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Ratgeber

Kopfläuse bei Kindern

22. Juni 2020 von

Susanne Wolf, Apotheke Zürigsund im Brühl AG, medinform zertifizierte Kinderapotheke, Apothekerin und Geschäftsführerin
Foto: zvg

Susanne Wolf, Apotheke Zürigsund im Brühl AG, medinform zertifizierte Kinderapotheke, Apothekerin und Geschäftsführerin

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Online seit
22. Juni 2020

Printausgabe vom
25. Juni 2020
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Kopfläuse sind auf der ganzen Welt verbreitet. Sie werden fast ausschliesslich durch direkten Haarkontakt übertragen.

Eine Übertragung findet also statt, wenn zwei Köpfe so nahe beieinander sind, dass die Laus von Haar zu Haar wandern kann. Kopfläuse haben weder mit mangelnder Hygiene zu tun noch können sie Krankheiten übertragen.
Wie findet man heraus, ob ein Kind Läuse hat? Nach dem Haarewaschen trägt man etwas Conditioner auf und streicht mit einem Laus- und Nissenkamm Strähne für Strähne durch das ganze Haar und streift den Kamm an einem hellen Tuch ab. Eier sind dunkelbraun, Läuse und Larven durchsichtig-grau oder rötlich-braun.
Läuse ernähren sich vom Blut der Wirtsleute, und man findet sie vor allem hinter den Ohren und am Nacken. Der oftmals empfundene Juckreiz wird durch den Speichel oder Kot der Läuse ausgelöst. Hat man zum ersten Mal Läuse muss dieser Juckreiz aber nicht zwingend auftreten. Lausweibchen legen pro Tag zirka fünf Eier, aus welchen sich nach sieben bis zwölf Tagen Larven entwickeln, die nach weiteren acht bis elf Tagen zur geschlechtsreifen Laus werden.
Durch die Anwendung von wirksamen Mitteln, welche auch auf empfindlichen Kinderköpfen gut verträglich sind, wird die Dauer eines Läusebefalls deutlich verkürzt. Empfehlenswert sind vor allem physikalisch wirkende Produkte, die die Atemöffnungen der Läuse verstopfen. Ganz wichtig ist immer eine wiederholte Anwendung der Mittel eine Woche nach der Erstbehandlung.

Hausreinigung nicht nötig

Hartnäckig hält sich die Meinung, dass bei einem Befall das ganze Haus gründlich gereinigt werden muss. Da Kopfläuse aber weder hüpfen noch fliegen können, ist das nach heutigem Wissensstand nicht nötig. Findet man eine Laus auf dem Boden, Sofa, Kuscheltier oder in der Mütze ist diese tot oder kurz vor dem Sterben und stellt keine Gefahr für einen Kopflausbefall dar. Einen positiven Punkt können Eltern einem Läusebefall sogar abgewinnen: Kinder mit Läusen haben Freunde. Die Läuse wandern ja nur, wenn die Köpfe genügend lang zusammengesteckt werden. (pr)

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