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Dorfleben

«Corona-Krone-Scharlach»

13. Mai 2020 von

Vier Fichten, je zwei hintereinander, an der Limmattalstrasse in Höngg.
Foto: Hans Schweighofer

Vier Fichten, je zwei hintereinander, an der Limmattalstrasse in Höngg.

Foto: Hans Schweighofer

Teil der Mauer der Katholischen Kirche Heilig Geist.

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Online seit
13. Mai 2020

Printausgabe vom
28. Mai 2020
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Eigenwillige Vergleiche, die jedoch einiges gemeinsam haben. Anhand der beiden Bilder macht sich ein Leser so seine Analogien.

Der Coronavirus hat alle überrascht, hält die Gesellschaft seit längerer Zeit in Schach und bereitet allerhand Einschränkungen und so manche Unannehmlichkeiten, wie sie bisher in dieser Wucht unbekannt waren. Jeder musste sich auf seine Art arrangieren, je nachdem, ob man pensioniert ist, im Arbeitszyklus steht, Kleinkinder hat oder zur Schule geht. Die Auswirkungen werden sich erst in der Zukunft in ganzem Ausmass zeigen. Die wirklich Leidtragenden sind jene, die vom Virus betroffen sind, darunter irgendwie leiden oder gar gestorben sind.

Die Krone

Der Baum zeigt sich mit seiner Krone in seiner vollen Pracht. Bei einer Führung im Tannermoor erklärte der Leiter, ein pensionierter Sägewerkbetreiber, dass man an der Krone den Gesundheitszustand des Baumes erkennt. Wenn die obersten fünf Astreihen gut ausgebildet sind, dann gehe es dem Baum gut und er sei gesund. Verkümmerte Astreihen deuten auf einen schlechten Zustand des Baumes hin, wie bei den Fichten auf dem Foto, aufgenommen an der Limmattalstrasse. Den Bäumen setzt entweder die Luftverschmutzung zu oder die Wurzeln bekommen zu wenig Wasser und Nährstoffe, eventuell bedingt durch Beton eingeengtes Wurzelwerk. Bei den Bäumen ist also kein Virus am Werk, aber sie sind krank.

Scharlach

Beim Scharlach handelt es sich um eine Hautkrankheit, hervorgerufen durch ein Bakterium, den Streptokokken. Stark rot gefärbte Stellen dicht am ganzen Körper sind die Merkmale und betreffen in der Regel Kinder zwischen vier und sieben Jahren. In unserer Familie hat es zuerst den jüngsten Sohn erwischt und überraschend auch die Eltern und alle wurden von der Kinderärztin in Höngg verarztet.
Ähnlich, nur farbverkehrt sieht die Fassade der Katholischen Kirche Heilig Geist aus, und die Punkte sind spärlicher angeordnet. Hier handelt es sich nicht um Scharlach, sondern um Haltedübel, die den Verputz vom Herunterfallen hindern. Der Verputz haftet nur mangelhaft an der bei der Renovation aufgetragenen Aerosol-Wärmedämmschicht. Zum Glück ist hier kein Virus oder Bakterium schuld.

Leserbeitrag von Hans Schweighofer

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