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Dorfleben

Adios, Desperado

7. Juli 2020 von

Schon um zehn bildete sich eine Schlange vor dem Eingang des Desperado.
Foto: Höngger Zeitung

Schon um zehn bildete sich eine Schlange vor dem Eingang des Desperado.

Teller, Schüsseln, Stühle, sogar ein Sombrero stehen bei der Liquidation des Desperados zum Verkauf.

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Online seit
7. Juli 2020

Printausgabe vom
09. Juli 2020
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Monate nach der Konkursankündigung fand am vergangenen Wochenende die offizielle Liquidation des Restaurants Desperado statt. Ein letzter Besuch in den Räumlichkeiten des Mexikaners.

Am 25. November letzten Jahres beantragte die Desperado-Gruppe Konkurs und schloss alle Restaurants bis auf die Sportsbar Westside. Auch das Höngger Desperado musste trotz gerade angelaufenem Neustart die Schotten dichtmachen. Auf einen Schlag fehlte den Vereinen ein Treffpunkt, den Kulturveranstalter*innen ein Veranstaltungsort und der Zunft ihr Zunftsaal. Lange war nichts über die Entwicklung in diesem Fall zu erfahren. Erst dauerte es eine Weile, bis geklärt werden konnte, welche Teile der Einrichtung der Liegenschaften Stadt Zürich und welche den früheren Mietern gehören, dann kam wohl noch Corona dazwischen. Etwas mehr als sieben Monate später, am Freitag, 5. Juli, bis Montag, 6. Juli fand nun der Liquidationsverkauf statt. Der öffentliche Anlass zog sowohl Privatleute als auch Geschäftstreibende an, die auf der Suche nach günstiger Kücheninfrastruktur, Gläsern, Büromaterial oder einfach einem kleinen Souvenir, wie die Teller mit der Mühlehalde-Aufschrift, waren. Obwohl keine Ausverkauf-Stimmung aufkam, war es schon ein seltsames Gefühl, zwischen aufgetürmten Tellern und Schüsseln und aufgereihten Stühlen und Tischen hindurch zu wandeln und zu wissen, dass eigentlich eine traurige Geschichte hinter all dem steckt. Nach Auskunft von Liegenschaften Stadt Zürich ist noch nicht klar, wer das Restaurant Mühlehalde als nächstes übernehmen wird. Der «Höngger» bleibt dran.

Mehr Sportangebote für Höngg?

Auch die Zukunft der Liegenschaft, in der sich die Apotheke Drogerie Parfümerie Hönggermarkt früher befand, ist noch ungewiss. Die Gewerberäume sind auf Homegate weiterhin ausgeschrieben. Dafür hat sich ein paar hundert Meter weiter an der Limmattalstrasse 204, wo früher die Wohnderbar ansässig war, offenbar etwas getan. Da der Vertrag noch nicht unterzeichnet ist, kann die Vermieterin Wincasa keine konkreten Angaben zur neuen Mieterschaft machen, doch ein Baugesuch vom Mittwoch, 1. Juli, gibt einen Hinweis: Der Gewerberaum an dieser Adresse soll zu einem Fitnessstudio umgenutzt werden. Ebenfalls Sport wird seit Juni im ehemaligen Gwunderfizz betrieben, hier führt Karolina Schmid ihr Pilateswiss Studio. Was mit den Räumlichkeiten des ehemaligen «Schoggikönigs» geschehen wird, konnte der «Höngger» bislang nicht in Erfahrung bringen.

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