Kultur
Haben Sie Ihren alten Radio noch? SRG plant Rückkehr auf UKW
Nach dem Nationalrat hat am vergangenen Dienstag auch der Ständerat entschieden, in der Schweiz weiterhin eine UKW-Verbreitung zu ermöglichen. Die SRG nimmt dies als Auftrag, auch ihre Programme wieder über UKW zu verbreiten.
11. Dezember 2025 — MM (Medienmitteilung)
Mit dem Entscheid, UKW per Ende 2024 abzuschalten, hat sich die SRG laut ihrer Medienmitteilung an die vor über zehn Jahren mit der Radiobranche und dem Bund vereinbarte Abmachung gehalten. Die SRG sei solidarisch vorausgegangen, um den privaten Radios, die von Werbegeldern abhängig sind, den Weg zu ebnen.
Die politischen Rahmenbedingungen haben sich mit dem Entscheid für eine Verlängerung der UKW-Verbreitung durch das Parlament nun aber geändert, heisst es weiter. Die Politik und Teile der Bevölkerung erwarten eine Weiterführung der UKW-Verbreitung. Die SRG versteht diesen Entscheid als Auftrag und wird die nötigen Abklärungen für eine Rückkehr auf UKW treffen.
Unaufhaltsame Digitalisierung
Ein vollständiger Verzicht der SRG Sender auf die Verbreitung über UKW hätte nur dann Sinn gemacht, wenn per Ende 2026 die gesamte Branche – wie vereinbart – UKW abgeschaltet hätte. Nachdem einige Privatradios vorläufig für diesen Schritt nicht bereit sind, kann es sich die SRG nicht leisten, weiterhin auf diese Verbreitungstechnologie und dadurch auf viele Hörerinnen und Hörer zu verzichten.
Gleichzeitig ist die Digitalisierung auch bei der Radio-Verbreitung unaufhaltsam. Bereits heute werden neun von zehn Minuten Radio digital gehört. Deshalb wird die SRG weiterhin vor allem auf den digitalen Kanälen und DAB+ präsent sein – nicht zuletzt auch für den grossen Teil der Hörerschaft, der den Wechsel bereits vollzogen hat.
Bevor nun konkrete Schritte und verbindliche Zeitpläne kommuniziert werden können, müssen die neuen Rahmenbedingungen durch den Bundesrat und das Bakom bekanntgegeben werden, wie die SRG weiter schreibt. Sie bilden die Grundlage für die Planung der SRG hinsichtlich einer Rückkehr auf UKW. Diese wird zum gesetzlich, technisch und wirtschaftlich bestmöglichen Zeitpunkt erfolgen.





1 Kommentare
Hürlimann
12. Januar 2026 — 06:44 Uhr
Solange Digitalradio nur so ein
einen Spindeldürren Bitstream
hat sollte man es vergessen.
Nur etwas über
80 Megabits/Sekunde sind eine Frechheit und auch 320Mb/ Sekunde wäre zu wenig.
UKW (FM) tönt darum viel, viel besser.
1080 Megabit/Sekunde und keine Kompremierten Verfahren darüber laufen lassen und nicht weniger. Sonst wäre es wie bei einer selbstgebrannten CD bei der man das schlechteste Mp3
raufspielt und dann ins CD- Format finalisiert. (Damit alle denken es ist CD- Qualität)
Lange lebe die gepresste CD mit Siebdruck und die UKW.