«Einfach irrsinnig!»: So feierte Höngg sein Wümmetfäscht

Das 46. Wümmetfäscht war ein riesiger Erfolg: Tausende strömten ins Höngger Zentrum, um das schönste Dorffest der Stadt zu erleben. Ein eingespieltes OK-Team sorgte stets für reibungslose Abläufe. Hier der Rückblick auf besondere Momente mit grosser Bildergalerie!

Aus der Vogelperspektive: Das Zentrum von Höngg am vergangenen Wümmetfäscht. (Foto: Miro Kraft)
Die Höngger Jodlerin Luise Beerli traf kurz vor dem Festeinzug auf Stadtrat Andreas Hauri. (Foto: dad)
Der Festeinzug am diesjährigen Wümmetfäscht war grösser als üblich, inklusive der Gäste und einer Delegation mit Höngger Vereinen. (Foto: dad)
Ein gut gelaunter Stadtrat Andreas Hauri schritt mit Hanni Spahn und Nicole Kraft beim Festeinzug mit. (Foto: dad)
Die Jodlerin Luise Beerli fuhr zur feierlichen Eröffnung mit dem Traktor auf den Kirchplatz ein. (Foto: pen)
Daniel Wegmann, Urs Zweifel, Karin Schär, Andreas Hauri und Nicole Kraft an der Eröffnung. (Foto: dad)
Hoch das Glas! Das 46. Wümmetfäscht wurde von Stadtrat Andreas Hauri eröffnet, rechts: Tiziana Werlen Oberti vom OK-Wümmetfäscht. (Foto: dad)
Über dem Kirchplatz thronten die Namen aller Sponsoren des diesjährigen Wümmetfäschts. (Foto: Wohnzentrum Frankental)
Mit der Eröffnung des Wümmetfäschts wurde auch der Suuserwagen angestochen, anschliessend gab es kostenlos ein kleines Gläschen. (Foto: dad)
Willkommen am Höngger Wümmetfäscht 2026! (Foto: jao)
Gute Stimmung am Stand des Wohnzentrums Frankental. (Foto: Wohnzentrum Frankental)
Aus der Vogelperspektive: Das Zentrum von Höngg am vergangenen Wümmetfäscht. (Foto: Miro Kraft)
Es geht nichts über eine Grillwurst beim Quartierfest, oder? (Foto: jao)
Am grossen Markt war auch das Alters- und Pflegezentrum Riedhof zugegen. Es bot am Rätsel- und Spielplausch eine herausfordernde Challenge an: Perlen auffädeln mit Handschuhen. (Foto: jao)
Beim Auftritt der Musikschule Konservatorium Zürich auf der Bühne Ackersteinstrasse. (Foto: pen)
Für zauberhafte Momente sorgte Lugol und das Joyful Heart Theater an der Ackersteinstrasse. (Foto: das)
Im Wümmet-Bistro gab es auch hinter der Theke viel zu lachen. (Foto: jao)
Dass Höngg feiern kann, hat die Wümmetparty am Freitagabend wieder einmal eindrücklich bewiesen: Bis 2 Uhr morgens wurde gut gelaunt das Tanzbein geschwungen. (Foto: pen)
Ebenfalls ein beliebter Ort am Wümmtfäscht: die Winzerlounge des Wein & Obsthaus Wegmann. (Foto: jao)
Das Wetter spielte alle drei Tage mit und sorgte für Tausende Besucherinnen und Besucher. Hier bei der Bauherrenstrasse, wo ein Grossteil des Markts war. (Foto: dad)
Der Weinweg Höngg bot zwei Führungen an: Es ging auf die Flurwächter-Tour und durch das Zentrum von Höngg. (Foto: jao)
Weinfachberater René Meier schank am Samstag und Sonntag am Stand von Zweifel 1989 Weine zum Degustieren aus. (Foto: jao)
Vielleicht der Knüller am Wümmetfäscht, jedenfalls für die Kleinen: Das Teddybär Spital des Stadtspitals Zürich im GZ Höngg. (Foto: das)
Auch der Turnverein Höngg bot mit der Mädchenriege eine tolle Show in der Mühlehalde. (Foto: das)
Das Team der IG Wartau schmiss an der Wümmet-Disco die Bar. (Foto: pen)
Für die Fitness auf dem Festgelände zuständig war das Team des Pontoniervereins: Im Pärkli an der Bauherrenstrasse konnte man sich u.a. im Seilspringen, Bogenschiessen und am Nagelbalken beweisen. (Foto: das)
Das Team der Pfadi St. Mauritius Nansen wartete auf dem Spielplatz unterhalb des Sonneggs auf die jugendlichen Festbesucher*innen. Hier konnte nicht nur die Treffsicherhiet im Büchsenwerfen geübt werden, sondern auch – ganz pfaditypisch – auf der Feuerschale ein knuspriges Schlangenbrot gebraten werden. (Foto: das)
Die Jugendarbeit des GZ und der reformierten sowie der katholischen Kirche hatten rund ums Haus Sonnegg einige Attraktionen für die Jugendlichen auf Lager. (Foto: das)
Am Wümmet-Samstag bot ift-Tango einen Tango-Workshop in der Mühlehalde. (Foto: dad)
Der traditionelle Suuserwagen auf dem Kirchplatz durfte selbstverständlich nicht fehlen. (Foto: jao)
Stadtwinzerin Karin Schär genoss das Wümmetfäscht. In besonderer Erinnerung blieb ihr die Eröffnung mit dem Einzug. (Foto: jao)
Sandra Fink vom Verschönerungsverein und dem Bänkli-Team. (Foto: red)
Sie sorgten am Samstagabend auf der Bühne Ackerstein für Stimmung: die NGONI Reggae-Band. (Foto: pen)
Hochbetrieb herrschte am Stand des Quartiervereins Höngg, hier mit Präsident Alexander Jäger und Kristina Braun. Die kostenlose T-Shirt-Stempelaktion für Kinder war ein voller Erfolg. (Foto: dad)
Eine gehörige Portion Mut bewiesen diese jungen Gäste des Wümmetfäschts, die sich mit Unterstützung der CEVI aus dem ersten Stock des Pfarrhauses abseilten. (Foto: das)
