Kein Formel-E-Rennen in Zürich im Jahr 2020

Der Stadtrat lehnt das Gesuch für ein Formel-E-Rennen auf dem Hönggerberg ab. Die ETH Zürich beurteilt die baulichen Eingriffe auf ihrem Campus als unverhältnismässig und nicht nachhaltig. Dies hat die Hochschule der Stadt Zürich am Dienstag mitgeteilt.

Kein E-Autorennen auf dem Hönggerberg. Die Stadt Zürich hat das Gesuch abgelehnt.

Anfang April hatte der Formel-E-Organisator bei der Stadt Zürich ein Gesuch eingereicht für ein Autorennen am Hönggerberg, zu grossen Teilen auf dem Areal der ETH Zürich. Zuvor waren zahlreiche Streckenvarianten geprüft worden. Mitte Mai reichte der Formel-E-Organisator ein zweites Gesuch ein für ein Rennen am Seebecken. Letzteres lehnte das Sicherheitsdepartement umgehend ab, da der Stadtrat bereits im Jahr 2018 entschieden hatte, keine Autorennen in der Innenstadt oder am See mehr zu bewilligen.

Nun wird es auch am ursprünglich beantragten Austragungsort rund um den Campus der ETH auf dem Hönggerberg kein Rennen geben. Die ETH hat der Stadt am Dienstag, 25. Juni, mitgeteilt, sie gebe keine Einwilligung für ein Rennen auf ihrem Areal. Zu gross seien die baulichen Eingriffe in die Anlagen. Der Grossanlass vertrage sich nicht mit den langfristigen Bestrebungen der ETH, den Campus Hönggerberg nach innen zu verdichten, um die angrenzenden Lebensräume für Pflanzen und Tiere zu schonen. Nach dem Rennen müssten zudem die umfangreichen baulichen Eingriffe wieder rückgängig gemacht werden. Die ETH weist darauf hin, dass der Veranstalter die betroffenen Quartiere Affoltern und Höngg in seine Planung ungenügend einbezogen habe. Zudem bestünden grundlegende Differenzen zwischen der ETH und dem Veranstalter zur Finanzierung des Rennens. Der Stadtrat kann diese Beurteilung nachvollziehen und lehnt das Gesuch für ein Rennen auf dem Hönggerberg im Jahr 2020 ab. Für eine andere Strecke auf dem Gebiet der Stadt Zürich liegt kein Gesuch vor. 

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