IG Am Wasser kritisiert zunehmenden Durchgangsverkehr

Mit einer Plakatkampagne macht die IG Am Wasser auf die aus ihrer Sicht anhaltend hohe Verkehrsbelastung im Quartier aufmerksam. Gemäss den ausgewerteten Messdaten sei der Verkehr seit 2021 deutlich gestiegen.

Foto: Interessengemeinschaft Am Wasser (IGAWB)

Die Interessengemeinschaft Am Wasser (IGAWB) lancierte eine neue Plakatkampagne unter dem Titel «Über 20% mehr Verkehr». Sie will damit auf den Durchgangsverkehr aufmerksam machen, der die Quartierstrassen entlang von Am Wasser und Breitensteinstrasse weiterhin stark belaste.

Die IG Am Wasser stützt sich auf die Daten der offiziellen Verkehrsmessstelle Am Wasser 79. Demnach stieg die durchschnittliche Zahl der Fahrzeuge tagsüber von 5166 im Jahr 2021 auf 6271 im Jahr 2026. Das entspreche einem Plus von 21 Prozent.

Besonders kritisch beurteilt der Verein die Entwicklung zu jenen Zeiten, in denen viele Kinder unterwegs sind: Zwischen 8 und 9 Uhr habe der Verkehr um 32 Prozent zugenommen, zwischen 16 und 17 Uhr um 26 Prozent. Auch nachts sei ein deutlicher Anstieg festzustellen: Von 22 bis 23 Uhr betrage dieser 35 Prozent, von 23 bis 24 Uhr 37 Prozent.

Gegen den Trend

Während das Verkehrsaufkommen im selben Zeitraum stadtweit um zwei Prozent zurückgegangen sei, entwickle es sich im Gebiet Am Wasser und Breitensteinstrasse gegen den Trend, schreibt die IG. Die Entlastung, die andernorts eingetreten sei, komme im Quartier nicht an.

Mit ihrer Kampagne formuliert die IG Am Wasser daher drei konkrete Forderungen: keinen Durchgangsverkehr, sichere Strassen sowie durchgehende Velowege. Der Verein IGAWB zählt laut seinem Präsidenten Martin Zahnd über 100 Mitglieder.

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