Sie waren für einmal in urbanerem Gefilde als üblich unterwegs: das Team vom QuartierHof Höngg. (Foto: das)
Das Ponyreiten am Chillesteig war beliebt. Schon vor zwei Jahren: Damals ritt die damalige Stadtpräsidentin Corine Mauch gleich selbst über den Rebhügel. (Foto: jao)
Der Natur- und Vogelschutzverein Höngg informierte über die Flora und Fauna in Höngg. (Foto: red
Mit zwei Gewinnenden hat das Ortsmuseum bei seinem Wettbewerb nicht gerechnet: Moritz Müller und Michèle Meissner mit Max Furrer (Mitte). (Foto: jao)
Ab und an begegnete man auch einem Fantasiewesen am Wümmetfäscht. (Foto: pen)
Die Bauherrenstrasse von oben: Sie bot am Wümmetfäscht viele Marktstände. (Foto: Miro Kraft)
Der Männerchor Höngg beim Auftritt in der Mühlehalde: Bei ihrem Lied «Azurro» erhielten die Sänger Unterstützung durch den Beatboxer Miguel Camero. (Foto: pen)
Die Bühne an der Ackersteinstrasse bot an zwei Tagen ein volles Programm und zog viel Publikum an. Hier der Auftritt der Line-Dance-Gruppe vom Turnverein Höngg. (Foto: dad)
Die beiden Auftritte der kofferOper mit dem dem Musikverein Höngg wurden als sensationell bezeichnet. Gespielt wurde Gioachino Rossinis «Wilhelm Tell». (Foto: jao)
Kantor Igor Marinkovic und Organistin Tamar Midelashvili-Good gaben ein berührendes Konzert in der reformierten Kirche. (Foto: dad)
And all that Jazz! Der Jazzcircle Höngg sorgte für einen beschwingten Samstagnachmittag im gut gefüllten Saal der Mühlehalde. (Foto: pen)
Sing Hallelujah: Die Gospelsingers aus Höngg bei ihrem Konzert in der Reformierten Kirche. (Foto: das)
Das Geigenensemble der Musikschule Konservatorium Zürich auf der Bühne Ackersteinstrasse. (Foto: dad)
Am Stand des Frauenvereins Höngg an der Bauherrenstrasse. (Foto: jao)
Der Saal der Mühlehalde war am Wümmetsonntag zum Bersten voll, als die jungen Talente des Höngger Ballettstudios Plüm auftraten. Was für eine tolle Show! (Foto: dad)
Der Frauenchor Höngg sorgte für volle Ränge in der reformierten Kirche. Das Programm geistlicher Werke gab einen Vorgeschmack auf die Konzerte in 2027. (Foto: Christian Grosse-Wilde)
Der Kirchplatz während des Wümmetfäschts aus der Vogelperspektive. (Foto: Miro Kraft)
Eine spannende Kampfsportshow lieferten Aikido Birankai und das Asia Budo Center. (Foto: dad)
Der Tanzabend mit Freddy's Evergreen Trio bat zum Tanz. (Foto. dad)
Schnappschuss von DJ Fonso an der Wümmet-Disco in der Mühlehalde. (Foto: pen)
Bei den Kindern ein sehr beliebter Ort: die Mostpresse am Chillesteig. (Foto: jao)
Am Wümmetfäscht-Sonntag sorgten das Ensemble der KofferOper (im Bild) und der Musikverein Zürich-Höngg für zwei sehr gut besuchte Vorstellungen der Aufführung «Wilhelm Tell». (Foto: jao)
Feine Plättchen und ebensolche Ravioli wurden in der «Wiilaube» am Zwielplatz von den Mitgliedern der Zunft Höngg serviert. Ausserdem gab es im Angebot ein mediterranes Antipasti-Plättli. (Foto: jao)
Der Quartierverein sammelte Gründe, wieso wir Höngg lieben. Diese sind so vielfältig wie das Quartier selbst. (Foto: jao)
Die Höngger Künstlerin Cécile Trentini liess sich von der Feststimmung inspirieren und gestaltete auf einer 6×2 Meter grossen Bauwand vor der Mühlehalde eine abstrakte Infinity-Zeichnung. (Foto: jao)
Daniel Wegmann vom Wein & Obsthaus Wegmann freute sich, dass die Leute wieder vermehrt Gefallen an regionalen Weinen haben. (Foto: jao)
Ein Blick hinter den Vorhang: Naima, Cluedo und Marsupilami von der Pfadi St. Mauritius-Nansen hauchten den Kasperlifiguren neues Leben ein und erreichten ein grosses Publikum. (Foto: das)
Chiara und Andreia boten eine Tanzshow auf der Bühne Ackersteinstrasse. (Foto: dad)
Die Bluishorange-Band aus Höngg spielte auf der Bühne Ackersteinstrasse. (Foto: pen)
Der Beatboxer MIguel Camero begeistere in der Mühlehalde. (Foto: das)
Die Gäste genossen die Abendstimmung bei einem Glas Höngger Wein im Rebberg Chillesteig. (Foto: pen)
Am Stand von der SLRG Höngg wurden wertvolle Informationen vermittelt. (Foto: jao)
Der letzte Auftritt auf der Bühne in der Ackersteinstrasse gehörte der Band Wildi Blaatere: Das vorwiegend junge Publikum sang und tanzte begeistert mit.(Foto: dad)
Geschafft! Das OK-Kernteam des Wümmetfäschts am Sonntagabend nach den ersten Aufräumarbeiten. Das bestens eingespielte Team hat viele neue Erfahrungen und Erlebnisse gewonnen. (Foto: zvg)
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Bereits der Auftakt am Freitag war spektakulär: Um Punkt 18 Uhr setzte sich bei der Wieslergasse der Eröffnungszug des Wümmetfäschts in Bewegung. Bei strahlendem Wetter fuhr zuvorderst die Höngger Jodlerin Luise Beerli auf einem Traktor mit. Das kam nicht von ungefähr: In ihrer Jugend war die Sängerin als «Traktor-Beerli» bekannt, weil sie stets mit einem solchen durch das Dorf fuhr.

