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Sport

Junges Rudertalent wird Schweizer Meister

13. August 2019 von

Tim Manka (zweiter von links) wurde mit seinem Team Schweizer Meister im Doppelvierer.
Foto: zvg

Tim Manka (zweiter von links) wurde mit seinem Team Schweizer Meister im Doppelvierer.

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Vielversprechender Ruderathlet: Der 14-jährige Tim Manka.

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Online seit
13. August 2019

Printausgabe vom
14. August 2019
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Tim Manka aus Höngg wurde mit seinem 4er-Boot Schweizer Meister im Rudern in der Altersgruppe U17. Das 14-jährige sportliche Multitalent sollte man im Auge behalten.

Tim Mankas aussergewöhnliches, sportliches Talent zeigte sich schon früh: An seiner Schule Riedhof brach er an den Sporttagen regelmässig Rekorde in der Leichtathletik, mit sechs Jahren spielte er vielversprechendes Tennis. In der Primarschule wurde der Zürcher Talentscout «Talent Eye» auf ihn aufmerksam. Zusammen mit 25 Jungs und 26 Mädchen aus der Stadt Zürich wurde Tim in das polysportive Förderprogramm für junge Sporttalente aufgenommen und erhielt während drei Jahren Einblicke in verschiedene Sportarten. Zweimal in der Woche trainierten die Kinder in unterschiedlichen Sportclubs in Zürich. Anfangs spielte Tim gleichzeitig noch Fussball beim SV Höngg, doch als er vor 2 Jahren mit dem Rudern begann, wurde bald klar, dass sein Herz für das Rudern schlägt.

Erfolg hängt von vielen Faktoren ab

Heute trainiert Tim fünf- bis sechsmal in der Woche, jeweils zwei Stunden; an sieben Tagen in der Woche heisst es deshalb um sechs Uhr aufstehen. Da bleibt wenig Zeit für Hobbies und Freunde, etwas, das grosse Disziplin und auch Effizienz erfordert. Doch der Jugendliche liebt es, in der Natur zu sein und sich zu bewegen, der ruhige Sport auf dem Wasser gäbe ihm Energie und sei gleichzeitig enorm entspannend, wie er sagt. Seine Ruderkollegen im Seeclub Zürich sind seine besten Freunde geworden. In diesem Alter ist es unmöglich, ohne die Unterstützung der Familie Leistungssport zu betreiben. Die Eltern fahren ihn in die Trainings und an den Wochenenden an Wettkämpfe, die in der ganzen Schweiz stattfinden und achten darauf, dass er sich richtig ernährt. Ebenso wichtig sei allerdings ein guter Trainer, der einen individuell fördern könne. Mit dem Basler Daniel Blaser, der selber Schweizer Meister war, hatte Tim diesbezüglich grosses Glück: Dieser hat die Juniorenmannschaft des Seeclub Zürich erfolgreich aufgebaut und auch das Talent des jungen Ruderers früh erkannt und individuell gefordert.

Nun hat Tim Manka nach einer erfolgreichen Saison als Schlagmann zusammen mit seinen drei Ruderkollegen Paul Spenlé, Frederik Oehl und Jonas Frei Gold an der Schweizer Meisterschaft geholt. Dabei ist Tims Doppelvierer mit vier Minuten und 40 Sekunden die schnellste je gemessene Zeit über 1500 Meter auf dem Rotsee gefahren. Eigentlich würde er nun gerne ans Sportgymnasium, dafür ist er mit 14 Jahren aber noch zu jung – Ruderathleten werden dort in diesem Alter noch nicht aufgenommen. Um das Rudern und die Schule auf einem hohen Niveau unter einen Hut bringen zu können, fährt Tim Ende August zur Überbrückung für ein Jahr in ein Internat nach England. Nach seiner Rückkehr will er 2020 an der internationalen Regatta «Coup de la Jeunesse» teilnehmen, das längerfristige Ziel ist es, der Schweizer Nationalmannschaft beizutreten.

Der «Höngger» wünscht ihm beim Verfolgen seiner sportlichen Pläne viel Erfolg.

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