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Eine neue Quartierbeiz für den Rütihof

9. Juli 2019 von

Aminul Islam und Dagmar Schräder übernehmen gemeinsam die ehemalige Filiale der Bäckerei Keller und eröffnen das «CaBaRe CaféBarRestaurant».
Foto: zvg

Aminul Islam und Dagmar Schräder übernehmen gemeinsam die ehemalige Filiale der Bäckerei Keller und eröffnen das «CaBaRe CaféBarRestaurant».

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9. Juli 2019

Printausgabe vom
11. Juli 2019
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Seit die Filiale der Bäckerei Keller im vergangenen Oktober wegen Konkurses schliessen musste, gibt es im Rütihof weder ein Café noch ein Restaurant. Viele Quartierbewohner*innen vermissen dies schmerzlich. Jetzt entsteht das CaBaRe.

Der Rütihof ist zwar fast so etwas wie ein eigenes kleines Dorf für sich – doch an Infrastruktur mangelt es dem Dörfchen gewaltig. Im Dezember 2017 meldete das Restaurant Rütihof Konkurs an, im darauffolgenden September wurde auch das Ladenlokal der Bäckerei an der Endstation des 46ers vom Konkursamt geschlossen. Seither stehen beide Lokalitäten leer und den Quartierbewohner*innen bleibt nichts Anderes übrig, als ins Frankental, ins Zentrum von Höngg oder zum Grünwald zu pilgern, wenn sie sich gemütlich auf einen Café treffen wollen oder mal keine Lust haben zu kochen.

Eine Beiz für alle Fälle

Aminul Islam und Dagmar Schräder haben sich nun entschieden, diesem Missstand Abhilfe zu verschaffen. Gemeinsam übernehmen sie die ehemalige Filiale der Bäckerei Keller und eröffnen hier Anfang August das «CaBaRe CaféBarRestaurant». Sie wohnen selbst mit ihren vier Kindern im Rütihof und haben deshalb eine ziemlich genaue Vorstellung davon, was im Quartier gebraucht wird. Während Aminul Islam vier Jahre lang als Koch im Restaurant Rütihof tätig war und daher weiss, welche Gerichte die Rütihöfler*innen am liebsten konsumiert haben, kennt seine Frau Dagmar Schräder die Bedürfnisse des Quartiers nicht nur aufgrund des Familienalltags, sondern auch wegen ihres Engagements in verschiedenen Vereinen wie dem QuarTierhof oder dem Bauspielplatz bestens. «Wir wollen nun mit dem CaBaRe allen Quartierbewohner*innen einen Treffpunkt bieten, an dem sie sich zu Hause fühlen können», erklärt Islam in einem Gespräch vor Ort. «Morgens soll das CaBaRe ein Ort sein, an dem gemütlich Kaffee getrunken und Gipfeli gegessen werden können. Zum Mittagessen wollen wir eine kleine Auswahl einfacher Gerichte anbieten, etwa das beliebte Curry, das auch im Restaurant Rütihof schon grossen Anklang gefunden hat, aber auch täglich wechselnde Tagesmenüs – zum Mitnehmen oder zur Konsumation vor Ort. Nachmittags möchten wir wieder zu Zvieri und Kaffee einladen und am Abend soll es bei uns nicht nur Znacht geben, sondern auch Feierabendbier und Apéro. Freitag und Samstag werden wir bis 22 Uhr geöffnet haben.»

Frisches Gemüse zum Kaffee

Ergänzt wird das Angebot durch ein kleines Sortiment an frischem, unverpacktem Biogemüse und Obst aus der Region. «Wir wollen unser Angebot möglichst nachhaltig gestalten», erläutert Schräder das Konzept. «Dazu gehört nicht nur, dass wir uns Gedanken etwa über die Auswahl der Lieferanten und die mögliche Vermeidung von unnötigen Verpackungen machen, sondern auch, dass wir neben dem Restaurantbetrieb Biogemüse und Obst aus der Region anbieten. Dabei werden wir erst mal klein starten und das Angebot je nach Nachfrage der Kundschaft stetig ergänzen und umbauen», so Schräder weiter. «Wir wünschen uns beispielsweise, bald auch weitere Produkte ohne Verpackung anbieten zu können – wie etwa Mehl, Reis oder Teigwaren.»

Viel Unterstützung von Freunden, Nachbarn und Bekannten

Die Vorbereitungen laufen momentan auf Hochtouren, bis zur Eröffnung des CaBaRes am 1. August ist noch viel zu tun. Dabei sind die beiden nicht alleine, sondern werden von zahlreichen Quartierbewohner*innen unterstützt. «Es ist unheimlich schön zu sehen, wie viele Leute diese Idee mittragen und uns unterstützen. Wir erhalten Hilfe in den verschiedensten Bereichen – vom finanziellen Support über die Einrichtung der Homepage oder die Firmengründung bis hin zur Gestaltung des Lokals.» Dank dieser Unterstützung und dem Feedback aus der Nachbarschaft, das das Ehepaar nicht nur durch unzählige persönliche Gespräche, sondern auch durch eine Infoveranstaltung im Mai sowie einen Fragebogen eingeholt hat, wird das CaBaRe, so hoffen die beiden, tatsächlich zu einer Beiz aus dem Quartier fürs Quartier werden.

Ein wachsendes Projekt

Bei all diesem Support lassen sich auch kleinere Stolpersteine auf dem Weg besser verkraften – etwa die Baubewilligung für den Einbau der Küche, die der vermietenden Genossenschaft noch fehlt. «Wir werden also in den ersten Wochen ohne eigene Küche starten müssen», erläutert Islam. «Glücklicherweise haben wir Backöfen zur Verfügung und können zusätzlich die Küche des GZs Höngg mieten, sodass wir die Zeit bis zum Einbau überbrücken können. Backofengerichte, kalte Küche, Sandwiches, Salate und eine kleinere Auswahl an warmen Gerichten stehen somit bereits ab 1. August zur Verfügung – und sobald die Küche eingebaut sein wird, kann ich mein Repertoire an Menüs voll ausschöpfen.» So wird das CaBaRe langsam wachsen, als ein Gemeinschaftsprojekt für alle Quartierbewohner*innen – und selbstverständlich auch alle, die von weiter her kommen. Wer sich mit Ideen und Anregungen einbringen will, ist jetzt schon jederzeit herzlich willkommen.

CaBaRe CaféBarRestaurant
Ab 1. August
Rütihofstrasse 40, direkt bei der Endhaltestelle Rütihof
Di bis Do 6.30 bis 20 Uhr
Fr 6.30 bis 22 Uhr
Sa 8 bis 22 Uhr
So 8 bis 12 Uhr
Weitere Informationen via Email: dschraeder13@gmail.com

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Online seit
9. Juli 2019

Printausgabe vom
11. Juli 2019
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Kommentare

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500
4. August 2019 um 09:22 Uhr von Katja

Toi,toi,toi wünsche ich Euch von ganzem Herzen aus Berlin!

3. August 2019 um 20:11 Uhr von Markus

Super lässig und freundlich
Viel Erfolg

11. Juli 2019 um 13:47 Uhr von Heidi Buck

Das finde ich super und wünsche einen tollen Start.