Die Musik spielt weiter

Im Frühjahr startete das Kellerformativ vom GZ Höngg eine neue Konzertreihe. Diese wird ab September mit einigen Neuerungen fortgesetzt.

Die Zürcher Sängerin Valeria Lav war die erste Künstlerin, die in der neuen Konzertserie des Kellerformativs aufgetreten ist. (Foto: pen)

Im Kulturkeller des GZ Höngg war im ersten Halbjahr viel Musik angesagt: Ab Mitte Februar bis Mitte Juni traten dort im Rahmen einer neuen Konzertserie des Kellerformativs vielversprechende Bands und Sänger*innen auf. Events, bei denen Mitmachen erwünscht war. Schliesslich definiert sich das Formativ selbst als partizipatives Kulturlabel.

Silvana Kohler, Leiterin vom GZ Höngg, zieht nach der ersten Saison ein Zwischenfazit. «Die Stimmung bei allen Konzerten war ausgezeichnet, auch wenn das Publikum nicht immer zahlreich war», sagt sie. Kohler erwähnt den Auftritt des südafrikanischen Sängers Byron Spillman, bei dem rund 30 Personen zugegen waren. «Der Raum war aber wie geschaffen für den Sänger, es war eine wunderbare Stimmung.»

Solche Momente habe es bei den insgesamt acht Konzerten oft gegeben. Daneben sei die Partizipation ein Erfolg gewesen, die sich auch aus der Zusammenarbeit mit dem Höngger Verein Uccelli und der hiesigen Kulturbox ergeben habe. «Es gab viele Leute, die freiwillig mitgemacht haben, gerade die Arbeit an der Bar ist sehr beliebt», sagt Kohler.

Die zweite Saison

Bei Konzerten, die wenig Publikum anlockten, war allerdings schon etwas Enttäuschung bei den Musiker*innen zu spüren. Auch für Debora Fenner, welche die Acts engagiert hat (die «Höngger Zeitung» berichtete), waren das teilweise ernüchternde Momente. «Am Ende war die Konzertserie noch nicht präsent genug, um eine grosse Aufmerksamkeit zu erlangen und damit volle Säle zu generieren», so Kohler.

Sie und Fenner werden an der Kommunikation – auch in den sozialen Medien – arbeiten. Daher halten beide an der zweiten Saison fest, die im September beginnt. Die Konzerte werden aber nicht mehr so dicht aufeinander folgen. «Oft hatten wir nur zwei, drei Wochen Pause, das war wohl selbst für Musikfans etwas viel», sagt Kohler.

Die nächsten acht Kulturanlässe werden folglich mit grösserem Abstand bis in den Mai 2024 geplant. Noch will Kohler keine Namen verraten, aber die Musik werde vielseitiger – ein Jazz-Abend sei erstmals geplant – und an zwei Abenden stehe Comedy auf dem Programm. Neu steht im ersten Teil des Abends die Bühne auch für alle Interessierten als «Open Stage» zur Verfügung. Das detaillierte Programm wird nach den Sommerferien bekanntgegeben.

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