Ein gut gelaunter Stadtrat Andreas Hauri schritt mit Hanni Spahn und Nicole Kraft beim Festeinzug mit. (Foto: dad)


Ihr folgten der traditionelle Suuserwagen, die Tambourengruppe und schliesslich das Organisationskomitee des Wümmetfäschts mit Stadtrat Andreas Hauri und Vertretungen der Goldsponsoren sowie Karin Schär, Urs Zweifel und Daniel Wegmann. Den Schluss des Zuges bildeten Delegationen verschiedener Höngger Vereine mit ihren prächtigen Fahnen.

Über dem Kirchplatz thronten die Namen aller Sponsoren des diesjährigen Wümmetfäschts. (Foto: Wohnzentrum Frankental)

Auf dem Kirchplatz wartete bereits eine beachtliche Menschenmenge: Die Glocken der reformierten Kirche läuteten, die Mitglieder der «Hönggermusik» spielten Fanfaren. Anschliessend traten Stadtrat Andreas Hauri sowie das Wümmetfäscht-Co-Präsidium Nicole Kraft und Rolf Pulfer auf die Treppe des «orangen Hauses» von Architekt Marcel Knörr. Kraft begrüsste bestens gelaunt das Publikum, die Sponsoren und die geladenen Gäste.

Sie stellte Stadtrat Hauri die Frage, ob der gesamte Stadtrat den Wein ebenfalls schätze. «Wir sind einmal im Jahr hier oben in Höngg, wo wir unter anderem den Wein vom Chillesteig probieren. Und wir machen das wahnsinnig gerne», sagte Hauri.
Danach sprach Stadtwinzerin Karin Schär von Grün Stadt Zürich über die diesjährige Weinlese: «Der Höngger Wein ist bombastisch herausgekommen!» Der heisse Sommer sei auch den Trauben zugutegekommen.

