn man es nur möchte. Abfallvermeidung und Verzicht auf Verpackungen bedeutet zwar einen gewissen Aufwand und Vorbereitung, ist aber für alle Produkte des täglichen Bedarfs machbar.

Klima, Foodwaste und Bekleidungsindustrie als nächste Themen

An den nächsten Veranstaltungen dürfen ähnlich aufschlussreiche Erkenntnisse erwartet werden – inklusive konkreten Tipps, welchen Beitrag jeder einzelne leisten kann. Sie werden die Themen Klimawandel, Foodwaste und die Problematiken der Bekleidungsindustrie behandeln. Dabei kann die ursprünglich für Ende März geplante Vorführung von «The Human Element» leider aufgrund der Coronakrise nicht wie geplant stattfinden, der Film wird aber ab dem 20. März online zur Verfügung stehen. Im September und Oktober wird das Pop-up-Kino dann hoffentlich wieder durchgeführt werden können. 

Pop-up-Kino Höngg
Ab 20. März: «The Human Element», online auf: https://filmsfortheearth.org/de
«Taste the Waste», 19. September, Pfarreizentrum Heilig Geist, inklusive Kochevent
«True Cost», 24. Oktober, GZ Höngg, inklusive Upcycling-Workshop
Ausserdem: Die von «Transition Zürich» erstellte Nachhaltigkeitskarte von Höngg kann im GZ Höngg weiterhin bezogen werden.

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