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Kinder & Jugend

Bauen im Herbst

22. Oktober 2019 von

Gemeinsam wird gearbeitet, um die Hütte zu vervollständigen...
Foto: zvg

Gemeinsam wird gearbeitet, um die Hütte zu vervollständigen...

Foto: zvg

…und wenn sie fertig ist, lässt sich wunderbar darin spielen. Hier wohnt der Geheimclub.

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Online seit
22. Oktober 2019

Printausgabe vom
23. Oktober 2019
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In der ersten Woche der Herbstferien öffnete der Bauspielplatz drei Nachmittage lang seine Türen zur «Herbstbauwoche». Das bedeutete drei Tage Planen und Bauen nach Herzenslust und ohne Zeitdruck.

Es sind Schulferien, das ist im Quartier nicht zu übersehen: Die Busse Richtung Stadt sind frühmorgens plötzlich halbleer, beim Einkaufen in Coop und Migros bilden sich keine langen Schlangen vor der Kasse und die Strassen sind zuweilen wie leergefegt. Ganz Höngg ist in die Ferien gefahren. Ganz Höngg? Nein, im Rütihof, direkt am Waldrand, zwischen kleinen Holzhäuschen und rund um eine Feuerstelle versammelt, trotzt eine kleine Gruppe von Kindern dem Fernweh und verbringt hier, auf dem Bauspielplatz, die ersten Ferientage.

Bauen ohne Zeitdruck…

Von Montag bis Mittwochnachmittag haben in der ersten Ferienwoche alle Kinder im Primarschulalter – oder jünger, dann aber in Begleitung ihrer Eltern – auf dem Bauspielplatz die Gelegenheit, zu bauen und zu konstruieren. Mit Säge, Hammer, Nagel und Holz können die kühnsten Bauwerke entstehen. Häuser, Hütten, ja ganze Burgen sind schon erstellt worden. Die Kinder, die hier ihre Ferientage verbringen, geniessen es, in Ruhe an ihren Projekten weiterzubauen oder neue zu beginnen – für einmal ohne Hausaufgabenstress oder weitere Termine. Und Hüttenbau ist nicht nur handwerkliche Arbeit: damit das Häuschen stabil ist, nicht gerade beim ersten Windstoss zusammenkracht und auch noch das Dach – neuerdings werden die Hütten auf dem Spielplatz statt mit Flachdächern mit Spitzdächern ausgestattet – zu tragen vermag, muss der oder die Bauherrin schon einiges von Statik verstehen und gut zu planen wissen. Da lernt sich doch Physik und Mathematik ganz von alleine, in der Praxis. Aber selbst wer gerade keine Lust auf grössere Bauvorhaben und anstrengende Berechnungen hat, kommt auf dem Bauspielplatz auf seine Rechnung: Selbstverständlich darf auch einfach nur in den bereits bestehenden Hütten gespielt, die Treffsicherheit beim Bogenschiessen auf die grosse Zielschiebe trainiert oder kleinere Objekte aus Speckstein geschnitzt werden. Die meisten Kinder, die hier ihre Ferientage verbringen, kennen sich eh aus dem Quartier und finden schnell ein gemeinsames Spiel. Doch auch von weiter her kommen die Gäste: Sogar aus Wollishofen reist eine Hortgruppe an, die vom Angebot des Bauspielplatzes Gebrauch machen möchte und vergnügt sich hier einen Nachmittag lang.

…und Zvieri am Lagerfeuer

Ein besonders beliebter Punkt auf der Tagesordnung ist der Zvieri. Spielplatzleiter Martin Laub entfacht zu der Gelegenheit ein Lagerfeuer und verteilt Stöcke und Hefeteig für Schlangenbrot. Gemütlich versammeln sich dann alle ums wärmende Lagerfeuer, so ganz sommerlich sind die Temperaturen nämlich jetzt, Anfang Oktober, leider nicht mehr. Besonders am Mittwoch, dem dritten Tag, spielt das Wetter so gar nicht mehr mit: Dauerregen ohne Unterbruch. Doch mit einem knusprigen Schlangenbrot lassen sich Regen und kühle Temperaturen ganz gut aushalten. Zu Hause wartet dafür die heisse Badewanne auf die durchnässten Baumeister*innen.

Die letzten drei Wochen der Saison

Mit dem Regentag geht die Bauwoche zu Ende. Wer nun noch Häuser bauen möchte, hat bis zum 13. November jeweils am Mittwoch- und Samstagnachmittag dazu Gelegenheit. Danach begibt sich der Bauspielplatz in die Winterruhe und steht den Kindern ab Mitte März bei hoffentlich freundlichen Temperaturen wieder zur Verfügung. Die nächste Bauwoche findet in den Frühlingsferien statt.

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