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Leitartikel

Mehrere Rettungseinsätze auf der Limmat am Wochenende

12. Juli 2021 von

Die Limmat führt immer noch viel Wasser, die Polizei rät dringend vom Schwimmen und Böötlifahren ab.
Foto: zvg

Die Limmat führt immer noch viel Wasser, die Polizei rät dringend vom Schwimmen und Böötlifahren ab.

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12. Juli 2021

Printausgabe vom
15. Juli 2021
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Von Freitagnachmittag bis Sonntagabend galt ein striktes Böötli- und Badeverbot auf der Limmat. Beim Dynamo kam es zu einer spektakulären Rettung mit Helikoptereinsatz und am Höngger Wehr gerieten zwei Personen in die Wasserwalze.

«Ab sofort bis und mit Sonntag, 11. Juli, ist es verboten, sich auf dem Gebiet der Stadt Zürich die Limmat hinuntertreiben zu lassen», so lautete die Medienmitteilung, die die Wasserschutzpolizei Zürich am Freitag, 9. Juli, um 15.04 publizierte. Jegliches Befahren mit Schiffen auf der Sihl ab der Zollbrücke bis zum Einfluss in die Limmat und auf der Limmat ab dem Lettenwehr bis zum Höngger Wehr, seien verboten, dasselbe gelte auch für Baden und Schwimmen. Vom Schwimmverbot ausgenommen waren die Flussbäder Oberer und Unterer Letten sowie Au Höngg. Kurz zuvor war bei der Stadtpolizei eine Meldung eingegangen, dass sich ein Schwimmer an einem Baum in der Limmat, unterhalb des Wehrs beim Dynamo, festhalte. Aufgrund der starken Strömung der Sihl und der Limmat, die in diesem Bereich zusammenfliessen, gestaltete sich eine Rettung als äusserst aufwendig. Einem Bademeister vom Flussbad Oberer Letten gelang es, zum Mann zu schwimmen und diesen über Wasser zu halten. Die Wasserschutzpolizei konnte in der Folge mit einem kleinen Rettungsboot zu den Personen vorstossen und diese aufnehmen. Es war aber nicht möglich, das Boot ans Ufer zu ziehen, weshalb man es mit der Strömung ein Stück flussabwärts treiben liess. Schliesslich musste ein Rettungshelikopter der Rega den 69-jährigen Mann an der Seilwinde aus seiner misslichen Lage befreien und am Ufer in die Obhut der ausgerückten Rettungssanitäter und einem Notarztteam übergeben. Der Patient wurde erstmedizinisch versorgt und mit leichten Verletzungen zur weiteren Abklärung in ein nahegelegenes Spital gebracht.

Trotz Verbot ins Wasser – Rettung am Höngger Wehr

Trotz der offensichtlich gefährlichen Situation und der ausgeschilderten Bade- und Böötliverbote gibt es immer wieder Leute, die dumm genug sind, sich selber in Gefahr zu bringen. So geschehen am Sonntagnachmittag, kurz nach 17.45 Uhr, als drei Personen beim Höngger Wehr in eine lebensbedrohliche Lage gerieten. Die Frau und die beiden Männer wollten ihr Boot beim letzten Ausstieg vor dem Höngger Wehr aus dem Wasser nehmen. Aufgrund des hohen Wasserdrucks zog es das Boot samt Personen jedoch von der Ausstiegsstelle weg in Richtung Wehr. Einer der beiden Männer konnte sich noch vor dem Wehr an einer Eisenstange bei der Auswasserungsrampe festhalten und sich so in Sicherheit bringen. Der zweite Mann und die Frau wurden über das Wehr gespült und gerieten in die Wasserwalze. Nur durch Glück entkamen die beiden der lebensgefährlichen Situation und konnten dem Sog der Wasserwalze entfliehen. Die drei Personen, alle wohnhaft in Kanton Zürich, wurden durch die angeforderte Sanität von Schutz & Rettung Zürich betreut, mussten aber nicht in Spitalpflege gebracht werden.

Das Bade- und Böötliverbot ist aktuell nicht mehr in Kraft. Doch noch immer beträgt die Abflussmenge rund 300 Kubikmeter pro Sekunde. Deshalb rät die Stadtpolizei weiterhin dringend von Boot- oder Schwimmtouren auf und in der Limmat ab.

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