Mit der Eröffnung des Wümmetfäschts wurde auch der Suuserwagen angestochen, anschliessend gab es kostenlos ein kleines Gläschen. (Foto: dad)

Önologe Urs Zweifel betonte ebenfalls das heisse Wetter und den frühen Wümmet: «Innerhalb eines Monats haben wir alles geerntet. Wir haben am 30. August angefangen – so früh wie noch nie. Und wir sind noch nicht einmal im Oktober und schon fertig.»

Auch Daniel Wegmann blickte auf die besonderen Bedingungen zurück. Bei dem Wümmet sei man bei Temperaturen von bis zu 35 Grad an die Grenzen gekommen. «Das haben wir noch nie erlebt.» Schliesslich stach Andreas Hauri unter grossem Beifall den Suuserwagen an, und nach diesem Auftakt ging es richtig los.

Für alle etwas dabei

Nicht nur aus Höngg, sondern aus der ganzen Stadt strömten die Menschen während dreier Tage an das «schönste Dorffest» von Zürich. Bis Redaktionsschluss lagen die konkreten Besucherzahlen noch nicht vor.

Es ist jedoch anzunehmen, dass sie sich in einer ähnlichen Grössenordnung wie 2024 bewegten: Damals schätzte Co-Präsident Rolf Pulfer die Zahl auf über 10 000 Personen. Augenfällig war, dass es viele junge Leute ans Fest zog; auch zahlreiche Familien mit Kindern flanierten durch die Gassen.

Der Kirchplatz während des Wümmetfäschts aus der Vogelperspektive. (Foto: Miro Kraft)

Und es gab viele Gründe, das Wümmetfäscht zu besuchen: Dutzende Marktstände boten einen Querschnitt durch Hönggs Vereine, Geschäfte und Firmen.

So war auch das Wohnzentrum Frankental prominent beim Haus Sonnegg vertreten: «Gemeinsam mit unseren Bewohnenden entstand ein buntes und vielfältiges Angebot für das Wümmetfäscht», so Tara Gabriel, Mitarbeiterin Zentrale Dienste. Während des ganzen Wochenendes wurde der Stand vom Personal, der Institutionsleitung, dem Vereinspräsidenten und Vorstandsmitgliedern des Wohnzentrum Frankental unterstützt.

Gute Stimmung am Stand des Wohnzentrums Frankental. (Foto: Wohnzentrum Frankental)

Neben den Marktständen waren auch die Essensstände ein sicherer Wert: Oftmals bildeten sich lange Schlangen, und auch in den Festbeizen waren die Tische oft bis auf den letzten Platz besetzt.

Die Unterhaltung machte einen grossen Teil des Wümmetfäschts aus: Die Ackersteinstrasse wurde quasi zur Open-Air-Arena; in Scharen verfolgte das Publikum dort ein Programm mit Musik, Tanz und Sport.

Dem stand die Mühlehalde in nichts nach: Sie war durchgehend geöffnet und wurde mit Ballett, Chorgesang, Livemusik und zwei Tanzabenden zum Epizentrum des Wümmetfäschts.

Die reformierte Kirche bot mit ihren Konzerten und Turmführungen derweil leisere Töne und ergänzte das Wümmetfäscht auf schöne Weise.

Ein reibungsloser Ablauf

Rückblickend war das 46. Wümmetfäscht dank der über 300 Freiwilligen und dank des eingespielten Organisationsteams – siehe Kasten zum Kern-OK – ein grosser Erfolg, der auch friedlich verlief.

Das gesamte OK-Team war für die einzelnen Ressorts quasi rund um die Uhr im Einsatz: Es koordinierte und plante, setzte um und reagierte auf Unvorhergesehenes. Ein Team, das sich gegenseitig unterstützte, anspornte und auch miteinander zu feiern wusste.

Nach einem ereignisreichen Wochenende kam das Ende des Wümmetfäschts für viele dann doch schneller als erwartet. Nach den ersten Aufräumarbeiten versammelte man sich in der Mühlehalde – mit Tränen der Freude, aber auch der Erleichterung.

Auf dem vielbeachteten Instagram-Kanal des Wümmetfäschts zogen Nicole Kraft und Rolf Pulfer am Sonntagabend ein erstes Fazit. «Es war wunderbar, einfach irrsinnig», sagte Pulfer.

Es sei ein Fest gewesen, das viele positive Erinnerungen und Eindrücke hinterlasse. Ein Fest, das sehr farbig und lebhaft gewesen sei, ergänzte Kraft: «Höngg hat gefeiert, und es waren fast alle da.»

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