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Ratgeber

Achtung Zecken!

24. Februar 2021 von

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24. Februar 2021

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25. Februar 2021
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Sobald das Wetter wieder wärmer und die Tage länger werden, zieht es einen raus in die Natur. Dort steigt das Risiko, von einer Zecke gestochen zu werden.

Zecken, diese kleinen blutsaugenden Parasiten, von denen es weltweit unzählige Arten gibt, sind als Überträger von Krankheiten bekannt. Die Zecken in der Schweiz übertragen vor allem Borreliose-Bakterien und das Zecken-Enzephalitis-Virus FSME auf den Menschen.

 

Wie kann man sich schützen?

Zecken können nicht fliegen und warten in der bodennahen Vegetation auf ein vorbeikommendes Tier oder einen Menschen. Geht der Wirt an der lauernden Zecke vorbei, lässt sie sich von der Pflanze abstreifen und klammert sich an. Nach Möglichkeit sollte man also Dickicht, Gebüsche und hohes Gras meiden. Ebenfalls empfiehlt es sich, Kleidung mit langen Ärmeln und Hosenbeinen zu tragen und die Socken über die Hosen zu ziehen. In der Apotheke gibt es ausserdem spezielle Zeckensprays. Auf die Haut oder Kleidung appliziert, halten diese die Zecken zuverlässig während einiger Stunden fern und bieten zusätzlichen Schutz.

 

Was tun bei einem Zeckenstich?

Nach jedem Waldspaziergang ist das gründliche Absuchen nach Zecken ein Muss. Falls eine Zecke gefunden wird, soll diese möglichst schnell mit einer speziellen Zeckenzange oder einer spitzen Pinzette knapp über der Haut gepackt und herausgezogen werden. Die Einstichstelle wird desinfiziert und während der nächsten Tage und Wochen beobachtet. Zur Erinnerung kann ein Eintrag in der Agenda, ein Foto oder das Aufbewahren der Zecke von Nutzen sein. Falls eine Hautveränderung auftritt oder sich sonstige Symptome wie Fieber, Gelenkschmerzen oder allgemeines Unwohlsein bemerkbar machen, sollte man unverzüglich den Hausarzt kontaktieren.

 

FSME-Impfung

Die Borreliose kann mit Antibiotika behandelt werden. Für die sehr gefährliche FSME existiert keine ursächliche Behandlung, es steht jedoch eine gut wirksame Impfung zur Verfügung. Laut dem Bundesamt für Gesundheit BAG zählt Zürich als Risikogebiet, weshalb für alle hier wohnhaften Personen eine FSME-Impfung angezeigt ist. Während Kinder gemäss Impfplan oft mit sechs Jahren geimpft werden, sind Eltern oder Grosseltern oft ohne Impfschutz. Für eine vollständige Impfung sind drei Impfdosen erforderlich, zwei Dosen im Abstand von einem Monat und danach eine dritte nach fünf bis zwölf Monaten. Seit einigen Jahren können Erwachsene die Grundimmunisierung oder auch die Auffrischimpfung ohne Voranmeldung in einer Apotheke machen lassen.

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