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Ratgeber

Die Zecken-Saison hat begonnen

21. März 2019 von

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Online seit
21. März 2019

Printausgabe vom
27. März 2019
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Aufgrund vermehrter Infektionen des Menschen mit Frühsommer-Meningoenzephalitis, kurz FSME, gilt neu die ganze Schweiz ausser der Kantone Genf und Tessin als Risikogebiet.

Das Bundesamt für Gesundheit empfiehlt allen Einwohner*innen, welche im Rahmen von Freizeitaktivitäten mit Zecken in Kontakt treten könnten, die FSME-Impfung. Das Risiko von einer mit dem Virus infizierten Zecke gestochen zu werden, ist in den Monaten von März bis Oktober höher als sonst. Wenn die Temperaturen steigen, wird der kleine Blutsauger munter. Dieser Parasit kommt jahrelang ohne Nahrung aus und wartet auf Gräsern, Büschen und im Unterholz auf Beute. Durch einen hochentwickelten Thermo- und Geruchsinn ortet die Zecke ihre Opfer. Wurden diese erst einmal geentert, ist ihr Durst gewaltig. Bis zum 200-fachen ihres eigenen Körpergewichtes saugen Zeckenweibchen das Blut ohne Umweg direkt in ihren Darm auf. Wenn sie stechen, oder im Volksmund «beissen», können Borrelien-Bakterien oder FSME-Viren übertragen werden. Besonders tückisch ist dabei, dass die Übertragung der FSME-Viren sofort beim Stich der Zecke stattfindet und es keine geeignete Therapie gegen FSME gibt. Somit reicht es für den Menschen nicht aus, die Zecke möglichst rasch zu entfernen, um die Übertragung der Viren zu verhindern.

Erste Anzeichen für eine Erkrankung

Bei einer FSME-Infektion entwickeln Betroffene nach ein bis zwei Wochen grippeähnliche Symptome, welche allerdings nach einer Woche wieder abklingen. Bei rund fünf bis 15 Prozent der Fälle geht diese «erste Phase» in eine «2. Phase» mit Auswirkungen auf das Nervensystem über. Starke Kopfschmerzen, Schwindel, Sprech- und Bewegungsstörungen sowie Lähmungen der Arme, Beine und Gesichtsnerven weisen auf eine Meningitis hin und können über Monate lang anhalten. Bei ungefähr ein Prozent der Patienten hat die Krankheit einen tödlichen Verlauf, wobei schwerere Krankheitsverläufe ab dem 50. Lebensjahr zunehmen. Der beste Schutz vor einer FSME-Infektion bietet eine Impfung. Für die Grundimmunisierung sind drei Impfdosen nötig, wobei die geimpfte Person schon nach zwei Dosen einen zeitlich begrenzten Schutz vor einer Infektion mit FSME hat. Die vollständige Immunisierung schützt zu mindestens 95 Prozent vor einer Infektion durch FSME-Viren. In vielen Apotheken können sich gesunde Personen ab 16 Jahren beraten und impfen lassen.

Limmatapotheke
Dr. Moritz Jüttner
Limmattalstrasse 242
Öffnungszeiten
Montag bis Freitag: 8 bis 18.30 Uhr
Samstag: 8 bis 16 Uhr

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