Am «Hüsli-Fäscht» der Höngger Fischer  

Der Sportfischer Verein Höngg lud zum grossen «Hüsli-Fäscht» in sein Vereinslokal beim Höngger Wehr ein. Ein idyllischer Anlass mit vielen Gästen.

Das Vereinslokal des Sportfischer Vereins Höngg beim «Hüsli-Fäscht». (Foto: dad)

«Es ist ein Privileg, diesen Ort hier zu haben», sagt Heinz Pfister. Er ist Mitglied des Sportfischer Vereins Höngg und er meint das Vereinslokal, das kleine Häuschen an der Limmat mit dem Garten und der Pergola bei der Winzerhalde. Einst ein Wäschehaus, dient es heute den Sportfischern als Zuhause. An diesem Sommertag wurde das «Hüsli» und der Garten beim Wehr besonders herausgeputzt: Endlich konnte wieder das traditionelle «Hüsli-Fäscht» gefeiert werden. Und Pfister lässt es sich nicht nehmen, stolz eine Führung zu machen.
Auch Aldo Mastai, der Aktuar des Vereins, ist in blendender Laune. «Wir bestehen seit rund 50 Jahren, vorher waren wir eine lose Gruppe, die einfach gerne fischen ging, auch jassen bei Regen gehörte dazu», sagt er. 24 Aktivmitglieder, davon 4 Jungfischer, und 20 passive Mitglieder zählen die Höngger Fischer heute. Der Verein verfügt über sein eigenes «Revier», das 300 Meter vom Wehr hinaufführt, sowie 50 Meter den Hauptarm der Limmat hinunter und den Kanal bis zum Kraftwerk umfasst – die Pachtstrecke 359.
Es ist ein Tummelplatz bekannter Fischarten: Forellen, Hechte, Egli, Barben und Alet sind dort hauptsächlich beheimatet, letztere seien besonders gross, erklärt Mastai. Sein Verein stellt auch Jahreskarten für Vereinsmitglieder aus, wenn man angeln möchte. Das ist mehr, als eine Rute mit einem Regenwurm ins Wasser zu halten. Zum Angeln benötigt es heute einen Sachkundenachweis in der Fischerei, den SaNa-Ausweis. Um diesen zu erlangen, ist der Besuch entsprechender Kurse obligatorisch.

Geselligkeit wird gepflegt

Doch an diesem Sommertag haben die Fische der Pachtstrecke 359 nichts zu befürchten, im «Hüsli» wird ausschliesslich gefeiert und etwas geboten: Die leckere Menükarte verspricht Egli im Bierteig, selbstverständlich mit Kartoffeln und Essiggurken. Wer es lieber deftig mag, für den stehen Würste und Cervelats bereit. Gegessen wird direkt am Ufer unter Pergola und Zelten – mit schöner Aussicht: Auf der Limmat vollführen die Böötler eine Parade. «Zwar sind die vielen Menschen eine Belastung für die Limmat, aber wir verstehen die Freude am Fluss», sagt Mastai.
Die Geselligkeit am Fest ist ansteckend – diese wird im Sportfischer Verein Höngg auch besonders gepflegt. «Jeden Dienstag veranstalten wir im Vereinslokal ein Abendessen untereinander», sagt Mastai. Auf den Tisch komme nur selten Fisch, meistens andere einfache Speisen. Der wöchentliche Anlass sei gleichzeitig die Haupteinnahmequelle des Vereins: «Jeder bezahlt sein Essen, so füllen wir unsere Vereinskasse auf», sagt der Aktuar.
Auch das «Hüsli-Fäscht» wird seinen Teil dazu beitragen, dass die Sportfischer weiterhin ihrem Hobby nachgehen können. Eines, das auch Pflichten mit sich bringt. Denn das Vereinslokal und der Garten, gemietet vom ewz, müssen in Schuss gehalten werden. Das tun die Mitglieder aber gerne, denn, wie eingangs erwähnt, dieses Idyll ist ein Privileg.

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