Die «Hönggermusik» im Toni-Areal: Neue Farben, neue Klänge

Mit einem abwechslungsreichen Programm begeisterte der Musikverein Zürich-Höngg unter der Leitung von Enrico Calzaferri Ende März sein Publikum beim jüngsten Konzert im Toni-Areal – in neuem Erscheinungsbild.

Die «Hönggermusik» im neuen Gewand. (Foto: Musikverein Zürich-Höngg)

Bevor die «Hönggermusik» die Bühne betrat, wurde eine humorvolle Filmsequenz zur Verwendung der alten Accessoires abgespielt. Die Hauptrollen spielten zwei schauspielerisch begabte Mitglieder des Musikvereins. Mit der sympathischen Moderation von Marco Galli wurde schliesslich das Orchester an den zusammengeknüpften alten Krawatten in den Saal gezogen und präsentierte seine neuen Konzertanzüge: Besonders ins Auge fielen die türkisfarbenen Krawatten und Foulards, die die bisherigen orangen Accessoires ablösen und dem Erscheinungsbild einen frischen Akzent verleihen.

Auch die Musik punktete

Bereits mit dem feierlichen «Ceremonial March» von Jan Van der Roost wurde der Konzertabend stilvoll eröffnet. Direkt im Anschluss folgte «Metamorphosis», das Aufgabenstück des Eidgenössischen Musikfests 2026 in Biel von Thomas Trachsel. Dieses anspruchsvolle Werk, welches der Verein erst Anfang März erhalten hatte, wurde erstmals aufgeführt und zeigte eindrücklich die musikalische Ausdruckskraft des Blasorchesters.

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Mit «The Hounds of Spring» von Alfred Reed entfaltete sich danach ein farbenreiches Klangbild, das zwischen lyrischen und energiegeladenen Passagen wechselte. Nach der Pause knüpfte «Sedona» von Steven Reineke mit warmen, weiten Klanglandschaften an und entführte das Publikum musikalisch in die Welt des amerikanischen Südwestens.

Zurück in die 1980er

Ein weiterer Höhepunkt des Abends war die Aufführung des Stücks «Egmont» von Bert Appermont, das zugleich als Selbstwahlstück für den kommenden Wettbewerb dienen wird. Die dem Werk zugrundeliegende Heldengeschichte wurde mit viel Ausdruck und Spannung umgesetzt.

Für einen beschwingten Abschluss sorgte schliesslich «80er Kult(tour)» in der Bearbeitung von Thiemo Kraas, das mit bekannten Melodien für gute Stimmung im Saal sorgte. Das Publikum dankte mit frenetischem Applaus für einen gelungenen Konzertabend.

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