Das Hauserfest trotzte der Hitze

Mitte August war es wieder soweit: Das Alters- und Pflegeheim der Hauserstiftung in Höngg lud zum jährlichen Sommerfest ein. Dieses bot auch Einblicke in private Bereiche.

Der Chor der Hauserstiftung präsentierte populäre Lieder und lud die Gäste zum Mitsingen ein. (Foto: dad)

Die Sonne meinte es gut mit dem Hauserfest in Höngg: Bei Temperaturen über 30 Grad fand der traditionelle Anlass des Pflege- und Altersheims der Hauserstiftung wie jedes Jahr an einem Sonntag gegen Ende August statt. Bereits um 11 Uhr startete das Programm: So konnte man im Bazar erlesene und handgefertigten Dinge wie Wollsocken oder Schlüsselanhänger kaufen, ein Musik-Duo sorgte für lüpfige Unterhaltung und Rikscha-Fahrten durch das Quartier nahmen Passagiere mit auf Reisen.

Im Mittepunkt stand das kulinarische Angebot: Neben dem Mittagsmenü mit Rinds-Entrecôte wurde auch das beliebte Risotto alla milanese angeboten. Beim Grillstand konnten Schweinsteaks, Cervelats und Bratwürste mit Pommes frites bestellt werden, ein Salatbuffet gab es ebenfalls. Diverse Kuchen und Torten sorgten für eine grosse Auswahl beim Dessert, wie auch Glaces oder Soft-Ice-Becher – ein Renner an diesem Tag. Im Service befanden sich nicht nur die Angestellten der Hauserstiftung, auch Mitglieder des Stiftungsrates halfen tatkräftig und gutgelaunt mit.

Im Laufe des Tages fanden sich daher zahlreiche Gäste ein, viele davon Verwandte, sei es in der kühlen Cafeteria oder im lauschigen Garten: Ein Zelt spendete dort den nötigen Schatten, weitere Sitzgelegenheiten waren unter Bäumen zu finden. Dennoch: Laut dem Institutionsleiter Romano Consoli waren es weniger Gäste als bei früheren Festen. Der Grund: die Hitze. «Im Vorfeld haben wir aufgrund des heissen Wetters einige Absagen erhalten», sagte Consoli. Das sollte die Stimmung aber nicht trüben, diese war von Fröhlichkeit und Geselligkeit geprägt.

Patientenruf und Führungen

Bei einem solchen Fest wollten viele Gäste natürlich auch einen Blick «hinter die Kulissen» erhaschen: Zwei Führungen kamen diesem Wunsch nach und boten interessante Einblicke, auch in private Bereiche. Leila Herzog, die stellvertretende Pflegeleiterin, führte die Interessierten durch das Haus und schilderte, wie dort gelebt und gearbeitet wird. In diesem Rahmen war zu erfahren, dass der sogenannte Patientenruf mit neuer Technik ausgestattet wurde, ebenso wurde der Alarm auch in den Nasszellen modernisiert. In das Gebäude, das als eines der ältesten Heime in Zürich gilt, werde immer wieder investiert.

Kürzlich wurden vier Zimmer im dritten Stock renoviert – vormals waren es fünf –, die nun alle über ein privates Bad verfügen. Es sei heute mit den Ergänzungsleistungen kein Thema mehr, dass es Zimmer ohne Dusche gäbe, so Romano Consoli. Bei der Führung konnten zwei der «neuen» Zimmer begutachtet werden, diese imponierten den Teilnehmenden sehr. Insgesamt verfügt die Hauserstiftung nun über 40 Betten, darunter drei Ehepaarzimmer, die allgemein sehr beliebt sind.

«Hab Sonne im Herzen»

Zum Ende des Festes gab sich der Chor der Hauserstiftung unter der Leitung von Bewohnerin Margrit Reithaar und mit Heinz Rutishauser am Klavier die Ehre. Die Gäste wurden mit ausgehändigten Liedtexte zum Mitsingen eingeladen. Das taten sie zahlreich zu populärem Liedgut wie «Hab Sonne im Herzen» und «Lili Marleen». Das gemeinsame Singen – das alle zwei Wochen einer der Fixpunkte im Tagesablauf des Hauses ist – war ein beglückender Abschluss eines Tages, dem auch die Hitze nichts anhaben konnte.  

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