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Beschwerde gegen «Ringling» erneut abgelehnt

20. Mai 2015 von

Foto: Fredy Haffner

Der Ringling ist gebaut – allerdings erst im Stadtmodell.

Von

Online seit
20. Mai 2015

Printausgabe vom
21. Mai 2015
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Auch das Verwaltungsgericht hat nach fast exakt einem Jahr Bearbeitungszeit die Beschwerden gegen die Baubewilligung für das gemeinnützige Wohnbauprojekt «Wohnen für alle am Grünwald», in Höngg besser als «Ringling» bekannt, abgelehnt.

Drei beteiligten Bauträgerinnen – die Stiftung für Alterswohnungen und die Genossenschaften GBMZ und Sonnengarten – dürfen mindestens für den Moment wieder aufatmen: «Wir freuen uns über den klaren Entscheid und hoffen, möglichst bald mit dem Bau der dringend benötigten Wohnungen und Quartiernutzungen beginnen zu können», schreiben sie in der gemeinsamen Medienmitteilung.

Bundesgericht anrufen oder nicht?

Die Beschwerdeführenden, die IG pro Rütihof – contra «Ringling» und die Interessengemeinschaft der Eigentümer (IGER) entschieden erst nach Redaktionsschluss, ob sie die Beschwerde ans Bundesgericht weiterziehen werden oder nicht.
«Es gilt zu prüfen», teilt IG-Pro-Rütihof Präsident Jean E. Bollier per Mail mit, «ob ein weiteres Verfahren vor dem Bundesgericht, das in der Hauptangelegenheit betreffend ‚Gestaltung‘ nur noch auf Willkür prüft und nur noch allfällige Verletzungen von Bundesrecht in der Sache Lärm, Gewässer und Quartierplanverfahren in seine Erwägungen ziehen wird, überhaupt Sinn macht und wie gross die Chancen zu gewinnen überhaupt wären.»
Die Gegner des «Ringling» führen insbesondere eine Verletzung des Paragraphen 71 des Planungs- und Baugesetzes, «Besonders gute Gestaltung für Arealüberbauungen» ins Feld. Dieser sei, so ihre Ansicht, beim Projekt «Ringling» weder berücksichtigt, geschweige denn erfüllt und noch von keiner Rekursinstanz angemessen geprüft und beurteilt worden.

Weiterziehen oder nicht?
Informationen zum Entscheid über den Weiterzug ans Bundesgericht voraussichtlich ab Donnerstag, 28. Mai auf www.höngger.ch.
Und im Archiv auf www.hoengger.ch unter Dossiers alle bislang seit 2009 erschienenen Artikel.
Informationen allgemein:
www.wohnen-am-gruenwald.ch
www.pro-ruetihof.ch

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500
24. Mai 2015 um 13:29 Uhr von Otto K. Isler

Seit 6 Jahren bekämpft die „IG pro Rütihof“ das Projekt „Wohnen für Alle am Grünwald“.
Noch kann die IG das Urteil beim Bundesgericht anfechten.
Die Frage ist, wer kommt für den Ausfall des Baurechtzins in Millionenhöhe für 6 Jahre auf?
Die Stadt Zürich (Steuerzahler) oder die Baugenossenschaften?