Quartierleben
Wümmetfäscht 2026: «Höngg hat unglaublich viel zu bieten»
Drei Festtage, Hunderte Freiwillige und viele Bereiche, die zusammenspielen: Co-Präsidentin Nicole Kraft und Co-Präsident Rolf Pulfer erzählen, wie das Fest zustande kommt – und worauf sie sich besonders freuen.
17. September 2026 — Daniel Diriwächter
Für euch beide ist es das zweite Wümmetfäscht im Co-Präsidium. Seid ihr die Organisation diesmal anders angegangen als bei eurer Premiere?
Rolf Pulfer:Das erste Mal vor zwei Jahren hat unsere Organisation bereits bestens funktioniert. Mittlerweile sind wir zudem als Co-Präsidium gut aufeinander eingespielt.
Nicole Kraft: Jeder weiss, was er kann, und was der andere «besser» kann. Die Aufgaben sind gut verteilt oder delegiert.
Welche Herausforderungen gab es zu bewältigen?
Nicole Kraft: Die grösste Herausforderung ist sicher, all die verschiedenen Bereiche zusammenzubringen. Beim Wümmetfäscht sind sehr viele Menschen, Vereine, Institutionen, Standbetreiber und Helfende beteiligt. Dazu kommen Bewilligungen, die immer aufwändiger werden, Infrastruktur, Programm, Sicherheit, Kommunikation und natürlich immer wieder kurzfristige Änderungen. Es braucht deshalb viel Koordination und Flexibilität.
Rolf Pulfer: Wir mussten zudem einige Abgänge verdienter und erfahrener Mitglieder im OK ersetzen. Glücklicherweise konnten wir neue Leute gewinnen.
Wie wird man Teil des Gremiums?
Rolf Pulfer: Die interessierte Person kann sich bei uns melden und ihre Ideen vorstellen. Die meisten von uns im OK haben als Helfer irgendwo am Wümmetfäscht gestartet und einen Einblick in das engagierte Zusammenwirken der verschiedenen Teams erhalten. Das hat sie dann animiert, sich noch stärker für uns zu engagieren.
Wie viele Freiwillige stehen für das Fest ungefähr im Einsatz?
Rolf Pulfer: Wir vom OK haben rund 150 Helferschichten in den verschiedenen Aufgabenbereichen zu besetzen. Dazu kommen die zahlreichen Freiwilligen in den vier Festwirtschaften, die von den Verantwortlichen dort selber gesucht und eingesetzt werden. Und nicht zu vergessen: die vielen Helfenden an den Markt- und Vereinsständen und im Jugend-Angebot. Es dürften weit über 300 Freiwillige sein, die für das Wümmetfäscht im Einsatz sind.
Auf welche Neuerungen darf man sich am diesjährigen Wümmetfäscht freuen?
Nicole Kraft: Wir versuchen dieses Jahr, Bewährtes beizubehalten und gleichzeitig neue Akzente zu setzen. Dieses Jahr gibt es unter anderem den Spiel- und Rätselplausch, bei dem verschiedene Höngger Institutionen und Vereine mitmachen. Besucherinnen und Besucher können an den Marktständen Aufgaben lösen, Stempel sammeln und an der Verlosung am Sonntag teilnehmen. Ausserdem ist das erste Mal die Pestalozzi Bibliothek geöffnet und die Mühlehalde ist über das ganze Wochenende geöffnet.
Andere Quartierfeste setzen bisweilen auf prominente Namen, das Wümmetfäscht stellt lokale Talente ins Zentrum. Ist das Teil des Konzepts?
Nicole Kraft: Ja, absolut. Das Wümmetfäscht ist ein Fest «von Höngg und für Höngg» (und natürlich auch für alle Gäste von ausserhalb). Uns ist wichtig, dass lokale Vereine, Musikschaffende, Gruppen und Institutionen eine Plattform erhalten. Höngg hat unglaublich viel zu bieten, und genau diese Vielfalt möchten wir sichtbar machen. Und was gibt es Schöneres als bekannte Gesichter auf einer Bühne bestaunen zu können?
Auf den grossen Festumzug müssen wir aber verzichten.
Rolf Pulfer: Der Entscheid, den grossen Umzug nicht mehr durchzuführen, haben wir gemeinsam mit den Hauptverantwortlichen relativ schnell gefällt. Und dass auch der traditionelle Hönggerabend durch ein anderes Angebot ersetzt werden musste, war bekannt. Die Herausforderung war, weiterhin für die vielen Höngger Vereine und Institutionen eine attraktive Plattform für ihre Präsentation und Auftritte zu ermöglichen. Der Blick ins Programmheft zeigt, dass wir viele Möglichkeiten gestaltet haben und wir hoffen, dass das Publikum diese Veränderung zu schätzen weiss.
Wird das Wümmetfäscht auch in den sozialen Medien begleitet?
Nicole Kraft: Natürlich! Neu sind wir auch auf Instagram vertreten und informieren bereits im Vorfeld über das Programm, Neuigkeiten und alles Wissenswerte rund um das Wümmetfäscht. Während des Festes möchten wir ebenfalls Eindrücke, Bilder und besondere Momente teilen.
Zu guter Letzt: Gibt es persönliche Höhepunkte, auf die ihr euch besonders freut?
Rolf Pulfer: Ich bin gespannt auf die Aufführung von Rossini’s «Wilhelm Tell» mit der Hönggermusik und der kofferOper am Sonntag im Kirchgemeindehaus. Und natürlich auf den ersten Schluck Höngger-Wein aus dem neuen Wümmetfäscht-Glas!
Nicole Kraft: Besonders schön ist für mich jeweils der Moment, wenn nach der langen Vorbereitungszeit das Fest beginnt und plötzlich überall Menschen unterwegs sind, sich treffen, lachen und gemeinsam feiern. Dann sieht man, wofür man all die Monate gearbeitet hat. Aber, ganz ehrlich: Ich freue mich enorm auf die Wümmetparty in der Mühlehalde am Freitagabend (lacht)!





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