Engagement für neue und «alte» Höngger

Der Neuzuzüger- und Höngger-Anlass gehört seit einigen Jahren in die Agenda – nicht nur in die von Neuzuzügern, sondern auch in die von bereits in Höngg lebenden: Er bietet eine Fülle von Vereinen an einem Ort und die Möglichkeit, sich ungezwungen zu begegnen.

Oenologe Urs Zweifel bei seiner kurzen, improvisierten Rede – danach musste er wieder in den Weinkeller, um weiter zu arbeiten.
Beim Männerchor Höngg hat man Spass – der ist nebst dem Singen auch wichtig.
Am Stand der Zürcher Freizeit-Bühne konnte man gleich Theater-Kostproben miterleben.
Stolz präsentierten die Vereine ihre Spezialitäten und Anliegen.
Ganz genau werden am Stand des Quartiervereins Schirme und Bücher ausgestellt – da soll niemand aus der Reihe tanzen!
Zusammen lachen und plaudern war an diesem Abend ganz wichtig.
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Um die 85 Leute haben dieses Jahr am Neuzuzüger-Anlass letzten Donnerstagabend teilgenommen und sind mit Architekt Marcel Knörr, der den Rundgang seit einigen Jahren führt, durch den Dorfkern Hönggs spaziert. Derweil liefen im Fasskeller der Firma Zweifel Weine an der Regensdorferstrasse 20 die Vorbereitungen auf Hochtouren: Die Tische standen bereit, sie mussten von den Höngger Vereinen, Parteien und von der Quartierzeitung «Höngger» aber noch zu veritablen Ständen umfunktioniert und dekoriert werden.

Vereine haben immer mehr Ideen

Karin Keller vom Quartierverein Höngg organisiert den Anlass seit dem Jahr 2010 und bemerkte freudig, dass in dieser Zeit die Gestaltung der Stände immer aufwendiger und fantasievoller geworden sei. Dem kann man nur zustimmen: So fanden sich am Stand des Verschönerungsvereins Höngg frische Blumen in einer wassergefüllten Schale, derweil Paul Meyer ein Transparent dahinter aufhängte und dafür in luftige Höhen steigen musste. Auch am Stand des Natur- und Vogelschutzvereins Höngg fand sich Frisches: Zweige von einheimischen Sträuchern zeigten, was den Vögeln nützt.
Fernseher und Laptops wurden aufgebaut, um Vereins-Videos zeigen zu können, und akkurat reihten etwa Engagierte des Weinwegs Höngg ihre Bonbon-Döschen auf. Mitglieder des Quartiervereins Höngg platzierten Schirme mit dem Höngger Wappen nebeneinander. Besinnlich brannte am Stand der Katholischen Pfarrei Heilig Geist eine dicke Kerze, während bei der Zürcher Freizeit-Bühne ein kleiner Bühnenscheinwerfer helles Licht auf die Prospekte warf, die zum Mitmachen auf und hinter der Bühne animierten.

200 Gläser und sechs Kilogramm Chips

Paul Keller von Zweifel Weine hatte für den von einem Höngger Quartierbewohner offerierten Apéro 200 Gläser und sechs Kilogramm Chips parat gestellt sowie Getränke für 100 Leute.
Kurz vor 20 Uhr trafen die Rundgang-Teilnehmenden im Fasskeller ein. Als alle sich etwas umgesehen hatten, hielt Oenologe Urs Zweifel eine kurze, improvisierte und genau deshalb so gute Rede, stellte den offerierten Rot- und Weisswein vor und sagte dann, er müsse jetzt «wieder hinauf in den Keller arbeiten gehen», da der Weinkeller oberhalb der Migros liege und dort die Weinproduktion zurzeit in vollem Gange sei.
Karin Keller freut es, dass auch immer mehr junge Leute an den Anlass kommen, besonders, seit die Einladungen dafür über die Stimmregisterzentrale laufen würden: «Seit fünf Jahren verschickt diese Zentrale die Einladungen. So haben wir eine viel bessere Erreichbarkeit der Neuzuzügerinnen und Neuzuzüger. Zuvor kamen jeweils nur um die 30 Personen, jetzt sind es meist um die 100 von 860 bis 1000 Eingeladenen», erklärt die Organisatorin. Und so schlenderten die diesmal knapp 90 Personen an den Ständen vorbei, stoppten bei Vereinen, die sie interessierten, deckten sich mit Prospekten, Flyern und Infos ein und entschlossen sich – hoffentlich – zum Mitmachen und Mitwirken beim einen oder anderen der rund 26 Ausstellenden. Ein Tenor war bei allen Gästen, ob neu oder «alt» zu hören: Ihnen ist es in Höngg wohl, und sie schätzten diesen Abend des «Willkommenheissens» sehr.

 

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