Motion eingereicht: Ein drittes Fuss­ballfeld für den «Hönggi»?

Eine Motion beauftragt den Stadtrat, die Pläne für ein zusätzliches Fussballfeld voranzutreiben. Ein Schutzwall zum Schiessportzentrum, der das Vorhaben möglich machen könnte, wird bislang von der Stadt abgelehnt.

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Die Gemeinderäte Ronny Siev (GLP) und Andreas Egli (FDP) machen sich stark für einen dritten Fussballplatz. (Foto: zvg)

Die Gemeinderäte Ronny Siev (GLP, als Erstunterzeichner) und Andreas Egli (FDP) haben eine Motion eingereicht, die den Stadtrat beauftragt, eine «kreditschaffende Weisung» vorzulegen, um auf dem Sportplatz Hönggerberg ein drittes Fussballfeld zu erstellen. Dieses soll auf dem angrenzenden Grundstück Richtung Schrebergärten und Wald liegen.

Der neue Platz soll durch eine Verlängerung des sogenannten Schutzwalls zwischen Schiessplatz und dem bestehenden Kunstrasenplatz oder durch «sonstige Elemente» geschützt werden, sodass auch während der Schiesszeiten Fussball trainiert und gespielt werden kann.

Egli und Siev begründen ihre Motion damit, dass der Sportverein Höngg (SVH) jedes Jahr unzählige Kinder abweisen müsse, da nicht genügend Fussballplätze zur Verfügung stünden.

Sie verweisen auch auf die Zonenplanänderung «Allmend Hönggerberg» vom 20. Februar 2022 (der «Höngger» berichtete), in welcher der Bedarf nach einem dritten Sportplatz betont wird (auch die Sanierung des ostseitigen Sandplatzes gehört in diesen Plan).

«Nicht zulässig»

Das dritte Rasenspielfeld, das auf einer Parzelle der Stadt Zürich liegt, befindet sich laut dem erläuternden Bericht der Zonenplanänderung «teilweise im entfernteren Seitengelände der Schiesssportanlage» (Gefahrenzone 3), es gelte dort ein «beschränktes Bauverbot» und während des Schiessbetriebs sei eine Nutzung des Rasenspielfeldes verboten. Mit dem Baugesuch seien entsprechende organisatorische Schutzmassnahmen nachzuweisen.

Aber: Deutlich in Erscheinung tretende bauliche Massnahmen wie ein Schutzwall oder eine Mauer seien aus Gründen des Landschaftsschutzes nicht zulässig.

Egli und Siev halten in der Motion hingegen fest, dass ein Schutzwall ökologisch wertvoll sowie biodiversitätsfördernd gestaltet und bepflanzt werden könne – ähnlich dem bestehenden Schutzwall. Zudem würde ein solcher die Lärmbelastung für die Höngger Bevölkerung reduzieren.

Der SVH begrüsst die Motion, ebenso die Schiessplatzgenossenschaft

Der SVH begrüsst das Vorgehen der beiden Politiker, wie Präsident Martin Gubler dem «Höngger» erklärt. Das besagte Grundstück wäre als Fussballplatz eine dringend notwendige und ideale Erweiterung. Die Verlängerung des Schutzwalls mache entgegen den Auflagen aus seiner Sicht durchaus Sinn.

Und: Tatsächlich ist es so, dass der Höngger Sportverein aktuell nicht alle Kinder, Mädchen und Knaben, aufnehmen könne oder diese auf eine Warteliste setzen müsse. Dies habe primär mit der Anzahl der Fussballplätze zu tun, die aufgrund der aktuellen Aus- und Überbelastung nicht zusätzlich belegt werden können.

Die Schiessplatzgenossenschaft Höngg, die das Zentrum auf dem Hönggerberg betreibt, verweist auf Anfrage des «Hönggers» auf die «BZO Teilrevision Allmend Hönggerberg» und sieht diese kritisch. Ohne den angedachten Plan einer Verlängerung des Schutzwalls links von der Allmend sei ein gleichzeitiger Fussball- und Schiessbetrieb nicht möglich, so deren Stellungnahme.

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1 Kommentare


A. Regez

11. Februar 2026  —  20:33 Uhr

Stellt den Schiessbetrieb ein , dann hat sich das Problem erledigt.
Baut endlich unterirdische Schiessanlagen.

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