In eigener Sache

Die beiden Geschäftsführerinnen Eva Rempfler und Patricia Senn beenden in diesen Tagen ihre Tätigkeit für die Quartierzeitung Höngg. Sie haben in der vergangenen Pandemie die Zeitung in einer anspruchsvollen Periode geführt. Zeit für eine Würdigung aus Sicht des Stiftungsrats.

Eva Rempfler und Patricia Senn waren immer voller Tatendrang. (Foto: Archiv Höngger)

Eva Rempfler stiess 2012 zum Team des Hönggers, wo sie die Verantwortung für das Inseratewesen übernahm sowie Teil der Geschäftsleitung an der Seite von Fredy Haffner und Urs Kaufmann wurde. Hier konnte sie ihre Erfahrungen, die sie sowohl in der Akquise wie auch in der konzeptionellen Arbeit und der praktischen Abwicklung in verschiedenen Medienhäusern gesammelt hatte, gewinnbringend einsetzen. Dabei erleichterte ihre Verwurzelung in Höngg und gewinnende Art den Zugang zur Kundschaft. Sie wurde für das Gewerbe und die Institutionen zur wichtigen Botschafterin der Zeitung. Ihre kulturelle Ader und ihr organisatorisches Talent konnte sie mit der Planung und Durchführung der Veranstaltungsreihe «Höngger Kultur» ausleben, die unter dem Patronat der Quartierzeitung organisiert wurden. So kamen unter anderem die Sängerin Nubya oder der Comedystar Simon Enzler zu Auftritten am Ölberg. Ausserdem wurden in den Räumlichkeiten des Hönggers wiederholt Kunstausstellungen durchgeführt, die sie zusammen mit den Künstler*innen organisierte.
Patricia Senn begann ihre Tätigkeit 2016 als freie Mitarbeiterin für den Höngger und den damals neu lancierten Wipkinger, bevor sie im Laufe des Jahres fest angestellte Redaktorin wurde und Anfang 2018 die Redaktionsleitung übernahm. Das journalistische Profil bei den eigenen Beiträgen über Quartiergeschichten zur baulichen Entwicklung und zum Verkehr wurde geschärft, Veränderungen bei Gewerbe und Quartierinstitutionen beleuchtet und interessante, zum Teil bisher weniger bekannte Höngger Persönlichkeiten in Porträts vorgestellt. Dabei gewann sie auch immer wieder Gastautoren, die etwa mit historischen Reminiszenzen die Zeitung bereicherten. Den quartalsweise erscheinenden Wipkinger etablierte sie als zweites Standbein mit redaktionellen Beiträgen zur Quartierentwicklung und der nicht immer einfach zu koordinierenden eingesandten Beiträgen der Organisationen. Als Reporterin war sie mit der Kamera vor Ort, wenn etwas Wichtiges im Quartier geschah. Sie hatte einen hohen Anspruch an die journalistische Qualität und war überzeugt, dass neue Formate auch den Lokaljournalismus bereichern können. So wurde unter ihrer Leitung erstmals ein Podcast mit Porträts von Höngger*innen aus verschiedenen Generationen produziert.
Als Anfang 2020 die Geschäftsführung der GmbH neu besetzt werden musste, wählte der Stiftungsrat Patricia Senn an die Seite von Eva Rempfler zur Co-Geschäftsführerin. Die beiden Frauen führten das kleine Team am Meierhofplatz und trugen die unternehmerische Verantwortung in einer Zeit, in der die Medien bereits in der Krise standen. Dazu kam Mitte März 2020 die Pandemie. Ein Schock auch für das Gewerbe und die Organisationen in Höngg. Damals war noch nicht absehbar, was dies für Konsequenzen haben dürfte. Rasch begriffen die beiden Geschäftsführerinnen, dass diese Krise auch eine Chance sein kann. Sie erkannten, dass selbst geschlossene Geschäfte mit ihrer Kundschaft kommunizieren möchten und stellten die Plattform dazu bereit. So überstand die Quartierzeitung GmbH über alles gesehen die schwierigen Pandemiejahre 2020 und 2021 aus unternehmerischer Sicht gut.
Dass ein Zeitungsverlag heute nicht nur mit den angestammten Printprodukten seine Leserschaft erreicht, ist mittlerweile allgemein bekannt. In ihrer Amtszeit als Geschäftsführerinnen wurden die digitalen Kanäle stark ausgebaut mit regelmässigem Newsletter, Präsenz in den sozialen Netzwerken und einer modernisierten Website.
Nun haben sich beide unabhängig voneinander entschieden, weiterzuziehen. Der Stiftungsrat bedauert ihre Entscheidung sehr, wenn er auch für ihre jeweiligen Gründe Verständnis aufbringt. Beide waren für den Stiftungsrat eine Garantie, dass die Quartierzeitungen pünktlich und in gewohnter Qualität erscheinen, die digitalen Kanäle regelmässig bespielt werden und die GmbH unternehmerisch umsichtig geführt wird. Der Stiftungsrat dankt Eva Rempfler und Patricia Senn für ihren jahrelangen, grossen Einsatz zugunsten unserer Quartierzeitungen und die angenehme Zusammenarbeit. Wir wünschen ihnen für ihre neuen Aufgaben und auch ganz persönlich alles Gute.

Benedikt Gschwind, Präsident des Stiftungsrates Höngger Quartierzeitung

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