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Kultur

Hinter den Kulissen der Kunst

5. Dezember 2018 von

Foto: Lara Hafner

Ein vergnügtes Beisammensein zwischen Kunst, Kreativität und Lagerfeuer.

Foto: Lara Hafner

Eine verträumte Ecke in der «Künstlerstube».

Foto: Lara Hafner

Der Steinbildhauer Thomas Blumer.

Foto: Lara Hafner

In den ehemaligen Stallungen, im schönsten Künstlerchaos, entstehen allerlei Kunstwerke.

Foto: Lara Hafner
Foto: Lara Hafner
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Von

Online seit
5. Dezember 2018

Printausgabe vom
06. Dezember 2018
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Kurz vor Beginn der Adventszeit öffneten die Künstler Thomas Blumer und Willy Wimpfheimer die Türen ihres Bildhauerateliers am Lebristweg und liessen alle Interessierten in ihre Welt der Kunst eintauchen.

Schon beim Betreten des ehemaligen Bauernhofes konnte man viele der ausgestellten Skulpturen entdecken. Einige aus Stein, andere aus Stahl oder Eisen gefertigt. Alle in diversen Grössen, Formen und Farben, die Einzelstücke an sich jedoch schlicht gehalten, verliehen sie dem Platz eine kreative Energie. Seit vielen Jahren, genauer gesagt seit 1988, arbeiten der Bildhauer, Eisen- und Bronzeplastiker Willy Wimpfheimer und der Steinbildhauer Thomas Blumer, Seite an Seite im Atelier am Lebristweg. Am 24. November luden sie kunstinteressierte Menschen dazu ein, sich bei ihnen umzusehen, ihre Werke zu begutachten und es sich am Feuer, mit einem Bier oder einem Glas Wein, gemütlich zu machen. Auf den Tischen ausgelegt fand man neben kleinen und grossen Flaschen süsse Kuchen, Früchte und Salziges – für jede Tageszeit etwas Passendes. Die Türen des Ateliers standen nämlich vom frühen Nachmittag an für die Besucher*innen offen und wurden erst um Mitternacht wieder geschlossen. So viel Zeit musste sein, denn es gab auch wahrlich viel zu entdecken.

Im Künstlerchaos

Die Räume des Arbeitsplatzes der beiden Künstler liegen in ehemaligen Stallungen und erinnern teilweise noch an diese. Laut Thomas Blumer könne man heute manchmal noch die Tiere riechen, obwohl sein Partner, Willy Wimpfheimer, sich bereits vor 47 Jahren in den Räumen eingerichtet hat. Dessen ausgestellte Werke aus Eisen, liessen den Betrachter verblüfft über die Formbarkeit des sonst so unbiegsamen Werkstoffs zurück. Im Inneren der Werkstatt kam man dann aus dem Staunen nicht mehr heraus, die gesamte Tisch- und Regalfläche war übersät mit Werkzeug, unverarbeiteten Materialien, Sprühdosen und verirrten Weinflaschen. Das Gesamtbild lud dazu ein, sich selbst mit den Händen an einem noch ungeformten Rohmaterial zu versuchen und daraus etwas Einzigartiges zu schaffen. Man bekam Lust darauf, ebenfalls kreativ zu werden. Der «Höngger» bezeichnete das Atelier einst als «Künstlerkosmos», als das Universum von Willy Wimpfheimer und Thomas Blumer. Dies trifft es auch heute noch. In einem kleinen Ausstellungsraum, ganz in Weiss gehalten, fanden sich die Steinskulpturen von Thomas Blumer. Ein alter Holzofen und eine kleine Künstlerecke verliehen dem Raum einen persönlichen Charme.

Kunst, für Augen und Ohren

Im oberen Stock, anscheinend dem früheren Heuboden, betrat man einen Rückzugsort mit Bücherregal und Sitzgelegenheiten, in einer Ecke warteten ein Elektropiano und ein Kontrabass darauf, die Gäste mit Jazzklängen zu erfreuen. Gespielt wurden sie von einem Duo, bestehend aus Guolf Juvalta und Andreas Graf. So liess man den Abend ausklingen, Augen und Ohren «kunstgesättigt», der Geist inspiriert.

Einblicke in die Arbeit der beiden Künstler und Handwerker:
https://www.plastiker.ch/mitglieder/willy-wimpfheimer/
http://www.skulpt.ch/

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